Back to the Future II |
6.10.2002
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Titel |
Back to the Future
II (Zurück in die Zukunft II) |
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Studio |
Universal / Amblin
(1989) |
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Hersteller |
Universal Home Video (2002) |
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DVD-Typ |
9 (7,79 GB) |
Bitrate |
ø 8,14 max. 9,5 |
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Laufzeit |
104 Minuten |
Kapitel |
20 |
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Regionalcode |
2 (Deutschland) |
Case |
Custom-Digipack |
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Fernsehnorm |
PAL |
Mastering |
Ritek |
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Bildformat |
1.85:1 |
16:9 |
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Tonspuren |
Englisch, Deutsch
Deutsch |
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Untertitel |
Englisch, Deutsch,
Hebräisch |
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Freigabe |
FSK 12 |
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Extras |
Making of "Zurück in die Zukunft"
Entstehung der Trilogie - Teil 2
Witzige Outtakes
Unveröffentlichte Szenen
Hoverboard-Test am Drehort
Produktionsarchiv: Fotografien, Original-Storyboards & Requisiten
Vergleich: Vom Storyboard zum Film
Original Kinotrailer |
Allgemeines
Gerade aus der Vergangenheit zurückgekehrt, wird Marty
McFly (Michael J. Fox) gleich von seinem Freund Doc Brown (Christopher
Lloyd) überrascht, der mit seiner selbstgebauten Zeitmaschine aus
der Zukunft zurückkommt. Er nimmt Marty und seine Freundin Jennifer
(Elizabeth Shue) bmit ins Jahr 2015, wo er mit Martys Hilfe das zukünftige
Leben der Familie McFly geradebiegen will. Dabei läuft nicht alles
ganz nach Plan, denn als die Zeitreisenden in die Gegenwart zurückkehren
ist plötzlich alles verändert - Martys Vater George ist tot,
seine Mutter ist mit dem Familien-Erzfeind Biff (Thomas F. Wilson)verheiratet
und ganz Hill Valley ist von Mord, Totschlag und Kriminalität überzogen.
Um die normale Zeitlinie wiederzubringen, müssen Doc Brown und Marty
ins Jahr 1955 zurückreisen - genau zu dem Zeitpunkt, zu dem Marty
zuerst verschlagen wurde...
Das offene Ende von Back to the Future war 1985 nur ein Gag, eine
Fortsetzung war ursprünglich gar nicht geplant. Ein paar Jahre später
zeigte Universal Pictures jedoch interesse an einem Sequel, und Regisseur
Robert Zemeckis und Produzent Bob Gale gelang es die Hauptdarsteller wiederzugewinnen.
Es sollte nicht nur ein Film, sondern gleich zwei werden - Teil zwei und
drei der Trilogie wurden 1989 mit nur kleiner Pause dazwischen direkt
nacheinander gedreht und waren ursprünglich als ein großer
Film mit dem Titel Paradox geplant.
Während der erste Film nur in der Gegenwart und Vergangenheit spielt,
führt die komplexere Handlung der Fortsetzung in die Zukunft und
dann zurück in das Jahr 1955 zu den Ereignissen von Back to the
Future, die detailgenau rekonstruiert wurden und nun aus einem etwas
anderen Blickwinkel gezeigt werden. Von der Umsetzung her ist Robert Zemeckis
dem Original treu geblieben, der nahtlose Übergang zwischen den beiden
Filmen ist eigentlich nur bemerkbar, weil Marty's Freundin von einer anderen
Schauspielerin verkörpert wird. Die Zukunftsvision bietet wie die
Vergangenheit viele Gelegenheiten zu Parodien und Anspielungen, und die
Szenerie wirkt durch die Special-Effects fast unheimlich real, obwohl
nicht viel Technik dahintersteckt. Trotzdem lebt Back to the Future
II zum größten Teil von den Darstellern, die mit beinahe
noch mehr Spaß an der Sache dran zu sein scheinen als beim ersten
Film. Die Regel, daß Fortsetzungen nie gelingen, ist bei der Back
to the Future-Trilogie scheinbar außer Kraft gesetzt worden
- es ist überhaupt schwer zu sagen, welcher der Filme am besten ist,
da alle drei einfach hervorragende Unterhaltung von konsistenter Qualität
sind.
Back to the Future II ist in Deutschland nicht einzeln, sondern
nur im DVD-Boxset mit den anderen zwei Filmen zusammen erhältlich
und bietet zwar eine optimale Bild- und Tonqualität, aber gegenüber
der im Dezember erscheinenden US-DVD drastisch weniger Bonusmaterial.
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Bild
Der zweite Teil der Back to the Future-Trilogie
wurde etwa vier Jahre nach dem Original gedreht, und das macht sich auch
gleich optisch auf der neuen DVD bemerkbar. Natürlich wird hier ein
qualitativ genauso guter Transfer wie beim ersten Film geboten, der aber
einen kleinen Vorsprung hat. So ist die Schärfe minimal besser und
auch die Körnigkeit ist zwar noch sichtbar, hat sich aber stark reduziert.
Auch hier wurde mit einem Rauschfilter äußerst sparsam umgegangen,
so daß die Detailzeichnung ganz hervorragend ist und nur bei genauer
Betrachtung das Alter des Films offenbart. Die Farben sind besonders in
den Szenen die in der Zukunft spielen sehr kräftig, aber nicht übersättigt
oder verschmiert. Die 1955er-Szenen wurden dem Farbtiming des ersten Films
detailgenau angepaßt - etwas, was den früheren Transfern nie
ganz gelungen ist. Die Kompression ist optimal und hinterläßt
keinerlei unangenehme Nebenwirkungen. Ein Anzeichen, daß die leichte
Körnigkeit mit dem verwendeten Filmmaterial zusammenhängt zeigt
sich am Ende des Films in der Vorschau auf den dritten Teil, die gleich
schon ein klein wenig besser als der Rest des Films aussieht.
Eine von der hervorragenden Bildqualität unabhängige Sache ist
das neue Framing des DVD-Transfers, das teilweise erheblich von der früheren
VHS-Widescreen-Fassung abweicht. Ein Vergleich
einer handvoll Szenen zeigt, das die Bildkomposition meistens optimiert
wurde, aber zumindest in der Szene mit Marty's selbstjustierender Jacke
wurde der Ausschnitt so falsch gesetzt, daß der Gag überhaupt
nicht zu sehen ist. Allerdings scheint dies die einzige betroffene Szene
zu sein, es liegt sogar der Verdacht nahe daß diese einzige Einstellung
mit Absicht so geframt wurde.
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Ton
Während der neue 5.1-Remix von Back to the Future
I zwar eine Menge Raumklang zu bieten hat, aber dennoch einen etwas dünnen
Klang hat, wurde beim zweiten Teil auch dieser letzte Sprung erreicht
- an Klangfülle mangelt es hier nun nicht mehr. Gleich zu Beginn
wird man von der breit abgemischten, warm klingenden Filmmusik begrüßt
und danach mit einem Surround-Feuerwerk beeindruckt, das im laufe des
Films noch mehrmals wiederholt wird. Aber die Surroundkanäle werden
nicht nur für laute Holzhammereffekte, sondern auch oft für
leise Umgebungsgeräusche eingesetzt und sorgen so für eine rundum
harmonische Klangkulisse. Zwar kommt diese Neuabmischung der ehemaligen
Dolby-Stereo-Soundtrack nicht ganz an die neuesten Blockbuster heran,
aber für einen Film aus der Pre-Digitalton-Zeit ist das doch sehr
gut gelungen.
Die deutsche Dolby-5.1-Spur ist wieder ein einfacher Upmix des Stereo-Surround-Masters
und kann nicht mit der englischen Fassung mithalten. Der Klang ist schriller
und dünner und die Surround-Aktivität zwar vorhanden, aber hörbar
eingeschränkt. Gegenüber der deutschen Tonspur des ersten Films
ist dies zwar eine kleine Verbesserung, aber trotzdem nicht so optimal
wie die Originalfassung. Die DTS-Spur dürfte deshalb auch nur zu
Werbezwecken dienen und keinen wirklichen Vorteil bieten.
Auch bei dieser DVD wurde das Umschalten der Tonspuren über die Fernbedienung
deaktiviert, offenbar um ein versehentliches Anwählen der DTS-Spur
auf nicht-DTS-fähigen Geräten zu verhindern und beim Start dann
den DTS-Piano-Trailer abzuspielen.
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Bonusmaterial
Die Extras der zweiten Back to the Future-DVD lassen
mengenmäßig aufgrund Universals Sparpolitik außerhalb
Region 1 etwas zu wünschen übrig. Die Amerikaner dürften
sich über eine Kommentarspur, mehr Deleted Scenes und andere Sachen
freuen, während wir nur mit etwas abgespeist werden, was schon fast
an Alibi-Bonusmaterial grenzt. Auch das Menüdesign kann hier nicht
so recht überzeugen - es wirkt alles ohne richtigen Stil zusammengeschustert
und völlig unprofessionell.
Back To The Future Part 2 Featurette (6:39) ist ein kurzes Promotionfilmchen
von 1989, das fast ausschließlich aus alten Interviews und vielen
Behind-the-Scenes-Aufnahmen besteht und deshalb eine recht interessante
Sache ist. Inhaltlich wird da zwar nicht allzuviel geboten, aber die seltenen
Aufnahmen von den Dreharbeiten machen dieses Featurette zu einem netten
Zeitdokument.
Making the Trilogy - Chapter 2 (15:29) beginnt nicht direkt mit
den Ereignissen des zweiten Films, sondern macht da weiter wo die erste
Doku aufgehört hat und geht erst nach etwa fünf Minuten zur
Fortsetzung über. Außer den Interviews mit den üblichen
Verdächtigen (Zemeckis, Gale & Fox), die mit zu vielen Filmausschnitten
ergänzt wurden, sind hier auch einige Bilder zu sehen. Mehr von den
faszinierenden Aufnahmen von den Dreharbeiten aus dem Featurette
gibt es hier aber leider nicht und ist auch dieser Teil der Dokumentation
bei weitem nicht so tiefgreifend, wie man es eigentlich erwarten sollte.
Die Outtakes (0:48) sind diesmal kein richtiges Gag-Reel, sondern
nur ein paar verstreute danebengegangene Szenen. Diese sind zwar für
sich ganz lustig, aber machen viel mehr den Eindruck daß es sich
um weggeworfenes Zeug vom Boden des Schneideraums handelt.
Die Deleted Scenes (3:14) bestehen aus vier Sequenzen, die alle
in der alternativen Gegenwart spielen. Martys Haus und Familie, Biffs
Auslöschung, Martys Entdeckung der zerstörten Schule und die
Begegnung mit seinem Bruder sind zwar Szenen, die nicht unbedingt in den
fertigen Film passen, aber für sich äußerst faszinierend
wirken.
Hoverboard Test (0:57) sind grobe Probeaufnahmen für die Hoverboard-Szenen,
die erkennen lassen mit relativ einfachen Mitteln dieser scheinbar schwierige
Effekt erreicht wurde.
Die Storyboard To Final Feature Comparison enthält auf dieser
DVD nur eine Szene - Marty on the Hoverboard (2:52) - die im Splitscreen-Format
präsentiert wird.
Production Archives enthält die Bildergallerien der DVD. Zwar
sind hier rein mengenmäßig nicht mehr so viel wie beim ersten
Film dabei, aber das was zu sehen ist, ist ausnahmslos faszinierend. Marty
McFly Photoalbum (35 Bilder) besteht aus Promotionbildern und sonstigen
Standfotos der Schauspieler und Filmemacher, während Behind the
Scenes (13 Bilder) einen Blick hinter die Kulissen bietet. Futuristic
Designs (33 Bilder) und Vehicles of the Future (27 Bilder)
bestehen aus einer gut ausgesuchten Sammlung von Konzeptzeichnungen und
anderen Designs.
Natürlich nicht fehlen darf der Trailer (2:16), der die übliche
verschwommene Qualität hat und kein ungesehenes Filmmaterial enthält
- nichts spannendes also.
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