Dead Men don't wear Plaid
Cover

23.05.2002

Titel Dead Men don't wear Plaid (Tote tragen keine Karos)
Studio Universal (1982)
Hersteller Universal (2002)
DVD-Typ 5 (3,7 GB) Bitrate ø 5,76 max. 9,0
Laufzeit 85 Minuten Kapitel 16
Regionalcode 2 (Europa) Case Amaray I
Fernsehnorm PAL
Bildformat 1.85:1 16:9 no
Tonspuren Dolby Digital 2.0 Mono Englisch, Deutsch
Untertitel Englisch, Deutsch, Niederländisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Finnisch
Freigabe FSK 12
Extras • Kinotrailer

Allgemeines

Anfang der 80er Jahre waren die Genreparodien groß in Mode - schon 1979 drehte Carl Reiner mit Steve Martin die Horrorfilm-Satire The Man with two Brains. Die zweite Zusammenarbeit der beiden befindet sich filmhistorisch noch weiter in der Vergangenheit: an eine Film-Noir-Parodie hatte sich bis dahin noch niemand herangewagt. Steve Martin und Carl Reiner schrieben zusammen ein Drehbuch, daß auch mit Humphrey Bogart in der Hauptrolle hätte verfilmt werden können, wenn da nicht ein humorvoller Unterton mitschwingen würde.
Steve Martin spielt den Privatdetektiv Rigby Rearden, der eines Tages von einer schönen Frau beauftragt wird, nach ihrem gekidnapptem Vater zu suchen. Dead Men don't wear Plaid wird zur wundervollen Hommage an den Film Noir, indem Ausschnitte aus alten Filmen mit Humphrey Bogart (Philip Marlowe läßt grüßen) und anderen geschickt in die Handlung mit eingebaut wurden. Das mag nach einem unausgereiftem Experiment klingen, ist aber in Wirklichkeit ein äußerst gelungener Film. Die authentische, in Schwarzweiß gedrehte Szenerie, die hervorragend besetzten Schauspieler und ein cleveres Drehbuch machen diesen Film schon heute zu einem Klassiker der eigenen Art.
Universal hat Dead Men don't wear Plaid nun auch in Europa auf DVD veröffentlicht - zwar wie in den USA ohne Bonusmaterial, aber immerhin zu einem unschlagbaren Niedrigpreis.

Bild

Wenn man sich von der großen Enttäuschung erholt hat, daß diese DVD nur einen nicht-anamorphen Transfer enthält, kann man sich doch noch über die trotzdem gute Bildqualität freuen. Obwohl es sich hier um eine interpolierte Fassung des gleichen Transfers der US-DVD handeln muß, ist das Bild erstaunlich scharf und detailreich. Die Filmvorlage ist in einem guten Zustand, wobei die Ausschnitte aus den Film-Noir-Klassikern natürlich nicht so gut aussehen wie der restliche Film. Die Integration der Ausschnitte ist so gut, wie es eben möglich ist und fällt meistens auch gar nicht so stark auf. Im neu gedrehten Filmmaterial ist immer etwas Körnigkeit präsent, die bei Schwarzweiß-Film aber ganz normal ist und hier außerdem als künstlerisches Mittel eingesetzt wurde.
Das Bildformat ist korrekt, da Dead Men don't wear Plaid zwar mit einem 1.37:1-Negativ gedreht wurde, aber die Bildkompositionen eindeutig auf 1.85:1 ausgerichtet sind. Das bedeutet dann zwar, daß das Originalformat der alten Filmausschnitte beeinträchtigt wird, aber die machen nur einen Bruchteil des Films aus und sind so gut in die Handlung eingepaßt worden, daß es nicht weiter auffällt. Optimal wäre für diesen Film vielleicht eine zusätzliche 1.37:1-Fassung auf der zweiten Seite einer DVD-10 gewesen, aber auch so ist dieser Transfer eine angenehme Überraschung.

Ton

Einen Stereo- oder 5.1-Remix hätte bei diesem Film keinen Sinn gehabt und die Atmosphäre zerstört. Die englische Tonspur bietet fast einen authentischen 40er-Jahre Sound. Die Stimmen und Geräusche klingen etwas blechern und auch Miklos Roszas Filmmusik hört sich etwas dumpf an - aber das ist Absicht und gehört mit zur Atmosphäre. Der Ton der Filmausschnitte klingt natürlich noch schlechter, was besonders bei den Stimmen auffällt. Aber genau so soll sich Dead men don't wear Plaid auch anhören.
Die deutsche Synchronfassung auf dieser DVD wurde erst 2001 für eine TV-Ausstrahlung bei RTL angefertigt, bis dahin war der Film ab und zu im Original mit Untertiteln in den Öffentlich-Rechtlichen Sendern zu sehen. Man sollte auf jeden Fall Abstand von der Synchro halten, denn aller Wortwitz geht verloren und Steve Martin wird nicht einmal von seinem üblichen Sprecher gesprochen.

Menü & Specials

Das einzige Extra dieser Lowbudget-DVD ist ein Kinotrailer in VHS-Qualität. Der ist aber trotzdem sehenswert, da er genauso im 40er-Jahre-Stil inszeniert wurde wie der Film. Ansonsten enthalten die Spar-Menüs nur die absoluten Pflicht-Einstellungspunkte.

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