Futurama Season 3
Cover

1.6.2009 #456

Original vom 7.7.2003
von Guido Bibra

Titel Futurama Season 3
Studio 20th Century Fox Television (2000/2001)
Hersteller 20th Century Fox Home Video (2003) EAN 5-039036-013062->
DVD-Typ 4x9 (6,49 / 5,91 / 4,85 / 6,26 GB) Bitrate ø 6,5 max. 9,0
Laufzeit 470 Minuten Kapitel 5/Episode
Regionalcode 2 (England) Case C-Button
Fernsehnorm PAL
Bildformat 1.33:1 16:9 nein
Tonspuren Dolby Digital 2.0 Surround 192 kbit/s Englisch, Französisch, Kommentar
Untertitel Englisch, Französisch, Dänisch, Finnisch, Norwegisch, Schwedisch
Freigabe BBFC 12
Extras • Audio Commentaries
• Gallery Images
• 17 Deleted Scenes
• Alternate animatics commentary for "Roswell that ends well"
• "How to draw characters" Galleries
• Animatics
• 9 "3D Models from Rough Draft" Sequences
• International Clip
• 3 Trailers

Die Serie

Matt Groenings großes Experiment, neben den Simpsons eine zweite Trickfilm-Serie in seinem ganz besonderen Stil zu etablieren, hatte mit der Science-Fiction-Sitcom Futurama einen ordentlichen Start hingelegt. Mit den ersten neun im Frühjahr 1999 gesendeten Episoden und der ab dem darauffolgenden Herbst ausgestrahlten zweiten Staffel konnte sich Futurama in der mittlerweile ziemlich großen Menge von Trickfilmserien sehr gut auf dem amerikanischen TV-Markt etablieren. Die Einschaltquoten blieben allerdings hinter den Erwartungen zurück, da die zweiten Sendestaffel zwar wieder am günstigen Sonntag Abend ausgestrahlt wurde, aber immer öfter von halb neun auf sieben Uhr verschoben wurde.

Future-Trouble

Diese Verbannung aus dem Primtime-Block ab acht Uhr Abends führte nicht nur dazu, daß weniger Zuschauer dabei waren, sondern verursachte auch immer wieder Ersetzungen durch Sportsendungen und anderes. Während sich dies in der zweiten Staffel mit zwanzig gesendeten Episoden noch nicht bemerkbar gemacht hatte, nahm dies mit dem Beginn der dritten Sendestaffel absurde Formen an: mit dem Beginn der neuen Fernsehsaison 2000/2001 sendete Fox im November und Dezember nur die drei verbliebenen Episoden aus der zweiten Produktionsstaffel, wodurch eine lange Pause vom dritten Dezember bis zum 21. Januar entstand, in der entweder gar nichts oder nur Wiederholungen gesendet wurden.

Auch Anfang 2001 ging Fox mit Futurama nicht besonders nett um und vernachlässigte die Serie so sehr, daß bis Ende Mai insgesamt nur fünfzehn Folgen als dritte Staffel gesendet wurden. Dabei wurde auch die ursprüngliche Reihenfolge, die in den ersten zwei Staffeln noch einigermaßen eingehalten wurde, völlig durcheinandergewürfelt und von den 22 neuen Folgen der dritten Produktionsstaffel nur 12 gesendet - der Rest wurde ein Teil der vierten Sendestaffel und eine Episode wurde sogar noch ein Jahr länger zurückgehalten. Matt Groening und David X. Cohen hatten sich zwar genau die gleichen künstlerischen Freiheiten wie bei den Simpsons sichern können, aber gegen die Programmplanung des Senders waren sie zu ihrem großen Ärger machtlos.

Futurama in Hochform

Obwohl Futurama vom Sender immer schlechter behandelt wurde, ließen sich die Produzenten und Autoren davon nicht beirren und sorgten dafür, daß die Meßlatte in der dritten Produktionsstaffel in allen Disziplinen noch weiter nach oben gesetzt wurde. Dazu wurde das Autoren-Team um Eric Kaplan, Lewis Morton, Bill Odenkirk, Eric Horsted, Patrick Verrone, J. Stewart Burns und Ken Keeler mit Ron Weiner, Dan Vebber, Jeff Westbrook und Aaron Ehasz verstärkt und auch die Regisseure Peter Avanzino, Brian Sheesley, Ron Hughart, Merk Ervin, Bret Haaland, Susie Dietter, Rich Moore und Chris Louden wurden durch Swinton O'Scott, James Purdum und Pat Shinagawa ergänzt. Bei den Neuzugängen handelte es sich wie üblich meistens um Leute aus dem Simpsons-Team, die schon lange mit Matt Groening zusammengearbeitet hatten und so am besten in die Futurama-Crew paßten.

Das neu verstärkte Team legte in der dritten Produktionsstaffel noch mehr Wert auf die Entwicklung der Charaktere, deren Wege schon im Laufe der zweiten Staffel langsam angedeutet wurden, aber erst jetzt richtig weitergeführt wurden. Gleichzeitig kamen aber auch immer mehr große Ensemble-Geschichten zum Einsatz, aber von der berüchtigten "Lieferung der Woche" war weit und breit nichts zu spüren. Das ursprüngliche Schema geriet immer mehr in den Hintergrund und wurde von viel interessanteren Geschichten abgelöst, die weit über eine normale Trickfilm-Sitcom hinausgingen. Großes Science-Fiction-Kino gehörte genauso zum Programm wie das ganz alltägliche Leben im 31. Jahrhundert, denn es gab auch Geschichten, die die Erde erst gar nicht verließen und sich ganz anderen Genres widmeten.

The Big Picture

In der dritten Produktionsstaffel wurde erstmals deutlich, daß die Autoren schon von Anfang an viel mehr als nur eine lose Aneinanderreihung von Geschichten geplant hatten. Mit den Episoden The Day the Earth Stood Stupid und Roswell That Ends Well griffen die Autoren zum ersten Mal in die große Kontinuität der Serie ein und ließen nicht nur Fry eine ganz neue Bedeutung zukommen, sondern mit Leelas "Haustier" Nibbler auch einer Figur, von der man es am allerwenigsten erwartet hätte. Diese überraschenden Wendungen machten nur auf den ersten Blick den Eindruck Verlegenheitslösungen zu sein, denn tatsächlich hatten Matt Groening und David X. Cohen diese Konzepte schon von Anfang an geplant.

Fry wurde dadurch in der dritten Staffel wieder zu einem großen Hauptdarsteller, der in noch mehr Episoden als zuvor im Mittelpunkt steht. Parasites Lost ist nicht nur eine gelungene Parodie auf den Science-Fiction-Klassiker Fantastic Voyage und dessen komödiantisches Remake Innerspace, sondern führt mit Frys Beziehung zu Leela einen der großen roten Fäden von Futurama weiter. Mit The Luck of the Fryish wurde das erste Mal ein ausführlicher Blick in Frys Vergangenheit gewagt und in The Day The Earth Stood Stupid wird Fry dann sogar zum Retter der Menschheit, während die Zeitreise-Satire und Mutter aller Science-Fiction-Parodien Roswell That Ends Well sogar überraschenden Aufschluß über seine wahre Herkunft gibt. Der Lieferjunge aus der Vergangenheit muß aber in Insane in the Mainframe als zum Roboter klassifizierter Krimineller ganz schön leiden, darf sich dafür aber in der zuerst merkwürdigen, aber doch gelungenen Parodie auf die Gefahren des Internets I Dated A Robot mit einem Faksimile seiner Lieblings-Schauspielerin amüsieren.

Die Schöne und der Roboter

Auch über Leelas unglückliche Kindheit im Waisenhaus und ihren sehentlichsten Wunsch einfach nur normal zu sein erfährt man in der gelungenen Episode The Cyber House Rules mehr, aber die Baseball-Karriere der einäugigen Capitaneuse in A Leela Of Her Own wirkt mehr wie ein abgelegtes Simpsons-Drehbuch - dafür hat sie aber in vielen anderen Episoden fast immer eine tragende Rolle und beweist sich als vernünftigstes Mitglied der Planet Express-Crew, auch wenn sie in The Birdbot of Ice-Catraz das erste Mal aus Gewissensgründen ihren Dienst verweigert. Zwar hat Leela für Fry immer noch keine wirklichen Gefühle, ist aber seiner Zuneigung im Laufe der dritten Staffel nicht völlig abgeneigt und immer öfter arbeiten die Autoren auf die Tatsache hin, daß die beiden vielleicht eines Tages doch für einander bestimmt sind.

Bender macht seinem Ruf wieder einmal alle Ehre und ist in der dritten Staffel in so vielen Geschichten wie noch nie zuvor vertreten, die aber nicht alle wirklich gelungen sind. Die peinlich aufgesetzt wirkende Liebesgeschichte in Bendless Love kann überhaupt nicht überzeugen und auch sein Gig als behinderter Musiker in Bendin' in the Wind ist eine für Futurama völlig untypische Geschichte - dabei handelt es sich aber nur um Ausnahmen, denn Bender ist auch der Hauptdarsteller in einigen der besten Episoden. In der gelungen, an The Nightmare before Christmas angelegten Weihnachtsepisode A Tale Of Two Santas tritt Bender die Nachfolge des Robot Santa an, als Birdbot of Ice-Catraz bezahlt er seine Skrupellosigkeit gegenüber anderen mit einer Umwandlung zum künstlichen Pinguin, A Pharaoh to Remember macht ihn zum Wüstenherrscher mit Ambitionen für die Ewigkeit und Godfellas läßt ihn in seiner Einsamkeit in den Weiten des Weltalls philosophieren und über eine Mini-Zivilisation wachen. Letztendlich findet die dritte Produktionsstaffel mit The 30% Iron Chef einen würdigen Abschluß, in dem Bender seine Kochkünste verbessern will und dabei auch einen Abschied aus der Planet-Express-Crew in Kauf nimmt.

To Go Where No One Has Delivered Before

Auch wenn das Liefergeschäft nun nicht mehr ständig im Vordergrund steht, sind doch die Abenteuer von Planet Express immer noch der Anlaß für viele Geschichten und längst noch nicht verschwunden. Future Stock ist die erste Episode seit langem, die sich mit der Firma selbst beschäftigt und auch den sonst mehr im Hintergrund stehenden Charakteren größere Auftritte verschafft - darunter sind nicht nur der auch sonst immer präsente Buchhalter Hermes Conrad, sondern auch der zuvor kaum zu sehende Hausmeister Scruffy und sogar Hattie, die in früheren Episoden schon gelegentlich aufgetretene Futurama-Version der Crazy Cat Lady. Diese Episode bringt mit dem schmierigen Spekulanten, der nur als That Guy bezeichnet wird, einen der wenigen Eintagsfliegen ins Spiel, die von den Autoren nur für eine einzige Episode geschrieben wurden.

Futurama wäre natürlich nicht Futurama, wenn nicht Frys Lieblings-Urneffe und Planet-Express-Inhaber dabei wäre. Professor Farnsworth gibt sich diesmal nicht nur als verkalkter alter Trottel (wie in Future Stock) die Ehre, sondern wird in Time Keeps On Slipping auch seinem Ruf als verrückter, aber durchaus fähiger Wissenschaftler gerecht, der auch gerne mal mit basketballspielenden Aliens wie den Harlem Globetrotters hohe Mathematik und Physik praktiziert. Zum ersten Mal wird auch mit The Route of All Evil dem Nachwuchs eine Geschichte gewidmet, in der Professor Farnsworths junger Klon Cubert und Hermes' zum ersten Mal auftretender Sohn Dwight ihren alten Herren mit einem Zeitungs-Lieferservice Konkurrenz machen.

Natürlich hat auch Hubert Farnsworths Nemesis Mom in der dritten Staffel wieder ihren traditionellen Auftritt, der diesmal etwas dramatischer und ausführlicher als sonst ausfällt. Mom geht nämlich ans Eingemachte und versucht in Future Stock Planet Express zu übernehmen, nachdem der Professor von einem Wallstreet-Yuppie aus seiner eigenen Firma katapultiert wird - eine ideale Gelegenheit für die Autoren, wieder einen legendären Auftritt der einzigen wirklichen Antagonistin der Serie zu schreiben und das ganz dann auch noch gekonnt mit einer Wirtschafts-Satire zu verknüpfen.

Captains, Leutnants, Praktikantinnen und Doktoren


Die Abenteuer von Zapp Brannigan werden auch in der dritten Staffel fortgesetzt, denn gleich in der ersten Episode macht der eitle Captain in Amazon Women In The Mood eine ganze Menge Blödsinn, der zu einem seiner besten und frechsten Auftritte der gesamten Serie führte. Danach verschwindet Zapp aber nicht in der Versenkung und ist noch in drei weiteren Episoden als Nebencharakter dabei, während sich auch sein persönlicher Leutnant Kif Kroker von einem Running Gag zu einer richtigen Figur gewandelt hat. In der dritten Staffel tritt er hauptsächlich als Amy Wongs Freund in Erscheinung und muß zwar genauso wie sein Chef in Amazon Women In The Mood die Avancen der einheimischen Gigantinnen ertragen, kann sich aber in Where The Buggalo Roam als ganzer Mann gegenüber den Eltern seiner Liebsten beweisen.

Ebenfalls oft im Hintergrund dabei, aber nur in wenigen Episoden ganz im Vordergrund ist Professor Farnsworths Praktikantin Amy Wong, die gemeinsam mit ihren in der zweiten Staffel noch ganz abwesenden Eltern in Where The Buggalo Roam ihren großen Auftritt hat. Auch Planet Express-Arzt Dr. Zoidberg haben die Autoren in viele Episoden am Rande eingebaut, ihm aber mit That's Lobstertainment wie in der vorherigen Staffel eine ganze Episode gegönnt, in der er mit Hilfe seines ehemals berühmten Onkels seine Schauspiel-Leidenschaft in die Tat umsetzen will - natürlich folgt ihm die Planet Express-Crew dabei nach Hollywood, was die Autoren zum Anlaß nahmen, erstmals dem Serien-Star Calculon eine größere Rolle zu geben.

Stimmen für die Zukunft

Schon die Simpsons wurden immer mit einem besonderen Auge auf die Auswahl der richtigen Schauspieler für die Stimmen der Cartoon-Charaktere produziert und mit Futurama wurde diese Tradition natürlich fortgeführt. Schon zu Beginn der Serie wurde eine Besetzung von erstklassigen Sprechern und Schauspielern zusammengestellt, die auch in der dritten Staffel wieder antraten und die Stimmen ihrer Charaktere inzwischen perfekt beherrschen. Billy West, Katey Sagal, John DiMaggio, Tress MacNeille, Phil LaMarr, Maurice LaMarche, Lauren Tom und David Herman übertreffen sich wieder selbst und werden diesmal von Frank Welker als Nibbler (diesmal nicht nur in Form von Tiergeräuschen, sondern auch mit Dialog), Kath Soucie als Cubert und Dawnn Lewis als Hermes' Frau LaBarbara unterstützt.

Obwohl Matt Groening und David X. Cohen in Futurama mit der Köpfe-im-Glas-Technologie Gastauftritte von Schauspielern und anderen Berühmtheiten der Gegenwart sehr einfach möglich gemacht hatten, wurde mit Gastauftritten relativ sparsam umgegangen und die meisten Schauspieler auch für eine bestimmte Rolle engagiert und nicht nur um sich selbst zu spielen. "Golden Girl" Bea Arthur hat als Stimme des allmächtigen Femputers in Amazon Women In The Mood einen denkwürdigen Auftritt, während der Rapper Coolio in der Weihnachtsepisode A Tale of Two Santas kurz den Kwanza-Bot spricht. Die Rolle von Frys Bruder Yancy in The Luck of the Fryish wurde nicht an Billy West, sondern den Comedian Tom Kenny vergeben, während Phil Hendrie in The Birdbot of Ice-Catraz ein Comeback als zwei Mitglieder des Waterfall-Clans hat.

Aus terminlichen Gründen konnten diesmal allerdings John Goodman als Robot Santa und Dan Castellanetta als Robot Devil nicht dabei sein, deren Rollen aber originalgetreu von John DiMaggio und Maurice LaMarche übernommen wurden - dafür ist aber Simpsons-Sprecher Hank Azaria in That's Lobstertainment als Dr. Zoidbergs Onkel Harold Zoid zu hören. Für die Stimme von Benders aufreizender Freundin Angleyne hatten die Produzenten die ehemalige Saturday-Night-Live-Komödiantin Jan Hooks gefunden, die auch schon in den Simpsons Apus Frau Manjula gesprochen hatte. Auch der neue Charakter von Hermes' Sohn Dwight wurde nicht mit einem Stammsprecher, sondern mit dem Neuzugang Bumper Robinson besetzt.

Die richtigen Celebrity-Auftritte der dritten Staffel halten sich dagegen in überschaubaren Grenzen: Rockmusiker Beck spielt und singt sich in Bendin' in the Wind selbst und auch Lucy Liu konnten die Futurama-Produzenten für einen sehr selbstironischen Auftritt gewinnen. Baseball-Legenden Hank Aaron und Bob Uecker sind ebenfalls als Köpfe-im-Glas in der Episode A Leela Of Her Own dabei.

Zukunft in zwei oder drei Dimensionen

Während die Qualität der Animation schon seit der zweiten Staffel kaum noch zu überbieten war, glänzt die dritte Season vor allem mit innovativen neuen Designs. Viele Episoden gingen über die bisher gezeigten Kulissen hinaus und stellten die Animatoren vor völlig neue Herausforderungen, die mit Bravour bewältigt wurden. Fast in jeder Folge hat eine neue Szenerie Premiere, die von fremden Planeten über ganz irdische Perspektiven bis zum mikroskopischen Blick in den menschlichen Körper reichen und traditionelle 2D-Animation mit computergenerierten 3D-Elementen nahtlos miteinander mischen. Was in den frühen Episoden noch einen etwas experimentellen Eindruck gemacht hatte, war nun noch mehr verfeinert und verbessert worden. Mit den Erfahrungen aus den ersten beiden Staffeln hatte Rough Draft Animation nun die perfekte Form des Futurama-Universums gefunden, die dem typischen Zeichenstil von Matt Groening zu einem ganz neuen Leben verholfen hat.

Christopher Tyng war auch in der dritten Staffel wieder für die musikalische Untermalung der Episoden zuständig und hat sein Repertoire wieder um einige Stile erweitern können. Die bewährte Titelmusik kam natürlich immer noch zum Einsatz, aber die sonstige Musik konnte mit einem immer aufwendigeren und überraschenden Klang aufwarten, denn außer futuristischen Synthesizer-Klängen hatte der Komponistauch noch viele orchestrale Stücke zu bieten, die mühelos mit Scores von großen Blockbustern konkurrieren können, aber natürlich viel kürzer ausfallen. Die traditionelle Musical-Einlage wurde in dieser Staffel in A Tale of Two Santas untergebracht, während in Bendin' in the Wind einige Popsongs zu hören sind - darunter auch ein neu für die Episode geschriebenes Duo zwischen Beck und John DiMaggio als Bender. Auch in anderen Folgen kommen einige Songs kurz zum Einsatz, die alle ganz ausgezeichnet ausgesucht wurden.

Der Anfang vom Ende?

Mit der Fernsehausstrahlung der dritten Staffel wurde langsam klar, daß die Serie keine wirklich große Zukunft mehr haben würde. Das lag aber weder an der inhaltlichen Qualität noch an der allgemeinen Beliebtheit, sondern schlicht und einfach daran, daß Fox Television von Matt Groenings Versuch, aus dem niedrigen Niveau des amerikanischen TV-Einheitsbreis auszubrechen, überhaupt nicht begeistert war und die Serie auf schleichendem Weg plattmachen wollte. Mit Hilfe von einem ungünstigen Sendeplatz und einer unregelmäßigen Ausstrahlung wurden schlechte Einschaltquoten provoziert, aber solange der Sender noch neue Episoden in Auftrag gab, ließen sich die Produzenten von dieser Schikane nicht aufhalten.

So konnte trotz der widrigen Umstände die dritte Produktionsstaffel von Futurama zu einer neuen Höchstform auflaufen und einige der allerbesten Episoden hervorbringen - und auch den einzigen Emmy in der Geschichte von Futurama gewinnen, den es für die hervorragende Zeitreise-Story Roswell That Ends Well gab. Bei so vielen gelungenen Episoden kann man den Futurama-Machern aber auch eine kleine handvoll nicht ganz so gut gelungene Folgen verzeihen, die sich aber immer noch deutlich von anderem amerikanischen Fernsehdurchfall absetzen konnten. Futurama hatte mit der dritten Staffel zwar den Kampf gegen den Sender schon fast verloren, aber noch hatten Matt Groening und David X. Cohen die Flinte nicht ins Korn geworfen und ihrer Serie weiterhin eine Zukunft ermöglicht.

Die Episoden

  • Amazon Women in the Mood - Dank Zap Brannigans unverkennbaren Flugkünsten endet ein Doubledate zwischen Amy und Kif und Zap und Leela in einer Bruchlandung auf dem Planeten Amazonia, wo die vier Restaurantschiffbrüchigen von den liebeshungrigen Einwohnerinnen gefangen genommen werden.
  • Parasites Lost - Als Fry sich ein vergammeltes Sandwich von einem Raststätten-Klo genehmigt, entwickelt sich in seinem Magen eine Zivilisation von Bandwürmern. Seine Planet-Express-Kollegen eilen miniaturisiert zur Rettung - aber Fry ist durch seine Untermieter schlauer und einfühlsamer geworden als zuvor und kann dadurch endlich Leela für sich gewinnen.
  • A Tale Of Two Santas - Professor Farnsworth schickt seine Crew ausgerechnet zu Weihnachten zum Neptun, um eine Ladung von Briefen an den durchgedrehten Roboter-Weihnachtsmann zu liefern. Aber Fry, Leela und Bender entschließen sich, die Herrschaft von Robot Santa zu beenden und schaffen es, ihn zu besiegen. Zusammen mit den Neptunischen Ureinwohnern wollen sie ein richtiges Weihnachten mit Bender als neuem Weihnachtsmann ermöglichen...
  • The Luck of the Fryish - Fry versucht in den Ruinen des alten New York sein siebenblättriges Kleeblatt wiederzufinden und erfährt dabei erstaunliches aus der Vergangenheit seiner Familie.
  • The Birdbot of Ice-Catraz - Als Professor Farnsworth der Crew den Auftrag gibt, einen Öltanker durch die Gegend zu transportieren, quittiert Leela den Dienst und geht unter die Naturschützer. Aber Bender, Fry und Dr. Zoidberg lösen mit dem Öltanker eine Umweltkatastrope im Pinguin-Reservat auf Neptun aus...
  • Bendless Love - Im Planet-Express-Hauptquartier sind plötzlich eine ganze Menge Sachen verbogen - daran kann nur Bender schuld sein, der seiner eigentlichen Bestimmung im Schlaf nachgeht. Professor Farnsworth wirft ihn solange hinaus, bis er seinen Biege-Zwang woanders ausgelebt hat - Bender sucht sich daraufhin einen Job in einer bestreikten Firma, wo er auf seinen bösen Zwilling Flexo und die Roboter-Dame Angleyne trifft, in die er sich heftig verguckt....
  • The Day the Earth Stood Stupid - Fliegende Gehirne greifen den Planeten Erde an und wollen die Menschheit verdummen - aber sie haben nicht mit Fry gerechnet, der mit tatkräftiger Hilfe von Leelas Haustier Nibbler, der sich nicht als das herausstellt was er vorgibt zu sein, die Erde rettet.
  • That's Lobstertainment! - Dr. Zoidberg möchte endlich seine komödiantischen Fähigkeiten unter Beweis stellen und wendet sich an seinen Onkel Harold Zoid, einen früheren Filmstar, um in Hollywood berühmt zu werden. Aber der hält ihn für einen reichen Doktor und Zoidberg ihn für einen reichen Star...
  • The Cyber House Rules - Bei einem Waisenhaus-Klassentreffen triffe Leela auf einen ehemaligen Schulkollegen, der sich als plastischer Chirurg herausstellt und ihr ein zweites Auge implantieren möchte. Währenddessen adoptiert Bender Kinder en masse, um an die Sozialleistungen zu kommen...
  • Where the Buggalo Roam - Amys Eltern Leo und Inez veranstalten zum Mars Day ein großes Fest auf ihrer Ranch, aber als die Mars-Ureinwohner in einem riesigen Sandsturm die Wongsche Buggalo-Herde stehlen, ist die Party schnell vorbei. Amys Freund Kif bekommt dadurch aber die Möglichkeit, sich bei ihren Eltern zu profilieren...
  • Insane in the Mainframe - Fry und Bender werden für einen Bankraub verurteilt, den sie gar nicht begangen haben und werden von einem richtiger in eine psychiatrische Anstalt für Roboter geschickt. Bender fühlt sich dort wie zuhause, aber Fry wird dort so gepiesackt, daß er sich bald selbst für einen Roboter hält...
  • The Route of All Evil - Planet Express bekommt ungeahnte Konkurrenz aus den eigenen Reihen, als die Söhne von Professor Farnsworth und Hermes eine eigene Lieferfirma eröffnen und bald Professor Farnsworths Firma den Rang ablaufen. Fry, Leela und Bender versuchen derweil in Benders Bauch ein eigenes Bier zu brauen.
  • Bendin' in the Wind - Bender wird nach einer erneuten Begegnung mit dem Dosenöffner zum Invaliden, beginnt aber eine erfolgreiche Karriere als Folkmusiker und wird zum Helden aller kaputten Roboter.
  • Time Keeps on Slippin' - Die Erde wird wieder einmal von Aliens angegriffen, aber die angereisten Harlem Globetrotters wollen diesmal die Menschheit nur im Basketball herausfordern. Aber Professor Farnsworth stellt eine Mannschaft aus atomischen Supermännern auf, die das Raum-Zeit-Kontinuum ins Wanken bringen...
  • I Dated a Robot - Fry erfüllt sich mit der Hilfe des Internets einen seiner größten Wünsche und verschafft sich ein Date mit Lucy Liu in Roboterform. Bald finden er und seine Kollegen aber heraus, wo die Daten der Stars wirklich herkommen.
  • A Leela of Her Own - Fry, Leela und Bender versuchen einer Familie von immigrierten Aliens, die gegenüber Planet Express eine neue Pizzeria eröffnet haben, sich in New New York wie zu Hause zu fühlen. Bei einem gemeinsamen Blernsball-Spiel wird zu ihrer Überraschung Leela trotz - oder gerade wegen - ihres optischen Handicaps als professionelle Spielerin engagiert...
  • A Pharaoh to Remember - Bender ist deprimiert, weil er fürchtet in Vergessen zu geraten und noch nicht mal eine Beerdigung, die seine Freunde für ihn schmeißen, können ihn aufheitern. Als die Crew aber bei einer Auslieferung eines Sandstein-Blocks auf dem Planeten Osiris 4 von den Einheimischen gefangen genommen und von ihrem Pharaoh versklavt wird, sieht Bender seine große Chance auf Unsterblichkeit gekommen...
  • Anthology of Interest II - Professor Farnsworths Was-wäre-wenn-Maschine beantwortet diesmal die drei Fragen beantwortet was wäre wenn Bender ein Mensch, wie das Leben als Computerspiel wäre und Leela ihre wirkliche Heimat finden würde.
  • Roswell That Ends Well - Bei einer Supanova-Beobachtung bringt Frys unvernünftige Mikrowellen-Benutzung die Planet-Express-Crew per Zeitreise dahin, wo alles angefangen hat: in die Vergangenheit nach 1947, wo sie ausgerechner in Roswell abstürzen...
  • Godfellas - Bei einem Piratenangriff hat sich Bender ausgerechnet in einem Torpedoschacht schlafen gelegt und wird aus Versehen in die Weiten des Weltalls katapultiert. Ganz alleine bleibt er dort aber nicht, als er sich mit einem Asteroiden eine Mini-Zivilisation einfängt...
  • Future Stock - Ein Banker, der sich in den 1980er Jahren einfrieren lassen hat, übernimmt Professor Farnsworth in finanzielle Schwierigkeiten geratene Firma und schwört Planet Express wieder auf Vordermann zu bringen, hat aber genau das Gegenteil im Sinn...
  • The 30% Iron Chef - Bender versucht verzweifelt ein guter Koch zu werden, scheitert aber immer an seinem nicht vorhandenen Geschmackssinn. Deprimiert verläßt er die Erde und landet auf einem Obdachlosen-Planeten, wo er auf einen früheren Meisterkoch trifft..



Die DVD

Die dritte Futurama-DVD-Box mit den 22 Episoden der zweiten Produktionsstaffel wurde schon im Juni 2003 in England zu einem Zeitpunkt herausgebracht, an dem in den USA gerade mal die erste Season erschienen war. Die Europäer durften sich über eine weitere Staffel Futurama in ordentlicher Qualität und mit tollem Bonusmaterial in einer 4-Disc-Box freuen, die auch heute bis auf kleine Defizite beim Bild immmer noch begeistern kann. Die Verpackung besteht wie bei den vorherigen Boxen wieder aus Keepcases in einem stabilen Pappbox mit einem Plastikschuber, der diesmal aber mit Sichtfenstern auf drei Seiten ausgestattet ist und das Artwork der Box mit dem der Hülle verschmilzt.

Die hier rezensierte Ausgabe der dritten Futurama-Staffelbox ist die britische Version, da sich ein Import aus England damals wegen der in Deutschland um vier Monate verzögerten Veröffentlichung anbot und Futurama ja sowieso in der deutschen Synchronfassung kaum zu genießen war. Bis auf die anderen Tonspuren und Untertitel ist die britische Ausgabe aber identisch mit der deutschen Box.

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Die dritte Futurama-Produktionsstaffel auf den damals zuerst veröffentlichten europäischen DVDs kann im Prinzip mit der vorherigen Staffelbox mithalten, aber da die NTSC-Master ins PAL-Format hochinterpoliert werden mußten, machen sich dadurch ein paar kleine Einschränkungen bemerkbar. Die Qualität ist allerdings den Umständen entsprechend durchaus akzeptabel und bei genauem Hinschauen sogar etwas besser geworden.

Bei der dritten Staffel fällt vor allen Dingen ein übermäßiger Einsatz eines Schärfefilters auf, der mit Treppchenbildung und Doppelkanten die Einschränkungen des konvertierten NTSC-Bildmasters offenbart. Allerdings sind davon nicht alle Episoden betroffen, denn unabhängig von den Sendestaffeln sind ein paar Folgen nicht so stark aufgeschärft worden und können trotzdem mit einer ganz ordentlichen Detailtreue aufwarten. Die Auswirkungen des Schärfefilters sind auf Röhrengeräten natürlich weniger sichtbar als auf LCD-Displays, die zum Zeitpunkt der Produktion und der DVD-Veröffentlichungen noch nicht sehr weit verbreitet waren.

Das etwas dunklere Farbtiming der zweiten Staffel wurde beibehalten und läßt die Farben sehr satt und kräftig aussehen, ohne dabei zu sehr zu übertreiben. Die Kompression hat trotz einer nicht allzuhohen Bitrate keine Probleme mit der farbenfrohen Animation und macht sich nur in sehr komplexen Szenen wie den Vorspännen ein klein wenig bemerkbar. Es wurde wieder sauber von 24 auf 25 Frames pro Sekunde beschleunigt und diesmal sind die Episoden durchgängig progressiv und nicht mehr gelegentlich interlaced codiert.

Abgesehen von dem etwas zu agressiven Schärfefilter-Einsatz kann die dritte Futurama-Staffel auch mehr als fünf Jahre nach der DVD-Veröffentlichung immer noch mit einer ordentlichen Bildqualität aufwarten, besonders wenn man die Produktionsumstände bedenkt.

Ton

Die dritte Futurama-Staffelbox hat in Sachen Ton einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht, denn obwohl immer noch die ursprünglichen 2.0-Surround-Spuren der TV-Ausstrahlung verwendet wurden, sind die Abmischungen nicht mehr so frontlastig wie zuvor. Bei allen Tonspuren außer den Audiokommentaren wurde diesmal eine Tonhöhenkorrektur durchgeführt, so daß die Tonspur etwa einen halben Ton tiefer klingt als bei den ersten beiden Staffeln, aber dadurch dem US-Original entspricht.

Die englische Tonspur macht nun einen noch aufwendigeren Eindruck als zuvor und kann mit einem sehr verspielten Soundmix aufwarten. Die Musik breitet sich nun mehr auf die Surroundkanäle aus, die in manchen Folgen sogar ab und zu für diskrete Effekte verwendet werden. Auch die vordere Soundstage wird nun noch mehr für direktionale Sounds eingesetzt und sogar die Dialoge sind nun nicht mehr ausschließlich im mitteren Kanal verankert, sondern gelegentlich auch von den Seiten zu hören. Die Komplexität der Abmischung und des Sound-Designs kann mittlerweile durchaus schon mit großen Kinofilmen konkurrieren, obwohl nur in Dolby ProLogic gearbeitet wurde.

Deutsche Tonspuren gibt es auf der britischen Ausgabe des Boxsets nicht, sondern nur französische Synchronfassungen - allerdings nur für die Episoden der dritten Sendestaffel, so daß zehn Folgen lediglich mit englischen Tonspuren ausgestattet sind. Untertitel auf Englisch und Französisch sowie vier weiteren skandinavischen Sprachen gibt es aber trotzdem für alle Episoden. Das Bonusmaterial inklusive der Audiokommentare ist auf Englisch und Französisch untertitelt worden.

Bonusmaterial

Die Extras der dritten Futurama-Box bestehen wieder aus einer gelungenen Kombination von Kommentarspuren Deleted Scenes und vielen anderen Kleinigkeiten, die eine Goldgrube für Futurama-Fans sind. Die Menüs bergen nun noch mehr Überraschungen in sich - sie sind jetzt in 16:9 und noch viel verspielter als bei den vorherigen Staffeln.

Die Kronjuwelen dieser DVDs sind natürlich die Audiokommentare, mit denen jede der 22 Folgen ausgestattet ist. Matt Groening, David X. Cohen, die jeweiligen Regisseure und Autoren der Folge und bei einigen Folgen auch die Sprecher Billy West, John DiMaggio, Tress MacNeille und Maurice LaMarr geben sich hier die Ehre - und haben ganz viel Spaß dabei. Es wird zwar in erster Linie über die Episoden selbst und ihre Entstehungsgeschichte geplaudert, aber oft führt das eine zum anderen und dann wird doch über etwas völlig anderes geredet - was aber überhaupt nichts ausmacht, denn gerade durch diese informelle, lockere Art sind diese Kommentare mindestens genauso unterhaltsam wie die Folgen selbst. Da kann man der versammelten Gemeinschaft schon einmal gelegentliche längere Pausen in manchen Episoden verzeihen, die aber bei der dritten Staffel schon wesentlich seltener geworden sind als zuvor. Manchmal nimmt der Unsinn doch etwas überhand oder die Begeisterung schlägt ins Herumblödeln um - das ist besonders bei der Folge Roswell That Ends Well der Fall, weshalb für diese Episode noch ein zweiter, etwas sachlicherer Kommentar aufgenommen wurde.

Die restlichen Extras sind über die vier DVDs verstreut - das wichtigste davon sind die Deleted Scenes, die bei dieser Staffel besonders zahlreich sind und zwarwieder nur in VHS-Qualität vorliegen, aber dafür größtenteils wirklich sehenswert sind.

Disc 1

In einer Bildergalerie sind hier über 300 Seiten an Storyboards der Folge Parasites Lost untergebracht, die zwar sehr interessant sind, aber ruhig ein wenig größer sein könnten. Zwar kann man noch alles einigermaßen erkennen, aber spätestens nach der zehnten Seite wünscht man sich doch eine Lupe.

Deleted Scenes gibts zu jeder Episode auf dieser Disc:
• Amazon Women in the Mood (3 Szenen, 1:26)
• Parasites Lost (4 Szenen, 1:48)
• A Tale of two Santas (2 Szenen, 0:39)
• The Luck of the Fryish (2 Szenen, 0:25)
• The Birdbot of Ice-Catraz (4 Szenen, 1:53)
• Bendless Love (5 Szenen, 2:13)

Disc 2

Hier gibt es die Deleted Scenes zu folgenden Episoden:
• The Day the Earth stood Stupid (2 Szenen, 0:38)
• That's Lobstertainment (1 Szene, 0:32)
• The Cyber House Rules (5 Szenen, 1:31)
• Where the Buggalo Roam (1 Szene, 0:20)
• Insane in the Mainframe (3 Szenen, 1:11)

Disc 3

Auch auf diesr Disc gibt es nur Deleted Scenes zu diesen Episoden:
• Time Keeps on Slipping (3 Szenen, 0:39)
• A Leela of her Own (1 Szene, 0:11)
• A Pharao to Remember (1 Szene, 0:14)

Disc 4

Als komplett auf Computerbasis entstehende Zeichentrickserie ist Futurama für 3D-Grafik prädesteniert, aber selten kann man die Übergänge von 2D auf 3D wirklich erkennen - was ein Lob für die nahtlose Integrierung der 3D-Technik ist. Für diese DVD hat das Animationsstudio Rough Draft einige 3D-Modelle als kurze Clips inklusive Kommentar der Animatoren zusammengestellt:
• Mom Corp. Ship (0:34)
• Robot Arms Neighbourhood Backlot (0:20)
• Robot Santa and Sleigh Turnaround (0:21)
• Titanic Spaceliner (0:30)
• Hover Convertible (0:26)
• Buggalo Walk Test (0:14)
• Tornardo Wireframe to Color (0:18)
• Nibbler's Ship Turnaround (0:09)
• VW Van: Wireframe to Final Color (0:33)

Das Anthology of Interest II Animatic (22:39) folgt der Tradition der ersten beiden Futurama-DVD-Boxen, ein komplettes Animatic einer Folge im Bonusmaterial anzubieten. Diese Rohfassungen sind natürlich nicht gerade was fürs Auge, aber der Vergleich zur fertigen Folge und die frühe Fassung der Dialogspur ohne Effekte und Musik macht diese Version doch anschauenswert.

Die International Clips sind die übliche überflüssige Demonstration der Lokalisierung von Futurama. Hier kann man sich einen 1:45 Minuten langen Clip aus Amazon Women in the Mood mit wahlweise englischem, französischen, spanischen oder italienischen Ton antun.

How To Draw Characters bietet einen kleinen Zeichenkursus auf mehreren Bildschirmseiten, der einem beibringen will, wie man Leela und Fry aufs Papier bannen kann. Dabei handelt es sich nicht um einen kindergerechten Malunterricht, sondern schon um fortgeschrittene Zeichentechnik.

In der Still Gallery sind 58 Bilder von Konzeptzeichnungen, Bildern und anderem untergebracht, die sich diesmal hauptsächlich um die in der dritten Staffel neu eingeführten Charaktere drehen. Wie bei den Storyboards auf der ersten Disc läßt auch hier die Größe der digitalisierten Zeichnungen leider etwas zu wünschen übrig, aber trotzdem ist noch alles einigermaßen gut erkennbar.

Und auch auf dieser Disc sind wieder Deleted Scenes dabei:
• Roswell that ends well (1 Szene, 0:17)
• Future Stock (2 Szenen, 0:27)
• The 30 % Iron Chef (6 Szenen, 1:51)

Etwas Werbung ist unvermeidlich, hier ist es aber zum Glück nur in eigener Sache: als letzte Extras sind hier noch die Trailer für die ersten beiden Futurama-DVD-Boxen (1:31 und 1:17) dabei, sowie für das Futurama-Spiel (2:09).









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