Fantastic Voyage
Cover

15.08.2002

Titel Fantastic Voyage (Die Phantastische Reise)
Studio 20th Century Fox (1966)
Hersteller 20th Century Fox Home Video (2001)
DVD-Typ 9 (4,63 GB) Bitrate ø 6,83 max. 8,0
Laufzeit 96 Minuten Kapitel 24
Regionalcode 2 (Deutschland) Case Amaray 1 Transp.
Fernsehnorm PAL
Bildformat 2.35:1 16:9 yes
Tonspuren Dolby Digital 2.0 Surround 192 kbit/s Englisch 2.0 Mono 192 kbit/s Deutsch, Spanisch
Untertitel Englisch, Deutsch, Spanisch
Freigabe FSK 12
Extras • Original Kinotrailer

Allgemeines

Ein Wissenschaftler wird bei einem Anschlag verletzt und erleidet ein Blutgerinsel im Gehirn. Um ihn zu retten, wird eine geheime Technologie eingesetzt: Miniaturisierung. Ein Rettungsteam wird mit einem auf zellgröße geschrumpften U-Boot in die Blutbahn des Wissenschaftlers injiziert und soll das Blutgerinsel mit einem Laser "von innen" bekämpfen. Nicht nur die Reise durch den menschlichen Körper ist gefährlich, denn auch eins der Besatzungsmitglieder führt Böses im Schilde. Und es ist Eile geboten, denn die Verkleinerung hält nur sechzig Minuten an und wenn das U-Boot bis dahin nicht an der frischen Luft ist, wird es wegen der langesam wachsenden Größe von Antikörpern angegriffen...

Fantastic Voyage erstaunte 1966 die Kinobesucher mit mikroskopisch kleinen Trickaufnahmen aus dem Körper eines Menschen, die so realistisch aussahen, daß sogar Mediziner von ihnen getäuscht wurde. Die Rahmenhandlung ist natürlich nur ein Vehikel für die beeindruckenden Special-Effects und die Schauspieler beinahe nur Statisten, aber trotzdem schafft es der Film die Spannung knapp hundert Minuten aufrecht zu erhalten - die letzte Stunde spielt sich sogar fast in Echtzeit ab. Die technischen und medizinischen Details werden nicht zu stark in den Vordergrund gerückt, aber trotzdem wird eine geheimnisvoll-bedrohliche Atmosphäre erzeugt. Die wenigen Schauspieler bekommen nur selten Gelegenheit wirklich zu zeigen was sie können, aber die Szenen innerhalb des engen U-Boots wirken fast schon wie ein Kammerspiel.

Fox hat Fantastic Voyage in den USA als Doppel-DVD zusammen mit Voyage to the Bottom of the Sea, einem zweiten sehr bekannten Science-Fiction-Film aus den 60er Jahren, veröffentlicht. In Deutschland erschien Fantastic Voyage leider nur separat und der andere Film läßt weiter auf sich warten. Trotz des praktisch nicht vorhandenen Bonusmaterials kann man diese DVD wegen des hervorragenden Transfers empfehlen, solange man einen günstigen Preis erwischt. Leute mit Region 1-Importmöglichkeiten sollten aber lieber die US-DVD in Betracht ziehen.

Bild

Fantastic Voyage war einer der letzten Hollywood-Filme, die noch unter dem Banner "Cinemascope" produziert wurden. Warum 1966, als auch Fox schon viele Panavision-Filme gedreht hatte, noch die alte Bezeichnung des Systems verwendet wurde ist völlig unklar - genauso wie die Frage, ob wirklich noch alte Cinemascope-Linsen oder die neueren Panavision-Systeme verwendet wurden. Tatsache ist jedoch, daß man keine der bei älteren Cinemascope-Filmen öfter sichtbaren Verzerrungen ausmachen kann.

20th Century Fox hat sich alle Mühe gegeben, diesen über 35 Jahre alten Film in optimaler Qualität auf das digitale Medium zu bringen. Die Filmvorlage ist weitgehend frei von Kratzern und Fusseln - gelegentlich tauchen schon welche auf, die aber im allgemeinen Bildgetümmel kaum sichtbar sind. Erstaunlich ist, daß die Farben sehr gut erhalten sind und so gar nicht an das Alter des Films erinnern. Auch die Schärfe des Transfers kann sich sehen lassen, allerdings wurde hier ein klein wenig mit einem Filter nachgeholfen. Ebenfalls leicht mit einem Filter bearbeitet wurde die Körnigkeit des Filmmaterials, die auf manchen hellen Flächen sichtbar ist, aber auch nicht weiter stört. Die Kompression verhält sich unauffällig, obwohl die Bitrate ruhig noch etwas höher sein könnte. Die DVD-9 ist fast zur Hälfte leer, es sieht beinahe so aus als wäre da ein grober Fehler in der Kalkulation der Bitrate passiert. Trotzdem hat man es hier mit einem erstaunlich guten Transfer zu tun, der besonders die faszinierenden Special-Effects des Films hervorhebt.

Ton

So optisch beeindruckend Fantastic Voyage ist, so spartanisch sind die Tonspuren. Außer viel Dialogen, einer minimalistischen Score von Leonard Rosenman und nur sehr wenigen Geräuschen tut sich hier kaum etwas. Trotzdem überrascht diese DVD mit einer englischen Dolby-Surround-Tonspur, die zumindest ansatzweise eine mysteriöse und fast schon unheimliche Klangkulisse erzeugt. Während sich die Dialoge auf den mittleren Lautsprecher beschränken, ist die Musik sehr raumfüllend abgemischt worden. Geräusche, soweit überhaupt vorhanden, sind mit ein paar bemerkenswerten Ausnahmen auch nur aus dem Center zu hören. Woher dieser Stereo-Surroundmix stammt ist unklar, aber vielleicht handelt es sich dabei um eine 35mm-4-Track-Magnettonspur-Konvertierung - schade, daß die nicht gleich diskret abgemischt wurde. Die altersbedingt schwache Dynamik und der geringe Frequenzumfang läßt aber darauf schließen, daß es gar kein besseres Quellmaterial mehr gibt.
Die deutschen und spanischen Tonspuren sind "Plain Old Mono", und deshalb sollte man davon noch weniger erwarten als von der englischen Fassung. Neben den altersbedingten Problemen der Dolby-Surround-Spur kommt besonders bei der deutschen Fassung noch ein deutliches Rauschen und gelegentliches Knistern hinzu - ein bißchen Nachbearbeitung hätte da nicht geschadet. Da die deutsche Synchronfassung aber sowieso unter einer starken Tonstudio-Atmosphäre leidet, sollte man besser gleich auf die englische Fassung ausweichen und bei Bedarf deutsche Untertitel zuschalten. Leider hat Fox unnötigerweise die Umschaltung der Tonspuren und Untertitel per Fernbedienung abgeschaltet.

Menü & Specials

Obwohl es sich bei Fantastic Voyage um einen der ungewöhnlichsten und interessantesten Science-Fiction-Film der sechziger Jahre handelt, hat Fox sich bis heute nicht entschlossen eine ordentliche Special-Edition zu machen. So muß man hier mit einem einsamen Kinotrailer vorlieb nehmen und hoffen, daß sich Fox eines Tages doch noch erbarmt und wenigstens ein klein wenig Hintergrundmaterial auszugraben.

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