Monty Python and the Holy Grail Special Edition
Cover Cover Titel Monty Python and the Holy Grail
Studio Python (Monty) Pictures Ltd. (1974)
Hersteller Columbia-Tristar Home Video (2001)
DVD-Typ 2x9 (single sided, dual layer) Bitrate ø 6,99 max. 9,99
Laufzeit 92 Minuten Kapitel 28
Regionalcode 1 (USA, Kanada) Case Amaray Doppel
Fernsehnorm NTSC
Bildformat 1.85:1 16:9 yes
Tonspuren Dolby Digital 5.1 Surround 448 kbit/s 2.0 Mono 192 kbit/s Englisch 2.0 Surround Französisch 2.0 Surround Kommentar 1+2
Untertitel Englisch, Französisch, Spanisch
Freigabe MPAA PG
Extras Disc 1
• New! High Definition widescreen presentation with pink frilly edges!
• New! Soundtrack in glorious 5.1 Dolby Digital!
• New! Subtitles in English, French and Spanish
• New! Subtitles For People Who Don't Like The Film (taken from Shakespeare's Henry IV, Part II)
• New! On-Screen Screenplay: Read the screenplay while you watch the film!
• New! Enlightening commentaries by Terry Gilliam & Terr Jones, plus general complaints and back-biting by John Cleese, Eric Idle & Michael Palin
• New! Extraordinary Animated Menus with very loud 5.1 Dolby Digital sound!
• New! Fascinating Scene Selection feature: all-moving, all-singing, all-tax-avoidance
• New! Exciting "Follow The Killer Rabbit" Feature"
• New! A special feature for the Hard of Hearing
• Almost New! A glorious extra 24 seconds absolutely free!
• Second Hand! Mono soundtrack in glorious old-fashioned mono!
Disc 2
• New! Three Mindless Sing-Alongs!
• New! Join Michael Palin and Terry Jones in their special feature documentary: The Quest for the Holy Grail Locations!
• New! How To Use Your Coconuts (an educational film)
• New! Monty Python and the Holy Grail in Japanese! (With English subtitles)
• New! Monty Python and the Holy Grail in Lego!
• New! "On Location with The Pythons" - genuine 18 min. location report made in 1974 by BBC Film Night (broadcast 19th Dec., 1974)
• New! An Interactive Cast Directory - discover just how many roles Michael Palin plays!!
• New! Tons of Terry Gilliam's original sketches plus posters!
• New! Behind-The-Scenes Photos - hitherto unseen by human hand!
• New! A Load Of Rubbish - a surprise package of mystery items specially included for the mentally challenged.
• New! Unused Locations! How the directors' recce used up the budget!
• New! Unused ideas!
• Plus! Theatrical Trailers and, of course, Weblinks for real nurds!

Allgemeines

Fast fünf Jahre lang machten die Monty Pythons mit ihrem Flying Circus zwischen 1969 und 1974 in 45 Sendungen die britische Fernsehlandschaft unsicher. 1971 wurde zwischendurch sogar ein erster Kinofilm namens And now for something completely Different gedreht, der die besten Sketche aus dem Flying Circus enthielt. Aber 1974 wurde alles anders, denn da begannen Graham Chapman, Eric Idle, Terry Jones, Michael Palin und Terry Gilliam ihren ersten Kinofilm auf eigene Faust zu drehen. Die Parodie auf die Legende des König Arthur basierte auf einem frühen Drehbuch, dessen Sketche dann größtenteils in die letzte Flying Circus-Season eingebaut und dann durch neue ersetzt wurden. Erstmals führten auch zwei Pythons Regie - Terry Jones und Terry Gilliam teilten sich den Job. Aber Monty Python and the Holy Grail ist weitaus mehr als nur eine bloße Aneinanderreihung von Sketchen geworden. Es gibt tatsächlich so etwas wie einen roten Faden, und trotz des extrem niedrigen Budgets konnte die dunkle, dreckige Mittelalter-Szenerie erstaunlich realistisch gestaltet werden. Daß der Film auch heute noch urkomisch ist, muß ich ja nicht noch extra erwähnen.
Holy Grail hat weltweit einen solchen Eindruck hinterlassen, daß einige Begriffe in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen sind. Man muß nur einmal die Sache mit den Kokosnüssen und den Schwalben erwähnen, dann wird jeder sofort an diesen Film denken. Abgesehen davon macht dieser Film auch nach 27 Jahren einen riesigen Spaß und bleibt einer der wenigen Komödienklassiker, die ewig in Erinnerung bleiben werden.

Schon zum 25. Jubiläum wurde Holy Grail ansatzweise restauriert und in England von 20th Century Fox auf VHS herausgebracht. Anfang 2001 wurde von Columbia-Tristar unter der Führung von Produzent John Goldstone und den fünf überlebenden Pythons eine Restauration im ganz großen Stil in Angriff genommen. Das Ziel war eine Kino-Rerelease, für die ein blitzblanker neuer Print und eine Dolby 5.1-Soundtrack geschaffen wurde. Die Zweitverwertung war auch schon vorprogrammiert: die alte DVD von Columbia sollte durch eine 2-DVD-Special-Edition ersetzt werden. Im Oktober war es dann endlich so weit - die hohen Erwartungen wurden sogar noch übertroffen. Eine ordentlich verbesserte Bildqualität, eine wundervolle neue Tonspur und eine Sammlung von Extras, die man gar nicht für möglich gehalten hat dürfte nicht nur für Fans des Films als Anschaffungsgrund zählen. Auch die Verpackung, so simpel sie auch sein mag, ist gelungen: die beiden DVDs sind in einem üblichen Doppel-Amaray untergebracht, das aber in einem schimmernden Plastikschuber steckt, der sehr robust ist und so schnell nicht kaputtgehen dürfte. Die Covertexte und das Booklet sind im typischen Monty-Python-Stil verfaßt worden und machen schon Spaß, bevor man überhaupt die DVD in den Player gelegt hat. Wenn man dann als erstes den Film startet, wird man gleich zu Beginn auf einen Python-Witz reinfallen - man bekommt nämlich mitnichten zuerst den Film zu sehen, mehr darüber würde aber den Überraschungseffekt verderben.

Leider ist Columbia-Tristar bei der Erstauflage, die zum Zeitpunkt dieser Kritik (Anfang Dezember 2001) offenbar weder zurückgezogen noch korrigiert wurde, ein böser Fehler unterlaufen. Auf manchen DVD-Playern, darunter viele von Sony, Toshiba und auch die Dxr3/HollywoodPlus-Decoderkarte aktivieren sich die Untertitel im Film ständig von selbst und gehen dann auch nicht mehr aus. Offenbar steht dieser Fehler in direktem Zusammenhang mit dem Killer-Rabbitt-Feature, aber eine Lösung außer einer korrigierten Auflage gibt es für die betroffenen Playern nicht. Für aktuelle Informationen über das Problem kann man sich im Forum von Pythonline informieren. Trotz dieses ärgerlichen Fehlers ändert das nichts daran, daß diese DVD einfach spektakulär geworden ist - jedoch sollte man vom Kauf der amerikanischen DVD absehen, bis es eine Neuauflage gibt. Laut unbestätigten Gerüchten soll Holy Grail im Frühjahr 2002 auch in England mit gleicher Ausstattung erscheinen.

Bild

It was fortunate that we had kept the original negative from the shoot in good condition and so in striking a brand new master from the original negative to make the high definition master we were able to bring the picture back to its original glory. (Zitat aus dem Booklet)
Als Monty Python and the Holy Grail für die Kino-Wiederaufführung aufbereitet wurde, ist noch viel mehr als eine einfache Kopie des Kameranegativs gemacht worden - eine filmbasierte sorgfältige Restauration war nötig, um den Film wieder in einen vorführbaren Zustand zu versetzen. Dieser Restaurierte Print wurde natürlich auch für die DVD verwendet, und das Ergebnis ist wirklich beeindruckend.
Kratzer oder Fussel sind auf ein Minimum reduziert worden, wirklich starke Beschädigungen sind nicht vorhanden. Die Körnigkeit des Filmmaterials ist allgegenwärtig, aber drängt sich nicht störend in den Vordergrund und sieht einfach aus wie ein Teil des Filmbilds.
Der anamorphe Transfer entspricht den hohen Standards, die Columbia-Tristar in den letzten Jahren gesetzt hat. Das Bild ist erstaunlich stabil und macht einen sehr ruhigen Eindruck. Die Schärfe ist angenehm und wird nur durch die Auflösung des Filmmaterials begrenzt. Besonders gut gelungen ist das Farbtiming, vom Grünstich der stark verblaßten früheren Versionen ist nichts mehr zu sehen. Zum ersten Mal seit einer Ewigkeit sieht Grail wirklich lebending und natürlich aus. Insgesamt ein erstaunlich guter Transfer, wenn man bedenkt in welchem Zustand das Quellmaterial war.

Ton

In order to make the Dolby Digital soundtrack, we re-built the sound from the basic mono magnetic tracks, stereoized Neil Innes' songs and the incidental music and added new atmospheric backgrounds to make a full stereo version of the Grail for the first time. (Zitat aus dem Booklet)
Die Bemerkung im Booklet faßt es gut zusammen: aus der ursprünglichen Mono-Tonspur wurde eine 5.1-Version gemischt. Als Basis mußte zum Glück nicht die fertig gemischte Soundtrack dienen, denn die getrennten Tonspuren für Geräusche, Musik und Stimmen waren noch auffindbar. Die neue Abmischung versteht es das 5.1-Tonsystem gut zu nutzen. Die Musik klingt, als wäre sie schon in Stereo aufgenommen worden und nimmt oft die gesamte vordere Soundstage und auch die Rearkanäle in Beschlag. Ansonsten kommen die Surroundboxen nur sporadisch zum Einsatz, dafür macht aber die vordere Soundstage einen angenehm räumlichen Eindruck. Stimmen, Musik und Geräusche hören sich so kristallklar an, daß man das Alter der Tonelemente nicht erahnen kann. Wo die "new atmospheric backgrounds" eingesetzt wurden, konnte ich auf Anhieb gar nicht feststellen, denn die gesamte 5.1-Soundtrack klingt wie aus einem Guß gemacht. Außer diesen vermutlich neuen Hintergrundgeräuschen wurde aber noch etwas anderes aufbereitet: Michael Palin hat seine gesamten Voiceovers neu aufgenommen. Die ursprüngliche Versionen hatten eine zu schlechte Tonqualität um in die neue Abmischung hineinzupassen, weil sie auf dem Set aufgenommen wurden. Die Neufassung unterscheidet sich aber bis auf die bessere Verständlichkeit überhaupt nicht von der alten.
Columbia-Tristar hat hier einen äußerst gelungenen Remix hinbekommen, der sich nicht vor neueren Filmen zu verstecken braucht. Aber auch der Ursprung wurde nicht vergessen, denn zusätzlich befindet sich auch noch die alte Mono-Tonspur mit auf der DVD. Im Vergleich mit der Neuabmischung zeigt sich, wieviel da wirklich verbessert wurde - insbesonders die Dialoge sind in der Mono-Version viel dumpfer und teilweise auch unverständlich. Eine französische Synchronfassung als 2.0-Surround-Downmix, die offenbar auf der 5.1-Version basiert, ist auch noch vorhanden. Etwas verwirrend ist allerdings, daß die DVD standardmäßig mit der Mono-Tonspur startet. Man kann jedoch die Tonspuren und Untertitel ohne Beschränkungen auch mit der Fernbedienung auswählen.

Menü & Specials

Eine Monty-Python-DVD braucht echte Monty-Python-Menüs, dachte sich Columbia offenbar und verpaßte dieser DVD laut Cover extraordinary animated menus with very loud 5.1 Dolby Digital sound! Diese scheinen direkt aus der Phantasie des Python-Zeichners Terry Gilliam entsprungen zu sein, so ähnlich sind sie den berühmten Zeichentrick-Sequenzen aus dem Flying Circus und natürlich auch aus Holy Grail selbst. Wahrscheinlich wurde die Menügestaltung Der besondere Effekt dieser Menüs ist, daß man sie eine ganze Zeit lang anschauen kann und immer wieder irgendetwas neues über den Bildschirm flattert. So laut wie angekündigt ist die Tonuntermalung nicht, aber wenn man nicht genau hinschaut kann einen das eine oder andere Geräusch doch schon zusammenzucken lassen, da die Surroundkanäle voll ausgenutzt werden.
Das Bonusmaterial ist ohne nur im geringsten zu übertreiben vom Allerfeinsten. Neben der "üblichen" Ausstattung wie Audiokommentar und Making-Of sind noch eine ganze Menge andere Sachen dazugekommen. Obwohl das Bonusmaterial auf die zweite DVD ausgelagert wurden, befinden sich doch noch einige mit dem Film verknüpfte Extras auf der ersten DVD.

Disc 1

Zwei der großen Stars dieser DVD sind natürlich die Audiokommentare, die gleichzeitig auch eine Überraschung bieten. Die erste Kommentarspur mit den beiden Regisseuren Terry Gilliam und Terry Jones wurde nicht neu für diese DVD aufgenommen, sondern stammt von der 1995 veröffentlichten Criterion-Laserdisc des Films. Das ist besonders erwähnenswert, weil die Criterion Collection nur selten eigenes Material an andere lizensiert und auf vielen Laserdiscs ähnliche Extras verborgen sind, die oft nie mehr in anderer Form ans Tageslicht kommen. Terry Jones und Terry Gilliam haben einen ganz Python-typischen Kommentar aufgenommen, der viele Anekdoten, eine gehörige Portion Humor und Unsinn und einen kritischen Rückblick auf die Dreharbeiten einschließt. Wie üblich bei einem Criterion-Kommentar ist nicht immer alles ganz szenenspezifisch, zwischendurch wird auch einmal näher auf die Anfänge und Vorgeschichte der Monty Pythons eingegangen.
Die zweite Kommentarspur mit John Cleese, Michael Palin und Eric Idle wurde neu für diese DVD aufgenommen, überschneidet sich aber kaum mit dem Criterion-Kommentar - und wenn dann nur um eine Anekdote aus einer anderen Sicht zu erzählen. Wenn der Criterion-Kommentar etwa zwei Drittel Information und ein Drittel Unsinn bietet, dann ist es beim zweiten Audiokommentar ungefähr umgekehrt. Die drei Pythons haben weitaus mehr lustige Sachen zu erzählen, die sich selten direkt um die Inszenierung drehen, sondern mehr um das, was sie als Darsteller alles zu erleiden hatten. Obwohl die Dreharbeiten eine ziemliche Tortur gewesen sein müssen, wird auf beiden Kommentarspuren nie etwas wirklich böses über die Kollegen gesagt.

Sogar die Untertitelspuren bergen zwei Extras in sich - neben den Englischen, Französischen und Spanischen Untertiteln befinden sich noch zwei weitere Spuren auf der DVD. Die erste enthält die Subtitles for people who don't like the Film - hier wurde Shakespeares Henry VI auseinandergepfriemelt und jede Originaldialogzeile durch eine aus dem Stück ersetzt. Wer immer auch diese Mordsarbeit gemacht hat, das Ergebnis ist unglaublich witzig. Die zweite Spur enthält das komplette Drehbuch, daß man sich parallel zum Film auf dem Bildschirm anzeigen lassen kann.
Ein weiteres Extra auf der ersten DVD ist das Follow The Killer Rabbit-Feature - mal ehrlich, wer hat das denn nicht kommen sehen? Einmal aktiviert, wird á la Matrix gelegentlich ein Icon in Kaninchenform angezeigt, und man kann auf Knopfdruck dann eine Bildtafel mit Rechnungen, Konzeptzeichnungen oder ähnlichem aufrufen. Manchmal sind es ganz belanglose Schnipsel, oft aber auch eine von Terry Gilliams verrückten Zeichnungen.

Disc 2

Three Mindless Singalongs
Vielleicht das einzige bißchen vom Bonusmaterial, was überflüssig ist - drei Szenen aus dem Film mit fest eingebrannten Untertiteln als Karaoke-Version. Das kann man auch haben, wenn man sich den Film auf der ersten DVD mit Untertiteln anschaut. Um es nicht zu langweilig zu machen, ist die dritte Szene mit einem witzigen Intro versehen worden.

The Quest for the Holy Grail Locations
Für diese 46minütige Dokumentation haben sich Michael Palin und Terry Jones nach 27 Jahren auf den Weg nach Schottland gemacht, um die Orte wiederzufinden an denen damals gedreht wurde. Das erinnert vor allen Dingen an Michael Palins Reisedokumentationen und ist hier mit dem zusätzlichen Python-Witz ausgestattet. Terry und Michael treffen alte Bekannte und wundern sich daß das Schloß, in dem fast alles gedreht wurde, nun zu einer Touristenattraktion geworden ist. Eine herrliche Dreiviertelstunde lang erfährt man alle möglichen und unmöglichen Dinge über den Film. Immer wieder sind kurze Filmausschnitte zu sehen, um den Zustand der Drehorte von damals mit heute zu vergleichen - das ganze ist sehr clever geschnitten. Diese Doku endet genauso wie der Film selbst, mehr sage ich dazu jetzt nicht, denn das muß man sich schon selbst ansehen. Die Doku wurde auf Video gedreht und liegt hier im blitzblanken anamorphen 1.78:1 mit 2.0-Surroundton vor. Besser geht von Inhalt und Qualität kaum noch.

Sacred Relics
Unter Coconuts verbirgt sich ein kleiner, dreiminütiger Film über die Verwendung von Kokosnüssen. Mit Michael Palin in der Hauptrolle eines ultraernsten Beamten scheint dieser Sketch direkt aus dem Flying Circus entsprungen zu sein.
Die Japanese Version zeigt zwei Szenen mit insgesamt acht Minuten in der japanischen Synchronfassung mit optionalen englischen Untertiteln. Was soll der Quatsch, fragt man sich da gleich - aber erstmal reinhören, dann wird man schon feststellen daß die Japan-Synchro unfreiwillig komisch wirkt. Insbesondere die ins englische Rückübersetzten Untertitel dürften einige Freude hervorrufen.

Ein kleiner Schatz aus den Fundgruben der BBC ist der BBC Film Night Location Report, der wohl eigentlich ein ganz ernster Bericht über die Dreharbeiten werden sollte - aber da haben die Reporter nicht mit den Pythons gerechnet, die sich ihre typischen Kommentare nicht verkneifen konnten. Abgesehen von den Nonsense-Interviews fängt diese Doku die bei den Dreharbeiten herrschende Atmosphäre aber sehr gut ein.

Unter Old Rubbish befinden sich Texttafeln mit Faksimiles von Pressemitteilungen für die Premiere und eine vorgelesene Filmkritik. Artefacts beherbergt einige Filmposter, während Photos eine große Bildergallerie mit über neunzig einzelnen Fotos zu bieten hat. Nicht schlecht für einen Film dieses Alters.
Der Originaltrailer in Fullframe und Mono ist mit dabei, und auch die Rerelease-Version, die nur aus dem ursprünglichen Trailer mit einem drangesetzten Schluß besteht. Sehenswert ist das aber auf jeden Fall, denn wie alles was die Pythons gemacht haben ist auch der Trailer etwas ganz besonderes.
Das Cast-Menü ist nicht nur eine bloße Auflistung der Schauspieler, sondern eine detaillierte Übersicht, wer von den Pythons welche Rolle gespielt hat. Python-Kenner wissen das natürlich, aber trotzdem kann man hier sehr gut nachschlagen wer z.B. im Schlamm herumgekrochen ist.

Im Menü Unshot Footage sind die letzten Extras untergebracht. Die Lego Knights demonstrieren, wie man Holy Grail auch mit Lego-Figuren hätte in Szene setzen könenn - es ist ein unheimlich liebevoll produzierter Stopmotion-Zeichentrickfilm der Knights of the Round Table Musicalszene, komplett in Lego realisiert. Einfach klasse, auf diese Idee muß man erst einmal kommen.
Location Recce ist ein dreiminütiger Clip von verschiedenen ausgesuchten Drehorten, die damals Testweise gefilmt wurden. Langweilig? Nicht mit Terry Gilliam und Terry Jones, die über den Clip einen Kommentar aufgenommen haben und versuchen sich daran zu erinnern, was dieser Film eigentlich bewerkstelligen sollte.
Last, but not least wären hier die Unused Ideas, die aus dreizehn Gilliamschen Storyboards für nicht gedrehte Szenen bestehen. Wenn man sich einmal an Terry Gilliams Zeichenstil gewöhnt hat, kann man sich ein sehr gutes Bild davon machen wie die Szenen vielleicht ausgesehen hätten.

Tja, das war die Special-Edition von Monty Python and the Holy Grail. Die lange Wartezeit war es wirklich wert, das muß man allen beteiligten Personen wirklich lassen. So werden Vorbilder in der DVD-Industrie geschaffen - so rundum gute DVDs wie diese sind immer noch eine Ausnahme.