O Brother, Where Art Thou?
Cover Titel O Brother, Where Art Thou
Studio Universal / Touchstone (2000)
Hersteller Columbia TriStar Home Video (2001)
DVD-Typ 9 (single sided, dual layer) Bitrate ø 8,8 max. 9,8
Laufzeit 104 Minuten Kapitel 24
Regionalcode 2 (Deutschland) Case Amaray I
Fernsehnorm PAL
Bildformat 2,35:1 16:9 yes
Tonspuren Dolby Digital 5.1 Surround 384 kbit/s Englisch, Deutsch, Italienisch 2.0 Surround 192 kbit/s Spanisch
Untertitel Englisch, Deutsch, Arabisch, Bulgarisch, Tschechisch, Holländisch, Hebräisch, Ungarisch, Türkisch
Freigabe FSK 12
Extras Keine
Allgemeines
Die Coen-Brüder sind wieder da - mehr braucht man eigentlich zu O Brother, where art thou? nicht sagen. Lose basierend auf Homers Odyssey wird die Geschichte von drei ausgebrochenen Sträflingen erzählt, die zur Zeit der Depression in den Südstaaten der USA einem Schatz nachjagen. Auf ihren Wegen passieren ihnen so einige merkwürdige Dinge und ihnen laufen viele merkwürdige Gestalten über den Weg. Mit George Clooney, John Tuturro und Tim Blake Nelson ungewöhnlich, aber effektiv besetzt gelingt es den Coen-Brothers einen fast schon parabelhaftes, aber gleichzeitig höchst amüsantes und unterhaltendes Bild der Zeitepisode zu zeichnen. Die traumhafte Cinematographie und ein Soundtrack, die fast ausschließlich aus alten Blues- und Countrystandarts besteht machen diesen Film zu einem richtigen Vergnügen. Mir wird O Brother immer durch die fantastische Version des Songs Man of Constant Sorrow in Erinnerung bleiben. Richtig enttäuscht las ich später, daß George Clooney gar nicht selbst gesungen hatte, sondern dies einem professionellem Sänger überließ. Allerdings sind diese Sequenzen so gut geloopt worden, daß man es nur merkt wenn man es wirklich weiß.
Columbia-Tristar und Universal veröffentlichten O Brother als DVD zuerst in Deutschland, die US-Rechte liegen beim Mitproduzenten Buena Vista. Die RC2-DVD bietet zwar eine überdurchschnittlich gute Bild- und Tonqualität, aber leider überhaupt keine Extras. Die amerikanische DVD hat dagegen zwei insgesamt knapp 20-Minütige Featurettes, ein paar Storyboard-Vergleiche, ein Musikvideo von Man of Constant Sorrow und einen Trailer. Universal hat offensichtlichtlich für die deutsche DVD keine Rechte für diese Extras bekommen können, so daß man besser die US-Version in Betracht ziehen sollte wenn man sich sehr dafür interessiert. Ich habe wegen des früheren Erscheinungsdatums und des niedrigen Preises trotzdem der deutschen DVD den Vorzug gegeben.
Bild
"Don't adjust your sets" wäre als Warnung vor dem Film vielleicht angebracht, weil es sicher ein paar Leute geben wird die sich über das extrem desaturierte Aussehen des Films wundern werden. Das rötlich-braune Aussehen, das an die "Sepiatone"-Farben zu Beginn von The Wizard of Oz erinnert, variiert ständig und konnte nur durch moderne Computertechnik erreicht werden. Auf chemischer Basis wäre ein so kompliziertes Farbtiming nicht möglich gewesen, deshalb wurde der gesamte Film digitalisiert, die Farbkorrektur vorgenommen und danach wieder auf übliches Filmmaterial ausgegeben. Diese Prozedur sieht man dem Film aber überhaupt nicht an, ganz im Gegenteil: diese DVD bietet eine fantastische Bildqualität. Die Filmvorlage ist frei von jeglichen Beschädigungen, Körnigkeit ist auch nicht zu sehen. Eine extrem gute Bildschärfe sorgt dafür, daß auch die kleinsten Details der wunderbaren Szenerie sichtbar sind. Die extrem hohe Bitrate sorgt dafür, daß keinerlei Kompressionsartefakte sichbar sind, und auch die ungewöhnliche Farbpalette wird perfekt wiedergegeben. Stellenweise sieht das Bild etwas grell aus, das ist aber durchaus absichtlich so gestaltet worden. Der Film hat einfach ein kristallklares Aussehen, daß einem fast aus dem Fernseher zu springen scheint.
Ton
Auf den ersten Blick bietet O Brother eine unspektakuläre Soundtrack. Erst beim genaueren Reinhören entpuppen sich die 5.1-Tonspuren als eine perfekt ausgeklügelte Sache, die im Rahmen des Tonsystems eine sehr realistische Klangkulisse schaffen. Die vordere Soundstage wird vor allem von der Musik ausgenutzt, wenn es sich nicht gerade wie beim Titelsong um ein Stück in Mono handelt. Alle Musikstücke klingen klar und deutlich, teilweise werden auch die Surroundkanäle eingesetzt. Auch Umgebungsgeräusche werden über alle Lautsprecher verteilt und bietet so einen angenehmen Rundumklang. Die deutsche Tonspur unterscheidet sich von der englischen nur in den Dialogen, die erwartungsgemäß in der Originalfassung viel realistischer klingen und besser in die Sountrack integriert sind. Jedoch sprechen alle Charaktere einen sehr kräftigen Südstaaten-Akzent, der sogar für englischkundige Zuhöhrer nur schwer verständlich sein dürfte. Deshalb sollte man aber nicht gleich auf die deutsche Tonspur ausweichen, die leider die herrliche Atmosphäre der Originalfassung vollständig zerstört - englische oder deutsche Untertitel in Verbindung mit der englischen Tonspur sind viel sinnvoller.
Menü & Specials
Das Menü ist in der üblichen, langweiligen Universal-Gestaltung gehalten und enthält außer dem Szenenindex und der Tonspurauswahl absolut nichts. Wenigstens ein Trailer wäre hier als Alibi-Bonusmaterial nett gewesen, aber nicht einmal den hat Universal einem hier gegönnt. Schade um die vertanen Möglichkeiten.