Tom Petty & The Heartbreakers - High Grass Dogs

Cover Titel Tom Petty & The Heartbreakers - High Grass Dogs
Studio Warner Bros. Records (1999)
Hersteller Warner Reprise Video (2000)
DVD-Typ 5 (single sided, single layer) Bitrate ø 6,29 max. 8,0
Laufzeit 90 Minuten Kapitel 19
Regionalcode 2-6 Cover Super-Jewel
Fernsehnorm PAL
Bildformat 2.00:1 16:9 no
Tonspuren Dolby Digital 5.1 Surround 448 kb/s Musik PCM 2.0 Stereo 1536 kb/s Musik
Untertitel Keine
Freigabe FSK ohne Altersbeschränkung
Extras Keine

Allgemeines

Jahrelang war es still um Tom Petty und die Heartbreakers. 1991 schien es nach dem Album Into the Great Wide Open so, als hätte die Band aufgehört zu existieren. Nach einem "Best Of"-Album mit zwei neuen Stücken machte Tom Petty noch zwei Soloalben, auf denen zwar auch einige der Heartbreaker mitspielten, aber bis 1999 waren die Band weder live noch im Studio zu hören. Schlagzeuger Stan Lynch war inzwischen ausgestiegen und wurde durch Steven Ferrone ersetzt. Dazu kam noch Scott Thurston als Unterstützung - die dritte Inkarnation der Heartbreakers war geboren und machte nicht nur das neue Album "Echo" sondern ging auch auf eine weltweite Konzerttour.
Diese DVD enthält einen Querschnitt von zwei Konzerten am 15. und 16. März 1999 in San Franciscos Fillmore, einem Ort an dem die Heartbreakers auch früher schon oft spielten. Die Songs wurden nicht besonders gut ausgewählt, denn die echten Highlights des Sets fehlen. Auch sind hier einige ziemliche Rohrkrepierer anwesend, auf die ziemlich daneben gegangene Akustik-Version von "Even the Losers" hätte man ruhig verzichten können. Dafür ist aber ein Überraschungsauftritt von Bo Didley im Programm, der diesem Konzert einen ganz besonderen Charme verlieh. Einen Monat später traten die Heartbreakers in einem kleinen Club in Hamburg auf, und der WDR sendete am darauffolgenden Tag das gesamte zweistündige Konzert. Die Sendung hatte zwar eine schlechtere Tonqualität als diese DVD, aber es waren die besseren Songs zu hören.
Die Kameraführung dieser DVD ist fast schon amateurhaft und soll wohl Videoclip-artig sein, die Atmosphäre der kleinen Bühne vom Fillmore kann das aber kaum richtig einfangen. Die guten Tonspuren rechtfertigen dennoch einen Kauf dieser DVD.
Trackliste
01. California (Intro)
02. Jammin' Me
03. Runnin' Down a Dream
04. Swingin'
05. Breakdown
06. Listen to her Heart
07. You don't know how it feels
08. Mary Jane's Last Dance
09. Mona (feat. Bo Didley)
10. Lay Down my old Guitar
11. Even the Losers
12. Walls
13. Angel Dream
14. Room at the Top
15. Country Farm
16. You wreck me
17. I don't wanna fight
18. Free fallin'
19. Free Girl Now

Bild

Die Bildqualität ist für eine DVD entsetzlich. Man hat das Gefühl, daß hier ein VHS-Band als Master verwendet wurde, anders ist das extrem matschige, unscharfe Bild kaum zu erklären. Die teils recht farbenfrohe Bühnenbeleuchtung wird zudem auch noch durch Farbrauschen beeinträchtigt und die starken Nachzieheffekte machen den Eindruck als ob hier fünfundzwanzig Jahre alte TV-Kameras eingesetzt worden wären.
Die Konzertszenen sind künstlich auf 2:1 gemattet worden, was dazu führt daß fast immer Köpfe abgeschnitten werden. Die Bildkomposition (soweit man das MTV-Style-Chaos hier überhaupt nennen kann) wirkt dadurch unnötig beengt. Möglicherweise ist die mieserable Bildqualität auch durch eine schlecht durchgeführte Normwandlung von PAL nach NTSC entstanden, ein so verschwommenes Bild erinnert stark an den amerikanischen Nachrichtensender CNN. Hier hätte man viel besseres draus machen können, angenehm anzusehen ist diese DVD auf keinen Fall.

Ton

Der Ton ist das genaue Gegenteil vom Bild, besser könnte es eigentlich nicht sein. Zur Auswahl stehen eine PCM-Stereospur und eine DD-5.1-Spur mit 448 kbit/s. Die PMC-Spur ist nicht zur Wiedergabe im ProLogic-Modus geeignet, ist aber ein hervorragend dynamischer und druckvoller Stereo-Mix, der auch als CD gut geeigent wäre. In Sachen Räumlichkeit wird er aber deutlich vom 5.1-Mix geschlagen, der die Bühnenatmosphäre besser wiedergibt. Die vordere Soundstage ist nicht besonders breit, aber dafür werden die Surroundkanäle geschickt zur Erzeugung eines realistischen Raumklangs eingesetzt. Natürlich sind die Instrumente nicht plötzlich von hinten zu hören, aber das Echo und das Publikum wurden schon vorsichtig dorthin gemischt. Diese Tonspuren machen beide richtig Spaß und sind anderen Konzertabmischungen haushoch überlegen. Leider lassen sich die Tonspuren nur über das DVD-Menü umschalten, Untertitel sind auch in keiner Sprache vorhanden.

Menü & Specials

In den 08/15-Menüs ist außer Kapitelanwahl und Tonspurauswahl kein einzelnes Byte mehr vorhanden. Die Verweigerung jeglichen Bonusmaterials degradiert diese DVD zum VHS-Band mit Dolby-Digital-Ton. Schade um die vertanen Möglichkeiten.