Star Trek VI - The Undiscovered Country [Special Edition]
Cover

15.02.2004 - #248

Titel Star Trek VI - The Undiscovered Country
Studio Paramount Pictures (1991)
Hersteller Paramount Home Entertainment (2004)
DVD-Typ 2x9 (7,13 & 7,60 GB) Bitrate ø 8,28 max. 9,9
Laufzeit 113:12 Minuten Kapitel 15
Regionalcode 1 (USA/Kanada) Case Alpha Doppel weiß
Fernsehnorm NTSC
Bildformat 1.96:1 16:9 yes
Tonspuren Dolby Digital 5.1 Surround 448 kbit/s Englisch 2.0 Surround 192 kbit/s Englisch, Französisch, Kommentar
Untertitel Englisch
Freigabe MPAA PG / Canada PG
Extras • Commentary by Star Trek VI director Nicholas Meyer and screenwriter Denny Martin Flinn
• Text commentary by Michael Okuda and Denise Okuda
• Movie-making: stories from Star Trek VI (six featurettes)
• The Star Trek Universe
  - Conversations With Nicholas Meyer
  - Klingons: Conjuring the Legend
  - Federation Operatives
  - Penny's Toy Box
  - Together Again
• Art Imitates Life
  - The Perils of Peacemaking
• A Farewell
  - DeForest Kelley - A Tribute
  - Original cast & crew interviews
• Promotional Material
  - Theatrical Trailers
  - 1991 convention presentation by Nicholas Meyer
• Archives: Production gallery, storyboards

Allgemeines

Die Explosion von Praxis, einem Mond der für Energieproduktion genutzt wurde, bringt das klingonische Imperium in eine bedrohliche Lage. Durch die enormen militärischen Ausgaben bleiben den Klingonen keine Rückhalte um mit so einer Katastrophe alleine fertig zu werden, und so eröffnet Gorkon, der Kanzler der klingonischen Hohen Rats, Gespräche mit der Förderation. Ausgerechnet Captain Kirk, der den Verlust seines von Klingonen getöteten Sohns immer noch nicht verwunden hat, soll mit der Enterprise und ihrer Crew Gorkons Schiff zu einer Friedenskonferenz auf der Erde begleiten - Kirk nimmt sich jedoch zusammen, und die Crew absolviert sogar ein gemeinsames Abendessen auf der Enterprise mit den Klingonen. Dann passiert aber das völlig Unerwartete: zum Entsetzen der Crew feuert die Enterprise einen Torpedo auf das klingonische Schiff ab und mitten im daraus entstehenden Chaos beamen zwei Attentäter hinüber und erschiessen Kanzler Gorkon. Als Kirk und McCoy hinüberbeamen um herauszufinden was passiert ist, werden sie vom militärischen Führer General Chang festgenommen, nachdem sie den sterbenden Kanzler Gorkon nicht mehr retten konnten. Kirk und McCoy, drei Monate vom Ruhestand entfernt, werden von einem klingonischen Gericht zu lebenslanger Zwangsarbeit auf einem Gefangenenplaneten verurteilt - nun liegt es an der Crew der Enterprise das Mordkomplott aufzudecken, ihre Kameraden aus der Gefangenschaft zu retten und den beginnenden Frieden zwischen der Förderation und den Klingonen zu erhalten...


Nachdem der erste Startrek-Kinofilm 1979 mehr oder weniger ein mißglückter Start war, holte Paramount den jungen Regisseur Nicholas Meyer für den nächsten Film, um praktisch den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Die Rechnung ging zum Glück sehr gut auf und führte zu einer hervorragenden Reihe von drei weiteren Filmen, die nicht nur die Fans begeistern konnten. Nachdem Nicholas Meyer die Regie von Star Trek III ablehnte, übernahm Spock-Darsteller Leonard Nimoy die Regie um den Vulkanier nach seinem Tod im vorherigen Film wieder zum Leben zu erwecken und im vierten Teil die Enterprise-Crew eine Zeitreise in die Vergangenheit machen zu lassen. Der fünfte Film wurde dagegen von William "Captain Kirk" Shatner gedreht, der nach den Regieerfolgen seines Kollegen auf den Geschmack kam - und scheiterte. Star Trek V wurde zwar kein völliger Reinfall, blieb aber finanziell und bei den Kritikern weit hinter seinen Vorgängern zurück. Das blieb auch den Produzenten und Geldgebern nicht verborgen, die nun vor der Aufgabe standen einen neuen Regisseur für die unvermeidliche Fortsetzung zu finden.

Gefunden wurde der Retter schließlich in Nicholas Meyer, der außer seiner Regiearbeit The Wrath of Khan auch zusammen mit Leonard Nimoy an The Voyage Home mitgearbeitet hat und sich vom anfänglichen Startrek-Neuling zum Insider entwickelt hatte. Meyer, Nimoy und Drehbuchautor Denny Martin Flynn hatten auch schon eine interessante Story für den neuen Film parat, der auch der letzte Auftritt der alten Crew um Captain Kirk werden sollte: Katastrophe im klingonischen Imperium, Attentat, Gefangennahme, Komplott... die Idee zur Geschichte von The Undiscovered Country war geboren. Der Film reflektiert die damals aktuellen politischen Ereignisse - den Zusammenbruch der Sowjetunion und das Ende des kalten Krieges. Das klingonische Imperium steht stellvertretend für die Sowjetunion, die Explosion von Praxis für das Tschernobyl-Unglück und Kanzler Gorkon natürlich für Gorbatschow. Durch diese Parallelen wurde aus Startrek erstmals mehr als nur Science Fiction: das intelligente, vielschichtige Drehbuch hält der Realität einen Spiegel vor die Nase und traut sich zugleich zu zeigen, daß es auch in der bisher immer sauberen Startrek-Förderation nicht alles perfekt ist.

Star Trek VI hält sich nicht viel mit technischen Details auf, der Film konzentriert sich fast ausschließlich auf die Geschichte und die Charaktere. Zwar gibt es wie immer jede Menge schöne Ansichten der herumfliegenden Enterprise zu sehen und sogar eine zünftige Raumschlacht, aber dennoch bleiben die Science-Fiction-Klischees in der Schublade und machen Platz für wichtigere Sachen. Besondere Aufmerksamkeit widmet der Film der Enterprise-Crew, die nach 25 Jahren nun kurz vor dem Ruhestand steht - jetzt wird es nicht mehr verborgen, daß die Helden alt geworden sind. Jeder der Enterprise-Crew hat so seine eigenen Probleme damit, besonders aber Kirk, der nicht nur mit seinem Haß gegenüber den Klingonen zu kämpfen hat, sondern sich auch einer für ihn unvorstellbaren neuen Weltordnung gegenüber sieht. Auch Spock ist nicht mehr ganz sicher mit sich selbst selbst, aber letztendlich stellt sich heraus daß die ältere Generation nicht unbedingt der jüngeren unterlegen sein muß. Trotz der vielen ernsten Anlässe blieb aber der Humor nicht auf der Strecke, der aber hier nicht von der schenkelklopfenden Art ist, sondern meist nur zu einem Lächeln verhilft.

Neben den altbekannten Charakteren, von denen jeder einen ganz besonderen Moment hat, kommen in Star Trek VI einige bemerkenswerte neue hinzu. Kim Cattrals Lt. Valeris, die junge vulkanische Akademieabgängerin, die nicht ganz das ist was sie zu sein scheint, ist nur eine davon. Christopher Plummer gibt als Klingonen-Haudegen Chang eine einzigartige Vorstellung, gegen die William Shatner kaum eine Chance hat. David Warner, der in Star Trek V nur eine undankbare kleine Rolle hatte, bekommt als Kanzler Gorkon Gelegenheit seine schauspielerischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und bietet genauso wie Gorkons Tochter Azetbur, gespielt von Rosanna DeSoto, einen ruhigen Gegenpol zum gefährlich wirkenden General Chang. Einige bekannte Nebenrollen aus den anderen Filmen sind in The Undiscovered Country als Abschied noch einmal zu sehen: Brock Peters als Admiral Cartwright, Mark Lenard als Spocks Vater und vulkanischer Botschafter, Kurtwood Smith als Förderations-Präsident und letztendlich auch kurz Grace Lee Whitney, die schon 25 Jahre vorher in TOS als Yeoman Rand mit dabei war. Unter soviel Startrek-Prominenz geht das Supermodel Iman in einer ihrer wenigen Filmrollen als Chamäleonid Matria schon ein wenig unter, aber zumindest hat sie die Ehre die letzte Frau zu sein, die sich an Captain Kirk auf der Leinwand heranschmeissen darf.

Nicholas Meyer setzt ein atemberaubendes Tempo, das in keiner Sekunde des Films auch nur die geringste Langeweile aufkommen läßt. Soviel Handlung auf einmal wurde zuvor kaum einmal in einem Startrek-Film untergebracht - man hat fast das Gefühl, daß die Geschehnisse sich in Echtzeit auf der Leinwand abspielen. Dafür ist neben Nicholas Meyers gekonnter Regie auch die innovative Kameraarbeit von Hiro Narita verantwortlich, der hauptsächlich für die Brückenszenen auch wieder eine Steadycam eingesetzt hat, aber die Kameraführung schaukelt überhaupt nicht so amateurhaft hin und her wie in Star Trek V. Auch die Special-Effects erstrahlen in gewohnter Qualität, denn sie wurden nun wieder von Industrial Light and Magic gemacht.

Musikalisch wurde Star Trek VI ein Experiment: Nicholas Meyer holte nicht etwa den alteingesessenen Komponisten Jerry Goldsmith an Bord, sondern den jungen, unbekannten Cliff Eidelmann. Der schrieb eine für einen Startrek-Film ungewöhnlich düstere Musik, die aber perfekt zum Film paßt und dabei nicht so stark auf den mittlerweile etwas zu bekannten Themen der anderen Filme angewiesen ist. Tatsächlich ist gegen Ende des Films Alexander Courages Startrek-Fanfare das einzige Zitat, was sich die Musik des Films überhaupt gönnt, aber dennoch läßt Cliff Eidelmann in keiner Minute seiner Score Zweifel offen daß es sich hier um einen waschechten Startrek-Film handelt.

Was beim Vorgänger aus dem Ruder lief, klappte bei Star Trek VI - The Undiscovered Country hervorragend: die Mischung aus Action, Abenteuer und Humor ist perfekt gelungen und aus Eintrag Nummer sechs der Startrek-Annalen einen der besten Filme der Serie, der wegen seiner Vielschichtigkeit nicht nur von Trekkies hoch gelobt wird. Es ist ein wunderbarer Abschluß von 25 Jahren mit Kirk, McCoy, Sulu, Uhura und Scotty - besser hätte man die alte Enterprise-Crew kaum noch verabschieden können. Aber der Film war nicht nur der Abschluß einer Startrek-Generation, sondern auch das Ende einer Ära: Startrek-Schöpfer Gene Roddenberry starb wenige Tage, nachdem er den ersten fertigen Schnitt des Films begeistert und zufrieden angeschaut hatte.
Die neue DVD von Star Trek VI nur als Collector's Edition zu bezeichnen, ist schon fast eine Untertreibung, denn Regisseur Nicholas Meyer hat nicht nur den neuen Transfer überwacht und den Bildausschnitt verbessert, sondern auch einige kleine, aber sinnvolle Szenenänderungen gemacht, die noch zu der 1993 veröffentlichten erweiterten Videofassung dazugekommen sind. Warum Paramount dann die Disc auch gleich "Director's Edition" wie bei Star Trek II genannt hat, ist unverständlich - was die DVD aber keinesfalls schlechter macht. Über vier Jahre nach der Veröffentlichung einer extralosen DVD mit unterdurchschnittlichem Bild hat sich Paramount nun kräftig angestrengt und mit Star Trek VI die beste Trek-Special-Edition von allen produziert. Auch für diejenigen, die noch die alte DVD besitzen, gibt es nun keinen Grund mehr sich nicht die neue Special-Edition anzuschaffen.

Bild

Genauso wie bei der Special-Edition von Star Trek V wurde auch bei dieser DVD die Bildqualität mit Spannung erwartet, weil die frühere, extralose Veröffentlichung nur einen mehr schlechten als rechten nicht-anamorphen Transfer enthielt. Das hat Paramount mit der neuen Collector's Edition endlich in Ordnung gebracht und einen nagelneuen State-of-the-Art-Transfer gemacht, der The Undiscovered Country endlich in seinem vollen Glanz erstrahlen läßt.

Star Trek VI ist der einzige der zehn Star-Trek-Filme, der nicht im üblichen Panavision-Scope-Format, sondern in Super35 mit sphärischen statt anamorphen Kameralinsen gedreht wurde - von einem 1.37:1-Kameranegativ wird ein Ausschnitt von 2.35:1 verwendet. Das hat einerseits den Vorteil mit sphärischen Linsen drehen zu können und damit den Verzerrungen von anamorphen Verfahren bei der Aufnham eaus dem Weg zu gehen, aber andererseits auch eine reduzierte Schärfe und eine höhere Körnigkeit, weil im Gegensatz zu Scope nur ein Teil der Auflösung des 35mm-Films genutzt werden kann. Im Kino war Star Trek VI in 2.35:1 zu sehen, aber schon für die ersten Videos und Laserdiscs wurde die Abdeckung etwas geöffnet und das Format auf ca. 2:1 geändert - ohne dabei Bild abzuschneiden, sondern dazuzugeben. Die vorherige DVD hatte ein Format von 1.96:1, was auf der neuen DVD ebenfalls der Fall ist.

Der neue anamorphe Transfer hat zwar mit 1.96:1 das gleiche Format wie die frühere Version, allerdings ist der Bildausschnitt ein wenig anders gesetzt worden. Das ist nicht willkürlich geschehen, sondern ist durchaus Absicht: bei der neuen Abtastung wurde auch gleich das Framing unter Anleitung von Regisseur Nicholas Meyer Szene für Szene neu angepaßt. Die Unterschiede sind minimal, meistens wurde dabei der Bildausschnitt ein Stück nach oben verschoben um etwas mehr Raum über den Köpfen der Darsteller zu schaffen, aber an einigen Stellen wurde das Bild auch leicht seitlich versetzt. Auch das Farbtiming wurde angepaßt und ist jetzt nicht mehr ganz so grell wie vorher.

Die Bildqualität des neuen Transfers ist bemerkenswert gut, auch wenn man die Probleme des Super35-Formats in Betracht zieht. Die Vorlage ist in einem guten Zustand und wurde bis auf eine handvoll kleinere punktuelle Dropouts erfolgreich gesäubert. Wie zu erwarten war tritt die Filmkörnigkeit formatbedingt etwas stärker hervor, wurde aber kaum mit einem Rauschfilter bearbeitet, so daß keine unangenehme Nebenwirkungen auftreten. Die Körnigkeit gibt dem Film ein etwas rauhes, unsauberes Aussehen, was aber durchaus gewollt ist und der dunklen Stimmung zugute kommt. Durch die vorsichtige digitale Nachbearbeitung ist die Schärfe auch für einen Super35-Film wirklich gut und deckt viele Details auf, die auf den früheren Transfern immer verborgen blieben.

Ton

Eigentlich gilt Batman Returns als erster Film mit Dolby-Digital-Soundtrack, aber schon 1991 wurde Star Trek VI in 5.1 abgemischt und mit einigen 35mm-Digitaltonkopien zusammen mit den althergebrachten 70mm-6-Track-Versionen ins Rennen geschickt. Obwohl es sich hier um eine 5.1-Soundtrack der ersten Stunde handelt, ist die Abmischung auch heute noch beeindruckend und konkurrenzfähig.

Zu Beginn des Films wird man erst einmal von Cliff Eidelmanns Filmmusik eingehüllt, die sich über alle Lautsprecher ausbreitet und in einem gewaltigen Crescendo zeigt, wie gut die Dynamik dieser Soundtrack ist. Die darauf folgende Explosion hört sich zuerst sehr frontlastig an, aber wenn die Schockwelle an der Kamera vorbeirast, läßt es die Soundtrack doch ganz schön krachen. Eigentlich ist Star Trek VI aber ein ungewohnt dialoglastiger Film, der aber auch in den leisen Szenen den Raum immer mit einer Menge von leisen Nebengeräuschen füllt. Die Stimmen beschränken sich auch nicht ausschließlich auf den mittleren Kanal und sind zwar nicht immer direktional, aber doch manchmal von den Seiten und den Surroundkanälen zu hören. Gegenüber der alten DVD wurde die Tonspur wahrscheinlich nicht neu abgemischt, was aber auch gar nicht nötig war: hierbei handelt es sich um eine hervorragende Soundtrack, die schon damals ihrer Zeit weit voraus war und heute immer noch hervorragend klingt.

Die ebenfalls enthaltene englische 2.0-Surround-Tonspur klingt erstaunlicherweise etwas dumpfer als die 5.1-Track, und der französischen Tonspur fehlt dazu auch noch etwas im Baßbereich. In jedem Fall sollte man also auf die englische 5.1-Tonspur ausweichen, die von den dreien am allerbesten klingt.

Bonusmaterial

Da, wo die Special-Edition des letzten Startrek-Films ziemlich enttäuscht hatte, kann die neue DVD von The Undiscovered Country kräftig Punkte sammeln - so viel interessante Extras mit vernünftigem und intelligenten Inhalt hat es zuvor bei den Startrek-SEs noch nicht gegeben. Das einzige, was bei dieser DVD nicht so gut gelungen ist, sind die Menüs - die Animation ist zwar bemerkenswert, aber beim genaueren Hinsehen sieht es doch alles etwas zu künstlich aus.

Der Audiokommentar von Regisseur Nicholas Meyer und Autor Denny Martin Flinn gehört zu einer ganz besonderen Art seiner Gattung, die schon fast ausgestorben ist. Wie es schon Nicholas Meyer alleine bei seinem Kommentar zu Star Trek II getan hat, konzentrieren sich die Filmemacher auch hier weniger auf die technischen Details der Dreharbeiten, sondern erzählen von den Hintergründen, Begleitumständen und kleine Anekdoten. Dies ist kein "we did this like that"-Kommentar, enthält aber gerade deswegen eine erstaunliche Menge von höchst interessanten Informationen. Die intelligente Herangehensweise der beiden Filmemacher dürfte für die meisten Startrek-Fans uninteressant sein, aber für ernsthaft interessierte Filmliebhaber ist es genau das richtige. Technische Fakten und Details aller Art bekommt man dafür im Textkommentar von Michael und Denise Okuda geboten, der auf dieser DVD so vollgepackt ist wie vorher noch nie und allerhand erstaunliche Kleinigkeiten aufdeckt.

Die zweite DVD beginnt mit The Perils of Peacemaking (26:31), einer kurzen Dokumentation die sich den Parallelen zwischen Film und Wirklichkeit widmet. Nicholas Meyer und Leonard Nimoy vergleichen zusammen mit Dr. Angela Stent von der Georgetown-Universität und Botschafter Dennis Ross vom Washingtoner Institut für Nahostpolitik die Ereignisse vom Zusammenbruch der Sowjetunion mit der Umsetzung im Film und geben eine detaillierte und tiefgreifende Übersicht über die Zusammenhänge, die komplexer sind als man annehmen könnte.

• Stories from Star Trek VI (57:17) ist eine Sammlung von einzelnen Dokumentationen, die sich mit der Filmproduktion beschäftigen und besteht hauptsächlich aus neuen Interviews, die mit Fotos und einigem seltenen Behind-the-Scenes-Material ergänzt wurden. Alle Dokumentationen kann man auch zusammen hintereinander abspielen.

It started with a Story (9:44) beschreibt die ersten Entstehungsphasen des Films, Prejudice (5:02) wirft einen interessanen Blick auf die Vorurteile gegenüber den Klingonen im Film und dem heutigen Rassismus. Director Nicholas Meyer (5:57) ist ein Kurzportrait über den ungewöhnlichen Regisseur, in dem Leonard Nimoy, Ralph Winter, William Shatner, Christopher Plummer und viele andere von seiner Art der Inszenierung erzählen und eine Menge ernst gemeinten - und verdienten - Lob für ihn übrig haben. Shakespeare and General Chang (5:52) wirft einen Blick auf den Shakespeare-begeisterten Klingonengeneral, seine Darstellung durch Christopher Plummer und die oft versteckten Shakespeare-Anspielungen.

Bringing it to Life (23:25) ist die eigentliche Making-Of-Dokumentation der DVD. William Shatner, Leonard Nimoy, Christopher Plummer, Nicholas Meyer und andere erinnern sich an ihre Erlebnisse während der Dreharbeiten, aber auch Kameramann Hiro Narita und Production Designer Herman Zimmermann kommen zu Wort und erzählen interessantes über die optische Ausstattung und wie sie in Szene gesetzt wurde. Komponist Cliff Eidelmann wird zum Schluß ein großer Teil der Dokumentation gewidmet, der in Interviews zusammen mit den anderen Filmemachern von der entstehung der bemerkenswertesten Filmmusik erzählt, die je ein Startrek-Film gehabt hat.

Farewell and Goodbye (7:03) wirft einen Blick auf die Entstehung der letzten Szene des Films, die gleichzeitig auch das Ende der Dreharbeiten markierte. Schauspieler und Filmemacher erinnern sich mit einer Träne im Knopfloch an die letzten Tage und Stunden der Dreharbeiten, aber trotzdem artet dies nicht in Kitsch aus und bildet einen schönen Schluß der fast einstündigen Dokumentation über den letzten Startrek-Film mit der alten Crew.

• The Star Trek Universe

Conversations With Nicholas Meyer (9:31) – "Making movies is the closest equivalent I can think of to running away and joining the Circus." meint Nicholas Meyer zu Beginn dieses kleinen Featurettes und erzählt von seiner ganz besonderen Art des Filmemachens und seinen Erlebnissen dabei.

Klingons: Conjuring the Legend (20:44) ist eine faszinierende, aber trotzdem überraschend sachliche Dokumentation über die Entwicklung der Klingonen von der ersten Startrek-Serie bis heute - nicht aus der Sicht der begeisterten Fans, sondern aus der der Produzenten und Schauspieler.

Federation Operatives (4:52) – Ein interessanter kleiner Clip, der eine Übersicht über alle Schauspieler in Star Trek VI gibt, die schon einmal in anderen Startrek-Filmen und Serien mitgespielt haben - das alles in der lustigen Form eines Top-Secret-Starfleet-Briefings.

Penny’s Toy Box (6:05) – die Startrek-Archivistin Penny Juday gibt eine kleine Tour durchs Archiv und zeigt einige Requisiten, die auf der Leinwand immer ganz toll aussehen und sich letztendlich meist als schäbiges Pappmaché-Etwas herausstellen - es ist nicht immer alles Gold, was glänzt, auch nicht bei Startrek.

Together Again (4:56) – William Shatner und Christopher Plummer erinnern sich an ihre gemeinsamen Theaterschauspiel-Anfänge in Kanada, wobei natürlich Shatner wie üblich sein übergroßes Ego zur Schau stellt und Plummer der weitaus ruhigere und sachlichere der beiden ist.

• A Farewell

DeForest Kelley: A Tribute (13:18) ist die längst fällige Retrospektive des 1999 verstorbenen Schauspielers, in der nicht nur Wert auf seine Rolle als Dr. "Bones" McCoy gelegt wird, sondern auch auf die vielen Western, in der er seit Ende der vierziger Jahre mitgespielt hat. In Interviews erinnern sich William Shatner, Leonard Nimoy, Christopher Plummer, Nicholas Meyer, Ralph Winter und viele andere erinnern sich an Kelleys ruhige Art und Weise und seine für einen Schauspieler ungewöhnliche Bescheidenheit.

Die Original Cast & Crew Interviews sind eigentlich nur Cast-Interviews, denn von der Filmcrew ist hier niemand dabei. Dafür sind diese Interviews von 1991 das einzige Filmmaterial, in dem sich die anderen Startrek-Darsteller außer William Shatner und Leonard Nimoy äußern.
William Shatner (5:04), Leonard Nimoy (6:25), DeForest Kelley (5:02), James Doohan (5:32), Nichelle Nichols (5:38), George Takei (5:26), Walter Koenig (5:30) und Iman (5:06) beantworten die gestellten Fragen sehr sachlich und entspannt, obwohl es nicht ausschließlich immer um den neuen Film geht. Der Werbecharakter ist hier offensichtlich, aber trotzdem sind diese Interviews sehr interessant.

• Promotional Material

Ganz wichtig sind hier die Trailer, denn der Teaser (1:28) wurde zum 25. Jubiläum gemacht und enthält zwar kein Material aus Star Trek VI, projeziert aber in wundervoll nostalgischer Weise Szenen aus der Serie und den Filmen auf eine vorbeifliegende Enterprise - und auch der Theatrical Trailer (2:22) repräsentiert den Film bemerkenswert gut. Die 1991 Convention Presentation by Nicholas Meyer (4:48) sind ein paar Minuten Behind-the-Scenes-Aufnahmen, die von Nicholas Meyer eingeleitet werden und für die 1991er Startrek-Convention als erster Einblick in den neuen Film zusammengestellt wurden.

• Archives

Die Production Gallery (3:22) ist keine übliche Bildergalerie, sondern besteht tatsächlich aus einer Reihe von faszinierenden Behind-the-Scenes-Aufnahmen. Die Storyboards werden hier allerdings als Bildergalerien präsentiert und sind von vier Szenen zu sehen, davon eine ("Leaving Space Dock") die überhaupt nicht gedreht wurde. Die Storyboards sind nicht gerade besonders zahlreich, aber sehr groß abgebildet und gut gezeichnet.

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