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15.02.2004 - #248 |
Titel | Star Trek VI - The Undiscovered Country | ||
| Studio | Paramount Pictures (1991) | |||
| Hersteller | Paramount Home Entertainment (2004) | |||
| DVD-Typ | 2x9 (7,13 & 7,60 GB) | Bitrate | ø 8,28 max. 9,9 | |
| Laufzeit | 113:12 Minuten | Kapitel | 15 | |
| Regionalcode | 1 (USA/Kanada) | Case | Alpha Doppel weiß | |
| Fernsehnorm | NTSC | |||
| Bildformat | 1.96:1 | 16:9 |
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| Tonspuren | |
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| Untertitel | Englisch | |||
| Freigabe | MPAA PG / Canada PG | |||
| Extras |
Commentary by Star Trek VI director Nicholas Meyer and screenwriter Denny
Martin Flinn Text commentary by Michael Okuda and Denise Okuda Movie-making: stories from Star Trek VI (six featurettes) The Star Trek Universe - Conversations With Nicholas Meyer - Klingons: Conjuring the Legend - Federation Operatives - Penny's Toy Box - Together Again Art Imitates Life - The Perils of Peacemaking A Farewell - DeForest Kelley - A Tribute - Original cast & crew interviews Promotional Material - Theatrical Trailers - 1991 convention presentation by Nicholas Meyer Archives: Production gallery, storyboards |
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Allgemeines Die Explosion von Praxis, einem Mond der für Energieproduktion genutzt wurde, bringt das klingonische Imperium in eine bedrohliche Lage. Durch die enormen militärischen Ausgaben bleiben den Klingonen keine Rückhalte um mit so einer Katastrophe alleine fertig zu werden, und so eröffnet Gorkon, der Kanzler der klingonischen Hohen Rats, Gespräche mit der Förderation. Ausgerechnet Captain Kirk, der den Verlust seines von Klingonen getöteten Sohns immer noch nicht verwunden hat, soll mit der Enterprise und ihrer Crew Gorkons Schiff zu einer Friedenskonferenz auf der Erde begleiten - Kirk nimmt sich jedoch zusammen, und die Crew absolviert sogar ein gemeinsames Abendessen auf der Enterprise mit den Klingonen. Dann passiert aber das völlig Unerwartete: zum Entsetzen der Crew feuert die Enterprise einen Torpedo auf das klingonische Schiff ab und mitten im daraus entstehenden Chaos beamen zwei Attentäter hinüber und erschiessen Kanzler Gorkon. Als Kirk und McCoy hinüberbeamen um herauszufinden was passiert ist, werden sie vom militärischen Führer General Chang festgenommen, nachdem sie den sterbenden Kanzler Gorkon nicht mehr retten konnten. Kirk und McCoy, drei Monate vom Ruhestand entfernt, werden von einem klingonischen Gericht zu lebenslanger Zwangsarbeit auf einem Gefangenenplaneten verurteilt - nun liegt es an der Crew der Enterprise das Mordkomplott aufzudecken, ihre Kameraden aus der Gefangenschaft zu retten und den beginnenden Frieden zwischen der Förderation und den Klingonen zu erhalten... Nachdem der erste Startrek-Kinofilm 1979 mehr oder weniger ein mißglückter Start war, holte Paramount den jungen Regisseur Nicholas Meyer für den nächsten Film, um praktisch den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Die Rechnung ging zum Glück sehr gut auf und führte zu einer hervorragenden Reihe von drei weiteren Filmen, die nicht nur die Fans begeistern konnten. Nachdem Nicholas Meyer die Regie von Star Trek III ablehnte, übernahm Spock-Darsteller Leonard Nimoy die Regie um den Vulkanier nach seinem Tod im vorherigen Film wieder zum Leben zu erwecken und im vierten Teil die Enterprise-Crew eine Zeitreise in die Vergangenheit machen zu lassen. Der fünfte Film wurde dagegen von William "Captain Kirk" Shatner gedreht, der nach den Regieerfolgen seines Kollegen auf den Geschmack kam - und scheiterte. Star Trek V wurde zwar kein völliger Reinfall, blieb aber finanziell und bei den Kritikern weit hinter seinen Vorgängern zurück. Das blieb auch den Produzenten und Geldgebern nicht verborgen, die nun vor der Aufgabe standen einen neuen Regisseur für die unvermeidliche Fortsetzung zu finden. Gefunden wurde der Retter schließlich in Nicholas Meyer, der außer seiner Regiearbeit The Wrath of Khan auch zusammen mit Leonard Nimoy an The Voyage Home mitgearbeitet hat und sich vom anfänglichen Startrek-Neuling zum Insider entwickelt hatte. Meyer, Nimoy und Drehbuchautor Denny Martin Flynn hatten auch schon eine interessante Story für den neuen Film parat, der auch der letzte Auftritt der alten Crew um Captain Kirk werden sollte: Katastrophe im klingonischen Imperium, Attentat, Gefangennahme, Komplott... die Idee zur Geschichte von The Undiscovered Country war geboren. Der Film reflektiert die damals aktuellen politischen Ereignisse - den Zusammenbruch der Sowjetunion und das Ende des kalten Krieges. Das klingonische Imperium steht stellvertretend für die Sowjetunion, die Explosion von Praxis für das Tschernobyl-Unglück und Kanzler Gorkon natürlich für Gorbatschow. Durch diese Parallelen wurde aus Startrek erstmals mehr als nur Science Fiction: das intelligente, vielschichtige Drehbuch hält der Realität einen Spiegel vor die Nase und traut sich zugleich zu zeigen, daß es auch in der bisher immer sauberen Startrek-Förderation nicht alles perfekt ist. Star Trek VI hält sich nicht viel mit technischen Details auf, der Film konzentriert sich fast ausschließlich auf die Geschichte und die Charaktere. Zwar gibt es wie immer jede Menge schöne Ansichten der herumfliegenden Enterprise zu sehen und sogar eine zünftige Raumschlacht, aber dennoch bleiben die Science-Fiction-Klischees in der Schublade und machen Platz für wichtigere Sachen. Besondere Aufmerksamkeit widmet der Film der Enterprise-Crew, die nach 25 Jahren nun kurz vor dem Ruhestand steht - jetzt wird es nicht mehr verborgen, daß die Helden alt geworden sind. Jeder der Enterprise-Crew hat so seine eigenen Probleme damit, besonders aber Kirk, der nicht nur mit seinem Haß gegenüber den Klingonen zu kämpfen hat, sondern sich auch einer für ihn unvorstellbaren neuen Weltordnung gegenüber sieht. Auch Spock ist nicht mehr ganz sicher mit sich selbst selbst, aber letztendlich stellt sich heraus daß die ältere Generation nicht unbedingt der jüngeren unterlegen sein muß. Trotz der vielen ernsten Anlässe blieb aber der Humor nicht auf der Strecke, der aber hier nicht von der schenkelklopfenden Art ist, sondern meist nur zu einem Lächeln verhilft. Neben den altbekannten Charakteren, von denen jeder einen ganz besonderen Moment hat, kommen in Star Trek VI einige bemerkenswerte neue hinzu. Kim Cattrals Lt. Valeris, die junge vulkanische Akademieabgängerin, die nicht ganz das ist was sie zu sein scheint, ist nur eine davon. Christopher Plummer gibt als Klingonen-Haudegen Chang eine einzigartige Vorstellung, gegen die William Shatner kaum eine Chance hat. David Warner, der in Star Trek V nur eine undankbare kleine Rolle hatte, bekommt als Kanzler Gorkon Gelegenheit seine schauspielerischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und bietet genauso wie Gorkons Tochter Azetbur, gespielt von Rosanna DeSoto, einen ruhigen Gegenpol zum gefährlich wirkenden General Chang. Einige bekannte Nebenrollen aus den anderen Filmen sind in The Undiscovered Country als Abschied noch einmal zu sehen: Brock Peters als Admiral Cartwright, Mark Lenard als Spocks Vater und vulkanischer Botschafter, Kurtwood Smith als Förderations-Präsident und letztendlich auch kurz Grace Lee Whitney, die schon 25 Jahre vorher in TOS als Yeoman Rand mit dabei war. Unter soviel Startrek-Prominenz geht das Supermodel Iman in einer ihrer wenigen Filmrollen als Chamäleonid Matria schon ein wenig unter, aber zumindest hat sie die Ehre die letzte Frau zu sein, die sich an Captain Kirk auf der Leinwand heranschmeissen darf. Nicholas Meyer setzt ein atemberaubendes Tempo, das in keiner Sekunde des Films auch nur die geringste Langeweile aufkommen läßt. Soviel Handlung auf einmal wurde zuvor kaum einmal in einem Startrek-Film untergebracht - man hat fast das Gefühl, daß die Geschehnisse sich in Echtzeit auf der Leinwand abspielen. Dafür ist neben Nicholas Meyers gekonnter Regie auch die innovative Kameraarbeit von Hiro Narita verantwortlich, der hauptsächlich für die Brückenszenen auch wieder eine Steadycam eingesetzt hat, aber die Kameraführung schaukelt überhaupt nicht so amateurhaft hin und her wie in Star Trek V. Auch die Special-Effects erstrahlen in gewohnter Qualität, denn sie wurden nun wieder von Industrial Light and Magic gemacht. Musikalisch wurde Star Trek VI ein Experiment: Nicholas Meyer holte nicht etwa den alteingesessenen Komponisten Jerry Goldsmith an Bord, sondern den jungen, unbekannten Cliff Eidelmann. Der schrieb eine für einen Startrek-Film ungewöhnlich düstere Musik, die aber perfekt zum Film paßt und dabei nicht so stark auf den mittlerweile etwas zu bekannten Themen der anderen Filme angewiesen ist. Tatsächlich ist gegen Ende des Films Alexander Courages Startrek-Fanfare das einzige Zitat, was sich die Musik des Films überhaupt gönnt, aber dennoch läßt Cliff Eidelmann in keiner Minute seiner Score Zweifel offen daß es sich hier um einen waschechten Startrek-Film handelt. Was beim Vorgänger aus dem Ruder lief, klappte bei Star Trek VI - The Undiscovered Country hervorragend: die Mischung aus Action, Abenteuer und Humor ist perfekt gelungen und aus Eintrag Nummer sechs der Startrek-Annalen einen der besten Filme der Serie, der wegen seiner Vielschichtigkeit nicht nur von Trekkies hoch gelobt wird. Es ist ein wunderbarer Abschluß von 25 Jahren mit Kirk, McCoy, Sulu, Uhura und Scotty - besser hätte man die alte Enterprise-Crew kaum noch verabschieden können. Aber der Film war nicht nur der Abschluß einer Startrek-Generation, sondern auch das Ende einer Ära: Startrek-Schöpfer Gene Roddenberry starb wenige Tage, nachdem er den ersten fertigen Schnitt des Films begeistert und zufrieden angeschaut hatte. Die neue DVD von Star Trek VI nur als Collector's Edition zu bezeichnen, ist schon fast eine Untertreibung, denn Regisseur Nicholas Meyer hat nicht nur den neuen Transfer überwacht und den Bildausschnitt verbessert, sondern auch einige kleine, aber sinnvolle Szenenänderungen gemacht, die noch zu der 1993 veröffentlichten erweiterten Videofassung dazugekommen sind. Warum Paramount dann die Disc auch gleich "Director's Edition" wie bei Star Trek II genannt hat, ist unverständlich - was die DVD aber keinesfalls schlechter macht. Über vier Jahre nach der Veröffentlichung einer extralosen DVD mit unterdurchschnittlichem Bild hat sich Paramount nun kräftig angestrengt und mit Star Trek VI die beste Trek-Special-Edition von allen produziert. Auch für diejenigen, die noch die alte DVD besitzen, gibt es nun keinen Grund mehr sich nicht die neue Special-Edition anzuschaffen. |
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Bild Genauso wie bei der Special-Edition von Star Trek V wurde
auch bei dieser DVD die Bildqualität mit Spannung erwartet, weil die frühere,
extralose Veröffentlichung nur einen mehr schlechten als rechten nicht-anamorphen
Transfer enthielt. Das hat Paramount mit der neuen Collector's Edition
endlich in Ordnung gebracht und einen nagelneuen State-of-the-Art-Transfer
gemacht, der The Undiscovered Country endlich in seinem vollen
Glanz erstrahlen läßt. |
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Ton Eigentlich gilt Batman Returns als erster Film mit Dolby-Digital-Soundtrack, aber schon 1991 wurde Star Trek VI in 5.1 abgemischt und mit einigen 35mm-Digitaltonkopien zusammen mit den althergebrachten 70mm-6-Track-Versionen ins Rennen geschickt. Obwohl es sich hier um eine 5.1-Soundtrack der ersten Stunde handelt, ist die Abmischung auch heute noch beeindruckend und konkurrenzfähig.Zu Beginn des Films wird man erst einmal von Cliff Eidelmanns Filmmusik eingehüllt, die sich über alle Lautsprecher ausbreitet und in einem gewaltigen Crescendo zeigt, wie gut die Dynamik dieser Soundtrack ist. Die darauf folgende Explosion hört sich zuerst sehr frontlastig an, aber wenn die Schockwelle an der Kamera vorbeirast, läßt es die Soundtrack doch ganz schön krachen. Eigentlich ist Star Trek VI aber ein ungewohnt dialoglastiger Film, der aber auch in den leisen Szenen den Raum immer mit einer Menge von leisen Nebengeräuschen füllt. Die Stimmen beschränken sich auch nicht ausschließlich auf den mittleren Kanal und sind zwar nicht immer direktional, aber doch manchmal von den Seiten und den Surroundkanälen zu hören. Gegenüber der alten DVD wurde die Tonspur wahrscheinlich nicht neu abgemischt, was aber auch gar nicht nötig war: hierbei handelt es sich um eine hervorragende Soundtrack, die schon damals ihrer Zeit weit voraus war und heute immer noch hervorragend klingt. Die ebenfalls enthaltene englische 2.0-Surround-Tonspur klingt erstaunlicherweise etwas dumpfer als die 5.1-Track, und der französischen Tonspur fehlt dazu auch noch etwas im Baßbereich. In jedem Fall sollte man also auf die englische 5.1-Tonspur ausweichen, die von den dreien am allerbesten klingt.
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Bonusmaterial Da, wo die Special-Edition des letzten Startrek-Films ziemlich enttäuscht
hatte, kann die neue DVD von The Undiscovered Country kräftig
Punkte sammeln - so viel interessante Extras mit vernünftigem und
intelligenten Inhalt hat es zuvor bei den Startrek-SEs noch nicht gegeben.
Das einzige, was bei dieser DVD nicht so gut gelungen ist, sind die Menüs
- die Animation ist zwar bemerkenswert, aber beim genaueren Hinsehen sieht
es doch alles etwas zu künstlich aus. A Farewell |
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