Star Trek The Next Generation - Season 3
Cover

20.08.2002

Titel Star Trek The Next Generation - Season 3
Studio Paramount Television (1989)
Hersteller Paramount Home Video (2002)
DVD-Typ 7x9 Bitrate ø 5,44 max. 9,0
Laufzeit 1131 Minuten Kapitel 8/Folge
Regionalcode 2 (Europa) Case Custom-Digipack
Fernsehnorm PAL Mastering Sonopress
Bildformat 1.33:1 16:9 yes
Tonspuren Dolby Digital 5.1 Surround 448 kbit/s Englisch 2.0 Mono 192 kbit/s Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch
Untertitel Englisch, Dänisch, Deutsch, Französisch, Holländisch, Italienisch, Norwegisch, Schwedisch, Spanisch
Freigabe FSK 12
Extras • Missions-Überblick - Jahr 3
• Crew Analysen - Jahr 3
• Sektions Briefing Jahr 3- Produktion
• Sektions Analysen Jahr 3- Erinnerungswürdige Missionen

Allgemeines

1989 ging Star Trek - The Next Generation in die dritte Staffel und wartete mit ein paar einschneidenen Änderungen auf, die die Zukunft der Serie bis zum Schluß nachhaltig bestimmen sollten. Nicht ohne Grund wird die dritte Season von Fans und Kennern als die Staffel angesehen, in der die Charaktere ihren letzten Schliff erhielten und die gesamte Serie nach zwei etwas wackeligen Jahren mit beiden Beinen fest auf dem Boden zu stehen begann.

Es wurden einige Änderungen am Aussehen der Serie gemacht, so sind jetzt viel mehr detaillierte Enterprise-Computerbildschirme zu sehen und die Uniformen wurden neu gestaltet. Und natürlich markiert die dritte Staffel die Rückkehr von Gates McFadden als Dr. Beverly Crusher, die ein Jahr vorher durch studiointerne Machtintrigen durch Diane Muldaur ersetzt wurde und nur durch den massiven Einsatz der Schauspieler und Fans zurückgeholt werden konnte. Es ist auch die Staffel mit den ersten Gastauftritten von früheren Charakteren, darunter Mark Lenard als Botschafter Sarek und die Rückkehr von Tasha Yar in der beeindruckenden Zeitreise-Episode Yesterday's Enterprise - von der

Trotz der chronischen Drebuch-Knappheit enthält die dritte Staffel einige der besten Folgen der Serie und leistet sich keine Totalausfälle. Einige Geschichten sind zwar deutlich mit der heißen Nadel gestrickt, aber die Erfahrung der Produzenten hat auch aus solchen Geschichten noch annehmbare Folgen gemacht.

Mit der dritten Staffel wurde bei TNG erstmals das Konzept des Cliffhangers ausprobiert. Da nicht hundertprozentig sicher war, ob Patrick Stewart auch noch im nächsten Jahr dabeisein würde, entstand mit Best of Both Worlds Part I die beste Season-Abschlußfolge aller Startrek-Serien: Captain Picard wird von den Borg gekidnappt und erscheint am Schluß der Folge als zum Borg umgewandelter Locutus. Wie es weitergeht ist zwar allgemein bekannt, aber immer noch spannend Angelegenheit, zumal in dieser Season-Box natürlich nur die erste Folge dabei ist.

Paramount hat die Versprechungen gehalten und brachte im Juli 2002 planmäßig die dritte TNG-Staffel als schickes DVD-Boxset heraus - wie die ersten beiden Seasons in Europa in einer stabilen Plastikbox, in den USA allerdings nur in einer Pappschachtel. Die Bildqualität wird von Staffel zu Staffel immer besser, und der Ton braucht sich zumindest in der englischen Originalfassung nicht vor großen Kinofilmen zu verstecken.
Ein großes Durcheinander im Booklet wie bei der zweiten Staffel hat Paramount diesmal nicht fertiggebracht - und zu meiner großen Überraschung sogar ein korrigiertes Booklet der zweiten Box mit in die dritte gepackt - das nennt man guten Kundenservice. Auch die dritte TNG-Box kann man wieder uneingeschränkt zum Kauf empfehlen.


Bild

Der dritten TNG-Box kann man guten Gewissens eine optimale Bildqualität bescheinigen. Obwohl die Vorlagen immer noch MAZ-Bänder und kein Filmmaterial sind, ist zum ersten Mal der bei den ersten beiden Seasons dominierende Video-Look nicht mehr so stark sichtbar. Als erstes fällt auf, daß das Bild nicht mehr interlaced, sondern progressiv codiert wurde - das dürfte besonders Projektorbesitzer freuen. Die Schärfe bewegt sich immer noch auf einem mittleren Niveau, hat sich aber gegenüber der ersten und zweiten Staffel sprunghaft verbessert. In jeder Szene mit Spezialeffekten wird das Bild allerdings etwas schwammig, weil die eingesetzten Videomischer eine sehr schlechte Auflösung hatten. Farbrauschen und Körnigkeit wurden durch geschickt eingesetzte Filter entfernt, die mal mehr und mal weniger erfolgreich sind, aber das Bild immer optimal aussehen lassen. Kratzer auf der Filmvorlage sind keine vorhanden und der Bildstand ist sehr ruhig. Auf einem 72cm-Fernseher sieht das Bild spitzenmäßig aus - diejenigen, die einen großen 4:3-Fernseher besitzen können sich wieder einmal freuen, daß sie das gesamte 1.33:1-Bild in optimaler Größe betrachten können.

Ton

Den Ton der TNG-Boxen zu beurteilen wird nun langsam zu einer, ähm, eintönigen Angelegenheit, denn jede Staffel hat praktisch die gleiche beeindruckende 5.1-Neuabmischung zu bieten. Bei der dritten Staffel habe ich allerdings das rein subjektive Gefühl, daß der Mix etwas luftiger und räumlicher geworden ist. Die Musik kommt etwas breiter gemischt daher, und auch die Surroundeffekte sind nun etwas differenzierter. Insgesamt kann man der englischen Tonspur wieder einmal die volle Punktzahl bescheinigen - für eine TV-Serie ist das fast schon zu gut.
Die deutsche Version und die anderen Synchronfassungen sind auch in der dritten Staffel immer noch in Mono, und es ist dabei geblieben daß diese Fassungen im Vergleich zur englischen Tonspur keinen Blumentopf gewinnen können. In der deutschen Tonspur fehlen sogar oft wesentliche Bestandteile der Hintergrundgeräusche.

Menü & Specials

Jede neue TNG-Box scheint offenbar ein neues Menüdesign zu bekommen - stilistisch ähnlich, aber mit einer ganz neuen Gestaltung präsentieren sich auch die Menüs der dritten Box. Diesmal wurde auch ein originelles Easteregg eingebaut - wenn man das Menü der allerletzten Folge aufruft, wird eine unheimliche Überraschung erleben.

Das Bonusmaterial ist wieder ähnlich wie bei den ersten beiden Staffeln gegliedert und besteht diesmal aus vier einzelnen Dokumentationen, die zusammen etwas über eine Stunde lang sind.

Mission Overview faßt in 17 knappen Minuten die wichtigsten Ereignisse der Staffel vor und hinter der Kamera zusammen - darunter der akute Drehbuchmangel, die Rückkehr von Gates McFadden und Denise Crosby, Jonathan Frakes' erstes Regiedebüt, berühmte Gäste auf dem Set und natürlich der berühmte Schluß der dritten Season. Erzählt wird in alten und neuen Interviews, die durch nicht allzulange Folgen-Ausschnitte und einigen tollen Bildern vom Sets ergänzt werden.

Selected Crew Analysis enthält dreizehneinhalb Minuten Interviews und Ausschnitte über die Entwicklung der Hauptcharaktere. Dabei reden die Schauspieler mehr über ihre eigenen Rollen als die Drehbuchautoren, denn in dieser Staffel begann der Einfluß der Darsteller auf ihre Rollen immer größer zu werden.

Departmental Briefings ist diesmal in zwei und nicht mehr in drei Bereiche wie bei der zweiten Staffel aufgeteile. Production ist ein zwanzigminütiger überblick über das sich ständig weiterentwickelnde Produktionsdesign - die Gestaltung des Borgwürfels der letzten Folge wird natürlich auch ausführlich besprochen. Memorable Missions ist dreizehn Minuten lang und enthält die mittlerweile schon obligatorischen Erinnerungen an die Lieblingsfolgen von einigen Darstellern und Machern - als einziges Featurette wird es mit der dritten Staffel etwas langweilig, denn besonders viel gibt es da nicht mehr zu erzählen. Die Übersicht in "Mission Overview" ist da schon viel differenzierter.

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