Star Trek The Next Generation - Season 5 |
23.11.2002
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Titel |
Star Trek The Next
Generation - Season 5 |
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Studio |
Paramount Television
(1991) |
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Hersteller |
Paramount Home Video (2002) |
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DVD-Typ |
7x9 |
Bitrate |
ø 5,6 max. 9,0 |
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Laufzeit |
1131 Minuten |
Kapitel |
8/Folge |
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Regionalcode |
2 (Europa) |
Case |
Custom-Digipack |
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Fernsehnorm |
PAL |
Mastering |
Sonopress |
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Bildformat |
1.33:1 |
16:9 |
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Tonspuren |
Englisch
Deutsch, Spanisch
Französisch, Italienisch |
| Untertitel |
Englisch,
Dänisch, Deutsch, Französisch, Holländisch, Italienisch,
Norwegisch, Schwedisch, Spanisch |
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Freigabe |
FSK 12 |
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Extras |
Missions-Überblick - Jahr 5
Erinnerungswürdige Missionen
Sektions Briefing Jahr 5 - Produktion
Sektions Briefing Jahr 5 - Visuelle Special Effects
Intergalaktische Gäste
Sprache der Außerirdischen
Ein Tribut an Gene Roddenberry |
Allgemeines
Der Trend zur ausgewogenen Mischung zwischen Science-Fiction,
Drama und Komödie setzt sich auch in der fünften Staffel von
Star Trek - The Next Generation fort. War die vorherige Staffel
nur von verhältnismäßig wenigen SF-Elementen durchsetzt,
werden hier abwechselnd und miteinander vermischt Drama, Politik, Sozialkritik,
echte Science-Fiction und eine wohldosierte Prise Humor geboten.
Die Season beginnt natürlich mit der Fortsetzung der spannenden Doppelfolge
Redemption, die sich nicht nur um einen Machtkampf in der klingonischen
Regierung dreht, sondern auch eine unerwartete Gastrolle bietet. Eigentlich
hat jede Folge in dieser Staffel ihren speziellen Wert, aber es gibt auch
einige besondere Highlights. Dazu auch zählt Leonard "Spock"
Nimoys Gastauftritt in der Doppelfolge Unification, die sich mit
einer möglichen Wiedervereinigung der Vulkanier und Romulaner beschäftigt
und auch eine weitere Rückkehr von Denise Crosby bot. Captain Picard
darf auch das eine andere Soloabenteuer erleben - in Darmok trifft
er auf einen anderen Raumschiffcaptain, der sich auf seltsame Weise verständigt,
und in The Inner Light erlebt er durch eine Sonde ausgelöst
das gesamte Leben eines anderen Menschen.
Technikverliebte Folgen gibt es auch einige, wie New Ground, in
der ein unkonventioneller neuer Schiffsantrieb mit der Enterprise getestet
wird und The Next Phase, in der Ro Laren und Gerodie LaForge nach
einem Transporter-Unfall auf einem romulanischen Schiff auf merkwürdige
Weise verschwinden. Die Zeitreisen haben es den Produzenten besonders
angetan - in A Matter of Time trifft die Enterprise auf einen zeitreisenden
Wissenschaftler, der aber nicht so ganz das zu sein scheint was er vorgibt,
in Cause and Effect landet das Schiff in einer Zeitschleife und
schließlich werden Picard, Data, Beverly, Deanna und Gerodie in
der Cliffhanger-Abschlussfolge Time's Arrow auf der Erde ins 19.
Jahrhundert transportiert.
Aber auch die üblichen Verdächtigen sind wieder dabei: Deannas
Mutter Lwaxana Troi will in Cost of Living ihre Hochzeit auf der
Enterprise feiern, Wesley ist zwar nicht mehr Crewmitglied, darf aber
in The Game die Enterprise von einem süchtig machenden Spiel
retten und muß sich in First Duty wegen eines schiefgelaufenen
Flugmanövers verantworten. Die Borg melden sich auf ungewohnte Weise
in I, Borg in Form eines verwundeten Borg zurück - nur Q stattet
der Enterprise diesmal
ausnahmsweise keinen Besuch ab, ist aber in der nächsten
Staffel gleich in zwei Episoden dabei.
Hinter den Kulissen tat sich in der fünften Season einiges. Neben
einem leicht veränderten Vorspann wurden die Special-Effects so verbessert,
daß man nicht nur Raumschiffe und anderes zeigen konnte, sondern
auch detaillierte Computerdisplays, die früher unmöglich machbar
gewesen wären. Auf menschlicher Ebene wurde diese Staffel jedoch
von Trauer gezeichnet, denn kurz nachdem die ersten Episoden gesendet
wurden, starb Star Trek-Schöpfer Gene Roddenberry. So tragisch dies
gewesen sein mag, starke Auswirkungen auf die Produktion der weiteren
Folgen hatte sein Tod nicht, da er schon seit längerem nur noch eine
beratende Funktion hatte und sich sein Einfluß sogar oft störend
ausgewirkt hatte. Trotzdem sollte man nie vergessen, daß es ohne
seine Ideen keine Star Trek-Serie gegeben hätte, und deshalb trägt
auch heute noch jeder Film und jede Serie des Star Trek-Universums seinen
Namen.
Paramounts DVD-Veröffentlichung der fünften TNG-Staffel bedarf
mittlerweile keiner großen Einleitung mehr - seit dem letzten Boxset
hat sich nicht viel geändert. Die Bildqualität ist auf dem gleichen
hohen Niveau geblieben, der Ton kann sich immer noch hören lassen
und das Bonusmaterial ist diesmal noch etwas umfangreicher.
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Bild
Gegenüber der vierten Staffel ist die Bildqualität
der fünften Season-Box fast gleich geblieben - hier wurde wohl das
Maximum erreicht, was aus den Masterbändern noch herauszuholen war,
aber auch hier schwankt die Qualität von Folge zu Folge. Das Rauschen
der MAZ-Master wurde behutsam mit Filtern bekämpft, die im Zweifelsfall
zugunsten der Schärfe in einigen Folgen etwas zurückgeschraubt
wurden. Dadurch grieseln manche Einstellungen etwas, können dann
aber trotzdem noch mit akzeptabler Detailzeichnung aufwarten. Das alte
Problem der schlechteren Bildqualität bei Special-Effects ist in
dieser Staffel fast gar nicht mehr zu beobachten, was offenbar das Resultat
von besseren Videomischern ist. Die Farben sind teilweise recht kräftig
und natürlich, aber im Endeffekt hängt es von den jeweiligen
Umständen der Folge ab, wie es schließlich aussieht.
Auch diese DVDs sind wieder größtenteils progressiv und nicht
mehr interlaced codiert, allerdings gibt es noch die eine oder andere
Szene, bei der sich bei progressiver Wiedergabe Kämme bilden können
- dabei handelt es sich hauptsächlich um Special-Effects, die aus
den früheren Staffeln übernommen wurden.
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Ton
Auch bei der englischen 5.1-Tonspur gilt das gleiche was
ich schon über die vorherige Staffel
geschrieben habe: vorbildlicher Frequenzgang und Dynamik und eine beeindruckende
Surroundabmischung gehören auch wieder zur Ausstattung der fünften
TNG-Seasonbox. Weiter verbessert wurden jedoch der Klang der Stimmen,
die sich nun noch ein wenig natürlicher und klarer anhören,
und auch die Musik und Effekte klingen wieder frischer als bei der letzten
Staffel. Der Raumklang hat sich jedoch etwas geändert: die Musik
ist nun etwas frontlastiger abgemischt worden, aber dafür werden
die Surroundkanäle noch öfter für Effekte eingesetzt.
Bei der deutschen Tonspur gibt es diesmal eine erwähnenswerte Entwicklung,
denn zum ersten Mal ist hier eine Stereo-Surroundabmischung zu hören
- jedoch leider nicht ganz: die fünfte Staffel wurde noch in Mono
synchronisiert, aber hier hat Paramount den Versuch eines Stereo-Upmix
gemacht. Das Resultat ist annehmbar und klingt besser als die früheren
Mono-Tonspuren, hat aber einige deutliche Einschränkungen. Während
die meiste Musik in Stereo ist, kollabiert der ganze Ton bei Dialogen
komplett auf den Center zurück. Viele Umgebungsgeräusche wurden
außerdem viel zu laut auf die Mono-Teile der Tonspur aufgemischt,
so daß die deutsche Fassung ziemlich künstlich und aufgesetzt
klingt. Das wird sich wahrscheinlich bei der nächsten Box ändern,
denn die nächste Staffel wurde komplett in Dolby Surround synchronisiert.
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Menü & Specials
Die Laufzeit des Bonusmaterials durchbricht in dieser Box
das erste Mal die Zwei-Stunden-Marke. Die gut produzierte Mischung aus
Interviews, Fotos, Aufnahmen von den Dreharbeiten und mehr setzt sich
auch bei diesen Extras fort und läßt die Abwesenheit von Kommentarspuren
oder Bildergallerien fast vergessen - aber nur fast, denn zur absoluten
Perfektion würde auch so etwas noch dazugehören.
Das Menüdesign wurde diesmal dem Holodeck nachempfunden und ist mit
viel Liebe zum Detail gemacht worden. Die Übergänge sind wie
immer animiert, und auch die Folgenübersicht jeder DVD wurden wieder
mit Vorschaufenstern ausgestattet.
Mission Overview (17:53) - der Querschnitt über die wichtigsten
Episoden dreht sich diesmal um Leonard Nimoys Gastauftritt als Spock in
der Doppelfolge Unification und um die anderen Season-Lighlights Darmok,
The Inner Light und I, Borg.
Departmental Briefing - Production (15:16) geht ebenfalls näher
auf einige Episoden ein, wie Patrick Stewarts Regiearbeit The Inner
Light und deren besondere Makeup-Herausforderungen, die Groundhog
Day-ähnliche Folge Cause and Effect und Wil Wheatons Gastspiel
im "Kadettendrama" First Duty. Zum Schluß kommt
auch Komponist Jay Chattaway zu Wort, der die ungewöhnliche musikalische
Untermalung von The Inner Light bespricht.
Departmental Briefing - Special Visual Effects (17:46) - Obwohl in
TNG die Effekte nie völlig im Vordergrund stehen, wurden sie doch
mit der Zeit ein integraler Bestandteil der Serie und technisch immer
auf dem neuesten Stand gehalten. Die Effekt-Spezialisten erklären
hier die oft verblüffend einfachen Details der Technik und deren
Entwicklung in den fünf Jahren der Serienlaufzeit.
Memorable Missions (18:01) bietet den Schauspielern wieder Gelegenheit
sich an ihre Lieblingsepisoden zu erinnern. Diesmal erzählen unter
anderem Marina Sirtis von einer Schokoladen-Begegnung der dritten Art
und ihrem Versuch, bei einer Folge ihre Stunts unbedingt selber machen
zu wollen. Des weiteren werden die Ursprünge von Datas vielen Gemälden
angesprochen und Robert Duncan McNeills Rolle in First Duty, die
ihm wahrscheinlich die Rolle von Tom Paris in Voyager verschafft hat.
Intergalagtic Guest Stars (15:10) stellt die Gastschauspieler der
fünften Staffel vor. Neben Kirsten Dunst, Famke Janssen und Ashley
Judd war als Tocher von Tasha Yar Denise Crosby zu sehen und mit Michelle
Forbes' Ro Laren wurde eine der seltenen wiederkehrenden Rollen eingeführt.
Unter den Herren-Besuchern befinden sich diesmal James Cromwell, der nicht
das erste Mal in TNG zu sehen war und in First Contact natürlich
Zefrem Cochrane spielt, und als Raumschiff-Captain Kelsley "Frasier"
Grammer. Last, but not least werden auch noch Fotos von einem Besuch Ronald
Reagans auf der Brücken-Kulisse gezeigt
Alien Speak (12:15) enthält (fast) alles, was man über
die Entstehung von Klingonisch, Vulkanisch und anderen Alien-Sprachen
in Startrek wissen muß. Dabei beschränken sich die Erzählenden,
darunter Startrek-Linguist Marc Okrand und Klingone Nummer Eins Michael
Dorn nicht ausschließlich auf TNG, sondern beziehen sich auch auf
die Filme und die Originalserie.
A Tribute to Gene Roddenberry (28:22) ist eine Ehrung des am 24.
Oktober 1991 verstorbenen Startrek-Schöpfers. Mit oft feuchten Augen
erinnern sich Schauspieler und Crew in Form von Interviews an den Great
Bird of the Galaxy, aufgelockert durch seltene Aufnahmen von einer
Feier zum 25. Startrek-Jubiläum - und zum Schluß gibt Patrick
Stewart noch eine ganz besondere Überraschung für Gene Roddenberry
zum besten.
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