Tron
Cover

20.09.2002

Titel Tron
Studio Walt Disney Pictures (1982)
Hersteller Buena Vista Home Video (2002)
DVD-Typ 2x9 (4,6 & 6,83 GB) Bitrate ø 6,56 max. 9,9
Laufzeit 92 Minuten Kapitel 19
Regionalcode 2 (Deutschland) Case Amaray I Doppel
Fernsehnorm PAL Mastering Technicolor
Bildformat 2.20:1 (Cover) 2.18:1 (wirklich) 16:9 yes
Tonspuren Dolby Digital 5.1 Surround 384 kbit/s Englisch, Deutsch, Italienisch 2.0 Surround 192 kbit/s Kommentar
Untertitel Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch
Freigabe FSK 12
Extras • Audiokommentar mit Regisseur Steven Lisberger, Producer Donald Kushner, Associate Producer Harrison Ellenshaw and Visual Effects Supervisor Richard Taylor
• Die Entwicklung einer Virtual Reality sowie exklusive Einblicke in die Animationsstadien
• Generierung des Cyberspace
  • Backlight Animation
  • Digitale Bilderwelten in Tron
  • Jenseits von Tron
  • Rolle des "Triple 1" Programms
• Musikalische Klangwelten von Komponistion Wendy Carlos
• Umfangreiches Making-Of (89 Minuten)
• Original Trailer, Produktionsfotos, Publicity- und Merchandizing-Galerie
• Zusätzliche Szehen zu:
  • Liebesszenen mit Tron und Yoris
  • Alternativer Anfang
• Detaillierte Informationen zum Screen- und Setdesign dieses Meilensteins des "Virtuellen Films"
  • Die Programme
  • Die Elektronische Welt
  • Einführung zum Filmdesign
  • Fahrzeuge
• Umfassende Storyboards zur Entstehung der digitalen Welten von Tron
  • Der Prozess des Storyboardings
  • Entwicklung des Filmtitels Tron
  • Umfangreiche Storyboardgalerie
  • Multi-Angle-Demonstration: Vergleich Storyboard und Film

Allgemeines

"Tron, das ist doch dieser komische Film mit der Computerwelt, oder?" Genau so konnte ich mich bis jetzt auch nur an diesen Film erinnern, da ich Anfang der neunziger Jahre nur eine lausige TV-Ausstrahlung gesehen hatte, die bei mir überhaupt keinen bleibenden Eindruck hinterlassen hatte. Fast zehn Jahre später habe ich Tron noch eine neue Chance gegeben - und ich war äußerst positiv überrascht, aber ich kann auch verstehen weshalb der Film damals an mir vorbei ging: zu einer Zeit, in der ich noch keine großartigen Computerkenntnisse hatte, war Tron einfach zuviel. Vielleicht liegt es an der besseren Bild- und Tonqualität, aber vielleicht auch nur daran daß ich Tron heute in wirklich allen Aspekten genießen und verstehen kann.

Tron entstand anfang der achtziger Jahre im Kopf von Zeichentrick-Macher Steven Lisberger, der die Idee eines Films, der innerhalb einer Computerwelt, oder besser gesagt in einem Computer spielt, verschiedenen Studios vorgelegt und kam letztendlich bei Disney unter. Ursprünglich sollte Tron eine unabhängige Produktion werden, aber für die Lisberger Studios alleine wurde das Projekt einige Nummern zu groß. Die komplexe Animationstechnik, bei der die Schauspieler auf Schwarzweißfilm aufgenommen wurden und in die teils mit konventionellen Mitteln und teils mit Computern generierten Szenerie einkopiert wurden, war revolutionär, aber sehr zeitaufwendig. Bekannt wurde Tron später vor allem als einer der ersten Filme, in denen Computergrafiken verwendet wurden, obwohl nur ein kleiner Bruchteil der Szenerie wirklich aus CGI im klassischen Sinn besteht.

Aber was ist Tron eigentlich für eine Art von Film? Ein modernes Computer-Märchen ist die beste Bezeichnung, und daher sollte man keine allzu hohen Ansprüche an die Story stellen. Dort hapert es nämlich am meisten, aber durch die beeindruckende Optik macht dies nicht mehr ganz so viel aus. Die in ihren Darstellungsmöglichkeiten stark eingeschränkten Schauspieler tun ihr Bestes und sind trotz der ständig präsenten Effekte ein wichtiger Bestandteil des Films und werden nicht vernachlässigt. Obwohl die Story sehr simpel ist, und in der kurzen Laufzeit gar keine richtige Entwicklung möglich ist, wurden die Charaktere nicht völlig eindimensional gestaltet. Insgesamt steckt hinter Tron viel mehr, als man auf den ersten Blick annimmt. Ich kann daher jedem, der sich den Film früher angeschaut hat und nicht damit zurechtkam, empfehlen sich noch einmal mit Tron auseinanderzusetzen.

Die deutsche Tron Deluxe Edition ist mit ihrem amerikanischen Pendant, der im Januar 2002 erschienen 20th Anniversary Collector's Edition identisch - zum Glück, denn ursprünglich wollte Disney in Deutschland nur eine extralose DVD veröffentlichen. Irgendetwas - vielleicht sogar die Intervention der Fans - hat Disney aber dazu bewegt, die US-Version 1:1 umzusetzen. Etwas Verwirrung gab es wegen der Kommentarspur, die nirgendwo erwähnt wurde - sie ist aber dabei, und bis auf den Goldrand des Covers und die üblichen technischen Einzelheiten ist die DVD hundertprozentig identisch mit der amerikanischen Ausgabe.

Bild

Die Bildqualität dieser DVD zu beurteilen, ist aufgrund der besonderen Art mit der Tron gefilmt wurde ziemlich schwierig. Das Ausgangsformat ist Super Panavision 70, ein 70mm-Film mit dem Bildformat 2.20:1, von dem auch der neue anamorphe DVD-Transfer erstellt wurde. Die Quelle besteht bei Tron jedoch nicht nur aus einem einfachen Kameranegativ, sondern bis auf die wenigen Realszenen aus einer Mischung von VistaVision-Material und 65mm-Aufnahmen. Für die Computerweltszenen agierten die Schauspieler vor schwarzem Hintergrund und wurden mit Schwarzweißfilm aufgenommen, der Filmbild für Filmbild in der Postproduktion wie ein Zeichentrickfilm mit den Effekten verbunden wurde. Einige Szenen bestehen auch aus computeranimierten Vektorgrafiken.

Die eigentliche Filmvorlage ist weitgehend ohne Makel, jedoch muß man die Qualität in drei Bereichen gesondert betrachten. Der kurze, animierte Vorspann glänzt mit einer großartigen Schärfe und Detailtreue, die kurzzeitig von den etwas dumpf aussehenden Realszenen abgelöst wird. Gleich danach sind aber die ersten reichlich schrägen Szenen aus der Computerwelt zu sehen, die einerseits sehr beeindruckend aussehen, aber natürlich nicht die Sauberkeit einer heutigen CGI-Animation erreichen kann. Auf den meisten Flächen ist eine feine Filmkörnigkeit zu sehen, von der auch die Figuren der Schauspieler etwas stärker betroffen sind - das sieht aber gar nicht so schlecht aus und trägt mit zum abgedrehten Aussehen der Computerwelt bei. Ein Rauschfilter wurde hier zugunsten der Schärfe zum Glück nicht eingesetzt. Erfreulich ist die Abwesenheit von jeglichem Zeilenflimmern, das ich gerade bei den vielen scharfen Linien und Kanten befürchtet habe - aber davon ist hier keine Spur zu finden. Die Farben sind relativ stabil und wirken nur in einigen Szenen mit Absicht verschwommen. Gelegentlich gibt es leichte Farbveränderungen, die aber auch nur ein Nebeneffekt der komplizierten Animationstechnik sind. Da derselbe Filmstreifen oft in zweistelliger Anzahl durch optische Printer und Zeichentrick-Kameras gejagt und belichtet wurde, sind eigentlich eine erhöhte Anzahl von Beschädigungen und Fusseln zu befürchten, die aber hier bis auf einige wenige Ausfälle vollständig ausbleibt - da wurde offenbar erfolgreich digital nachgeholfen.

Die technische Seite des Transfers läßt auch kaum Wünsche übrig, jedoch ist es merkwürdig daß die erste DVD mit nur 4,6 Gigabyte voll ist und damit wegen weniger als 500 Megabyte ein Layerwechsel nötig wurde. Die Bitrate hätte man noch um einiges höher ansetzen können, aber ob das ernsthafte Verbesserungen der Bildqualität gebracht hätte, ist doch zu bezweifeln. Das etwas "schmalere" Bildformat von 2.18:1 statt 2.20:1 ergibt sich durch die leichte Maskierung an den Seiten, die tatsächlich ein kleines Stück des Filmbilds abdecken, das auf der US-DVD noch sichtbar ist. Auf Fernsehern verschwindet dieser Teil des Bilds sowieso im Overscan, auf Computermonitoren und Projektoren ist das aber ein Ärgernis, das besser hätte vermieden werden können.

Trotz der kleinen, aber verständlichen Schwächen sieht Tron auf dieser DVD einfach fantastisch aus. Auch mit einer Restauration hätte hier kein besseres Ergebnis erreichen können, und im Vergleich zur alten amerikanischen DVD ist die Bildqualität der neuen Version ein Quantensprung.

Ton

Der Ton von Tron wurde für diese DVD schon zum zweiten Mal überarbeitet - die alte US-Auflage enthielt einen 4.1-Mix, der von den 70mm-Magnettonspuren übernommen wurde. Diese Version wurde für die Special-Editions mit großem Erfolg nochmals neu abgemischt. Die englische Fassung kann deshalb mit einem kräftigen Klang aufwarten, der gleichzeitig sehr luftige Höhen besitzt und mit tief grummelden Bässen aufwarten kann. Die gewöhnungsbedürftige musikalische Untermalung ist zu einem großen Teil für den Raumklang verantwortlich und verteilt sich breit über alle Kanäle. Effekte und Stimmen geben sich gleichermaßen verspielt und sind bei weitem nicht nur auf den Center-Kanal beschränkt. Die Surroundkanäle werden oft und gerne für leise und laute Geräusche verwendet und auch die eine oder andere Stimme verirrt sich bis auf die hintere Soundstage. In einer beeindruckenden Szene springt mittendrin der Dialog sogar auf die Surroundkanäle, um den Standpunkt des Betrachters wiederzugeben - so etwas hört man auch bei neuen Tonspuren nur äußerst selten. Die Stimmen klingen etwas belegt, das ist aber auch das einzige Anzeichen, daß das wahre Alter dieser Tonspur wirklich verrät.

Die deutsche Synchronfassung läßt dagegen sehr zu wünschen übrig. Statt einen ordentlichen Remix zu machen oder in die englische 5.1-Fassung die deutschen Dialoge zu integrieren, wurde hier wohl nur ein Upmix des Dolby-Stereo-Tons gemacht. Es fehlen Unmengen an Baß, Höhen und auch eine Menge Umgebungsgeräusche. Im Vergleich zur englischen Tonspur spielt sich hier fast alles auf der vorderen Soundstage ab und die Surroundkanäle werden nur punktuell angesprochen. Außerdem verliert die deutsche Version durch die schlechte Umsetzung und Integration der Stimmen einiges an Atmosphäre, so daß man gleich daran vorbeigehen sollte. Der italienischen Version geht es da nicht viel anders.

Wieder einmal hat BuenaVista bei dieser DVD die User Prohibitions hochgefahren und das Umschalten der Tonspuren, aber nicht der Untertitel über die Fernbedienung gesperrt - ein kleineres Ärgernis, das zwar den direkten Vergleich der Tonspuren verhindert, aber zumindest ist der Zugriff über die Menüs äußerst unkompliziert.

Menü & Specials

Die Ausstattung der deutschen Tron Deluxe Edition

Zwar wurde ein großer Teil des Bonusmaterials von der Laserdisc übernommen, aber nicht nur einfach lieblos aneinandergereiht. Die ganze DVD macht einen äußerst frischen, modernen Eindruck der kaum ahnen läßt daß das meiste davon schon sieben Jahre alt ist.

Die Menüs wurden originalgetreu nach den Animationen des Films gestaltet - und zwar so sorgfältig, daß Steven Lisberger vor Schreck vom Hocker gekippt sein muß, als er sah wie gut man heute so eine Szenerie im Computer nachbauen kann. Die Menüs auf der ersten DVD sind anamorph, wegen des entsprechenden Bildmaterials auf der zweiten DVD jedoch nicht - den Spaß trübt das aber kaum.

Der Audiokommentar mit Regisseur Steven Lisberger, Produzent er Donald Kushner, Associate Producer Harrison Ellenshaw und Visual Effects Supervisor Richard Taylor wurde in der Pressemeldung und sogar auf dem rückseitigen Cover einfach "vergessen", aber er ist auch auf der deutschen DVD dabei. Eigentlich handelt es sich dabei um einen richtigen Dinosaurier, der für die inzwischen sieben Jahre alte Laserdisc aufgenommen wurde, aber um einiges flotter und interessanter als manche neuere Kommentare ist. Natürlich geht es hier hauptsächlich um die Effekte, aber das Phänomen Tron, die Hintergründe und die Philosophie kommen dabei auch nicht zu kurz. Lisberger und seine Kollegen sind äußerst gesprächig und lassen nie Langweile aufkommen, in dieser Beziehung können sich so manche andere Kommentare von diesem eine gehörige Portion abschneiden.

Auf der zweiten DVD ist sämtliches Bildmaterial inklusive der Menüs und deren Bildern und Texten leider nur in 4:3 abgelegt worden, aber das ist auch schon das einzig negative was man über dieses Bonusmaterial sagen kann. In acht Bereiche unterteilt bekommt man auf dieser DVD so ziemlich alles über Tron zu wissen, was es zu wissen gibt. Die Menünavigation ist sehr praktisch, aber es nervt einfach bei jeder der vielen Bildergallerien die gleiche Erklärungstafel überspringen zu müssen - dafür bekommt man aber auch eine "Thumbnail"-Übersicht, die bei den riesigen Mengen von Bildern sehr hilfreich ist.

Das Making of Tron ist satte 88 Minuten lang und wurde extra für die DVD neu produziert. Es melden sich praktisch alle hier in neuen Interviews zu Wort: die Filmemacher Steven Lisberger, Donald Kushner, Harrison Ellenshaw, Richard Taylor, Bruce Logan und die Schauspieler Jeff Bridges, Bruce Boxleitner, Cindy Morgan, Dan Shor und sogar Barnard Huges - und auch die Künstler Andy Gaskill und Tia Kratter sind dabei. Als Sahnehäubchen sind auch noch der Disney Chairman Dick Cook und der Tron-Begeisterte John Lasseter von Pixar zu hören. Nur David Warner und die Komponistin Wendy Carlos sind nicht mit von der Partie. Obwohl hier wirkliche Behind-the-Scenes-Aufnahmen fehlen (anscheinend wurde kaum etwas gedreht), ist dies eine der umfassensten Dokumentationen seit Close Encounters of the Third Kind. Die Vorgeschichte wird so ausführlich behandelt, daß sich Schauspieler erst nach etwa einer halben Stunde das erste Mal zu Wort melden, dann aber von den diversen Schwierigkeiten vor einem pechschwarzen Hintergrund zu agieren mit einer wohldosierten Portion Humor und auch etwas Sarkasmus erzählen. Auch die unglaublich komplizierte Animation mit all ihren Problemen wird hier in aller Breite erzählt - es gibt nichts, was in dieser Dokumentation auch nur ansatzweise fehlen könnte. Eine absolut faszinierende Sache, die zusammen mit dem Audiokommentar Tron in einem völlig neuen Licht dastehen läßt. Merkwürdig ist nur, daß BuenaVista diesen anderthalb Stunden Filmmaterial keinerlei Kapitelstops gegönnt hat.

Development ist eine Sammlung von frühem Bildmaterial, quasi also vom Proto-Tron. Early Development of Tron (2:37), Early Lisberger Studio Animation (0:30) und Early Video Tests (0:30) sind kurze Featurettes mit Steven Lisberger und Donald Kushner und ein paar alte Testaufnahmen, die alle einen unverwechselbaren 80er-Jahre-Stil haben, aber bemerkenswerte Zeitdokumente sind. Computers are People Too (4:28) ist dagegen ein Ausschnitt aus einer TV-Sendung, die sich mit dieser fast schon philosophischen Frage beschäftigt. All dies wird im Making-Of natürlich auch erwähnt, ist es von der Archivierung her ein feiner Zug von den DVD-Machern dies nicht beiseite zu schieben. Abgerundet wird dieser Bereich von Early Concept Art and Background Concept, einer Bildergallerie zum Thema mit etwa dreißig Zeichnungen aller Art.

Digital Imagery dreht sich um das, was Tron so berühmt gemacht hat: die Computereffekte. Backlight Animation (1:38), Digital Imagery in Tron (3:44), Beyond Tron (3:59) und Role of Triple I (0:33) beschreiben die bahnbrechenden Herstellung der Effekte der Studios MAGI und Triple-I, die heutzutage völlig antiquiert wirken, aber damals das Feinste vom Feinsten darstellten. Das Triple I Demo (2:15) könnte man heutzutage auf jedem PC zusammenbasteln, aber damals war es eine große technische Errungenschaft. Wer nicht Ende der achtziger Jahre mit heruntergeklappter Kinnlade von dem Bouncing-Ball-Amiga-Demo gesessen hat, kann die Faszination dieser Technik eigentlich gar nicht nachvollziehen.

Music ist etwas enttäuschend, denn hier habe ich ein paar ausführliche Informationen über die schrägen Kompositionen erwartet - stattdessen gibt es nur zwei Szenen des Films mit alternativer Musikuntermalung. Die Lightcycle Scene with alternate Carlos Music Tracks (2:45) war im fertigen Film völlig ohne Musik, während die End Credits with Original Carlos Musik (5:15) nach dem Orgelsolo in einen Song übergingen.

Unter dem Punkt Publicity ist nicht nur die obligatorische Trailersammlung untergebracht, sondern auch ausführliche Bilder von der Werbekampagne. Insgesamt vier verschiedene Kinotrailer (2:34, 1:34, 1:02, 1:34) sind dabei, die allesamt ziemlich langweilig und eintönig sind - kein Wunder, daß sich damals den Film niemand anschauen wollte. Interessanter ist ein Work in Progress-Trailer (1:25), der einen kleinen Schnipsel von Original-Schwarzweißaufnahmen enthält, die sonst kaum noch zu finden sind. Der NATO-Trailer (5:01) hat nichts militärisches an sich, sondern wurde als Demonstration für die North Atlantic Theater Owners zusammengestellt. Bis auf letzteren Trailer ist leider alles in 4:3 Pan&Scan und hat eine teilweise entsetzliche Bildqualität, wie das bei so alten Trailern oft der Fall ist.
Production Photos enthält satte 87 Bilder von den Dreharbeiten und der sonstigen Filmproduktion und gibt damit einen großartigen Einblick hinter die Kulissen Preis. Publicity and Merchandizing ist dagegen eine Sammlung von 37 Bildern von Postern, Werbematerial, Spielzeug und natürlich Computerspielen.

Die Deleted Scenes sind für Sammler sehr erfreulich, aber im Grunde genommen verbirgt sich dahinter nichts wirklich spektakuläres. Introduction (2:17) ist eine kurze Einleitung mit Steven Lisberger, Donald Kushner, Harrison Ellenshaw und Bruce Boxleitner, die erklären weshalb die Szenen geschnitten wurden und ob sie vielleicht doch ganz gut im Film funktioniert hätten.
Tron and Yoris Love Scene (1:55), Tron and Yori's Love Scene #2 (0:44) sind die beiden kontroversen Szenen, über die im Intro gesprochen wird - die Effekte sind recht beeindruckend, aber inhaltlich geben diese kurzen Sequenzen nicht viel her.
Alternate Opening Prologue (1:20) setzt vor den Vorspann lediglich drei erklärende Texttafeln, die erst nach der Premiere hinzugefügt wurden und deshalb nicht zur Originalversion des Films gehören.

Der Bereich Design ist die größte Sammlung von Bildmaterial auf dieser DVD, eine detaillierte Auflistung würde deshalb den Rahmen dieser Kritik sprengen. Eine kurze Übersicht über die mehr als dreihundert Bilder und Texttafeln will ich dennoch hier wiedergeben.
Steven Lisberger kann es in der Introduction to Design (1:10) wieder nicht lassen auf sein neues Tron 2.0-Projekt hinzuweisen und macht den Eindruck, als ob ihm die Gestaltungen von 1982 nicht mehr so recht gefallen.

The Programs
enthält etwa 230 Bilder, die in die zehn Abteilungen Flynn, Yori, Sark, The Bit, Guard, Tron, Dumont, MCP, Video Warrior und Miscellaneous aufgeteilt sind. Die MCP-Gallerie enthält auch einen 20sekündigen Animationstest.

The Vehicles ist in die Bereiche Lightcycles, Recognizer, Tank, Sark's Carrier und Solar Sailer aufgeteilt. Die fast 150 Bilder werden durch ein paar kurze Sequenzen aufgelockert - Syd Mead Discusses Lightcycle Design (1:51), MAGI Animation Tests (0:16) und das Space Paranoids Video Game in Fullscreen und Letterbox (0:16) sind leider nur sehr kurz und angesichts dem, was man in den Bildergallerien zu sehen bekommt fragt man sich ob da nicht noch irgendwo mehr Filmmaterial gewesen ist.

Electronic World enthält noch einmal 86 Bilder aus dem Bereich, den man am besten mit "Set Design" bezeichnen kann. Das meiste davon sind detaillierte Konzeptzeichnungen, aber auch ein paar frühe Computermodelle sind in der letzten Abteilung zu sehen.

Storyboarding enthält nicht alle Storyboards des Films, aber dennoch eine beeindruckende Sammlung, die von dem kurzen Featurette The Storyboarding Process (3:51) mit Billy Kroyer, dem "Computer Image Choreographer" eingeleitet wird. Hier wird anschaulich erkärt, wie Storyboards entstehen und eingesetzt werden. Creation of Tron Main Title - Moebius Storyboards (0:15) verbindet eine Abfolge von Storyboards mit dem laufenden Ton des Films.

Moebius Misc. Storyboardung Artwork und Early Storyboard Artwork enthalten zusammen 172 einzelne Storyboards, die alle äußerst beeindruckend sind - die frühen Versionen sind sogar noch um einiges detailreicher gezeichnet als die anderen.
Storyboard to Film Comparison (0:50) ist eins dieser Multiangle-Leckerbissen, der hier perfekt umgesetzt wurde. Nach einem Intro mit Billy Croyer kann man sich Lightcycle Chase-Szene (1:56) als Splitscreen, nur als Storyboard oder als fertigen Film nacheinander anschauen, aber man kann auch mit der Multiangle-Taste direkt umschalten.

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