2001: A Space Odyssey
Cover

6.8.2001

Update am 2.12.2007
von Guido Bibra

Titel 2001: A Space Odyssey
Studio MGM / Cinerama (1968)
Hersteller Warner Home Video (1999) EAN  
DVD-Typ 9 (7,22 GB) Bitrate ø 5,55 max. 8,0
Laufzeit 148:25 Minuten Kapitel 32
Regionalcode 1 (USA/Kanada) Case Amaray I
Fernsehnorm NTSC
Bildformat 2.14:1 16:9 ja
Tonspuren Dolby Digital 5.1 Surround 448 kb/s Englisch 2.0 Stereo 192 kb/s Französisch
Untertitel Englisch, Französisch, Spanisch
Freigabe MPAA PG
Extras • Interview with Arthur C. Clarke
• Theatrical Trailers 2001 & 2010

Die DVD

Dies ist die allererste amerikanische DVD von 2001:A Space Odyssey, die inzwischen durch die Neuauflagen von 2001 und 2007 ersetzt wurde. Diese alte DVD wurde in zwei verschiedenen Fassungen verkauft: zuerst 1998 von MGM, bis die Rechte an Warner gingen, die genau die gleiche DVD in einer andere Verpackung auf den Markt brachten. Beide Versionen haben heute allerhöchstens noch Sammlerwert und sind nur noch wegen des Trailers und des Clarke-Interviews, die es auf keiner anderen DVD des Films gibt, noch interessant. Alles weitere über den Film ist in der Review der Special-Edition zu lesen.

Weitere Reviews: Neuauflage von 2001 | Special-Edition von 2007

Bild

Diese DVD basiert auf einem D1-Bildmaster von einem 1989 hergestellten Videotransfer, der 1998 das einzige von Stanley Kubrick abgesegnete Bildmaterial war, aber trotz der verwendeten 70mm-Vorlage war durch die veraltete Technik die Bildqualität sogar für eine frühe DVD sehr enttäuschend.

Als die MGM-Ausgabe der DVD erschien, war 2001 noch nie richtig restauriert worden und dememtsprechend sah auch der Zustand der Filmvorlage aus. Kratzer, Fussel und auch größere Beschädigungen sind in vielen Szenen besonders gehäuft zu sehen, während manche Passagen relativ sauber sind. Der Bildstand ist oft sehr unruhig und weist nicht nur leichte vertikalen und horizontalen Bewegungen auf, sondern gelegentlich auch ein deutlich sichtbares Flattern des Filmmaterials, das vermutlich durch Probleme beim Filmtransport während des Transfers entstanden ist.

Die Schärfe ist bedingt durch die Transfertechnik sehr schlecht und vermag noch nicht einmal ansatzweise die hohe Auflösung und Tiefenschärfe des 70mm-Films wiederzugeben. Das sehr weiche Bild wurde allerdings auch noch stark aufgeschärft, wodurch sich überall im Bild sehr starke Doppelkanten bilden und das Bild unnatürlich stechend scharf wirkt. An vielen Kanten ist zudem eine deutliche Zeilenstruktur sichtbar, die sich auf nicht-progressiven Displays als starkes Zeilenflimmern bemerkbar macht.

Durch die starke Aufschärfung wird außerdem oft ein deutliches Rauschen sichtbar, das nicht nach Filmkörnigkeit aussieht, sondern elektronischen Ursprungs zu sein scheint und sich hauptsächlich bei Rottönen bemerkbar macht. Die Farben der Filmvorlage hatten die Zeit nicht auch nicht ganz ohne Einbußen überstanden, denn manche Szenen wirken deutlich verblaßt und Kontrast und Helligkeit lassen oft zu Wünschen übrig.

Ton

Für die 5.1-Tonspur dieser DVD kamen der 6-Track-Magnetton eines 70mm-Prints zum Einsatz, der auf die heutige Kanalkonfiguration umgemischt wurde. Theoretisch wäre dadurch eine hervorragende Qualität möglich gewesen, aber das verwendete Tonmaster hat genauso wie die Filmvorlage die Zeit nicht gut überstanden.

Stimmen und Geräusche klingen etwas dünn und sind oft viel zu leise. Die Musik breitet sich zwar angenehm über die vordere Soundstage aus, hört sich aber sehr dumpf an und neigt bei höheren Frequenzen zu deutlichem Klirren. Der Raumklang hält sich in Grenzen und beschränkt sich zumeist auf die Musik. Die auch enthaltene französische Tonspur ist nicht wie auf dem Cover angegeben in Mono, sondern in 2.0 Stereo auf der DVD, klingt aber gegenüber der englischen Spur noch etwas schlechter.

Ein mittlerweile berühmt-berüchtigter Fehler hat sich auf der englischen Tonspur eingeschlichen: Als Dave Bowman versucht wieder in die Discovery hineinzukommen und HAL mehrmals fragt, ob er ihn hören kann, antwortet der Computer mit "Affirmative, Dave". Es sollte aber "Affirmative, Dave, I read you" heißen, ein Fehler der nie von MGM korrigiert wurde.

Bonusmaterial

Die Menüs sind überraschenderweise anamorph und recht clever animiert. Das einzige Highlight der spärlichen Extras ist ein zwanzigminütiges Interview mit Arthur C. Clarke, das offenbar zur Premiere des Films im Jahr 1968 aufgenommen wurde. Außerdem sind noch die Trailer von 2001 und 2010 in dem Umständen ensprechenden relativ guten Qualität vorhanden.

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