Crocodile Dundee in Los Angeles
Cover

29.08.2002

Titel Crocodile Dundee in Los Angeles
Studio Paramount / Silver Lion Films / Bangalow Films (2001)
Hersteller BMG Home Video (2001)
DVD-Typ 9 (7,16 GB) Bitrate ø 8,97 max. 9,9
Laufzeit 91 Minuten Kapitel 21
Regionalcode 2 (Deutschland) Case Amaray I
Fernsehnorm PAL Mastering Digital Image
Bildformat 1.78:1 16:9 yes
Tonspuren Dolby Digital 5.1 Surround Englisch, Deutsch
Untertitel Englisch, Deutsch
Freigabe FSK 6
Extras • Hinter den Kulissen
• Original Kinotrailer
• Cast & Crew Statements
• Bio & Filmographien

Allgemeines

Der Mann mit dem Hut ist wieder da - nein, nicht der mit der Peitsche, der andere mit den Krokodilen! Nach dreizehn Jahren ist Crocodile Dundee auf die Leinwand zurückgekehrt und macht diesmal Los Angeles unsicher. Walkabout Creek ist inzwischen zu einer Touristenattraktion geworden und nicht mehr das, was es früher einmal war. Als Mick Dundees Freundin Sue ein Angebot bekommt in Los Angeles zu arbeiten, packen die beiden Kind und Kegel (sie haben inzwischen einen zehnjährigen Sohn) und machen sich auf den Weg in die USA. Nach seinen früheren Abenteuern in New York ist so eine Großstadt keine wirkliche Herausforderung mehr für Mick, aber schon bald werden er und Sue in die undurchsichtigen Machenschaften eines Billigfilmstudios verstrickt...

Warum noch ein dritter Crocodile Dundee-Film, vor allem nach einer so langen Zeit? Die Frage wird wohl niemand beantworten können, Tatsache ist aber das der neue Film viel besser als sein Ruf ist. Das Problem ist nur, daß diese Art Film heutzutage kaum jemanden mehr interessiert. Diese liebenswerte Mischung aus Krimi, Abenteuer und Komödie kommt bei den meisten Leuten gar nicht mehr an und wird entweder ignoriert oder als Schrott abgetan. Vielleicht muß man auch einfach die vorherigen zwei Filme wirklich mögen um an Crocodile Dundee in Los Angeles gefallen zu finden. Dies ist einfach nur ein kleiner, spaßiger Film der sich wohltuend vom Hollywood-Allerlei abhebt.

In den USA ist Crocodile Dundee in Los Angeles von Paramount als DVD erschienen, wegen der anderen Rechteverteilung hat diese Aufgabe in Deutschland BMG übernommen. Normalerweise ist das kein Grund zur Beunruhigung, aber diese DVD macht sich mit einer unterdurchschnittlich schlechten Bildqualität unbeliebt, die bei einem so neuen Film wirklich nicht sein muß. Wer darauf nicht ganz soviel wert legt bekommt für knapp 15 Euro eine ganz solide DVD, die sogar das wenige Bonusmaterial der US-Version übernimmt. Für mich war es jedoch ein Fehlkauf, ich hätte mir doch lieber die besser aussehende amerikanische DVD zulegen sollen.

Bild

Leider hat BMG offenbar keinen Zugriff auf das amerikanische Paramount-Master gehabt und mußte das Kinowelt-Masteringstudio Digital Images beauftragen, einen eigenen Transfer zu machen. Schon im Vorspann sieht man den typischen Digital-Images-Look, den man bisher aber nur bei älteren Filmen beobachten konnte: die offenbar stark körnige und etwas verfusselte Filmvorlage ist von einem dicken Rauschfilterteppich verdeckt, der ein unglaublich matschiges Bild hinterläßt. Details sind fast immer unscharf und regelrecht verschwommen, worunter besonders viele Hintergründe leiden. Bei schnellen Schwenks und Bewegungen kommt es außerdem zu starken Verwischungen, und der Bildstand ist immer etwas unruhig. Einzig die kräftigen Farben können einigermaßen überzeugen, aber manche Flächen neigen zu sichtbarem Flackern. Alles in allem ein Armutszeugnis für Digital Images - bei einem älteren Film wäre das noch entschuldbar gewesen, aber Crocodile Dundee in Los Angeles lief weniger als ein Jahr vor der DVD-Veröffentlichung noch in den Kinos und hätte einfach eine mindestens genauso gute Bildqualität wie der erste Crocodile Dundee von 1986 verdient.
Anmerken sollte man vielleicht noch, daß diese DVD tatsächlich das richtige Bildformat besitzt - dieser Film wurde im Gegensatz zu seinen beiden Vorgängern wirklich in 1.85:1 gedreht, wobei hier sicher nur die Matte auf 1.78:1 geöffnet wurde wie das auch bei vielen anderen DVDs gemacht wurde.

Ton

Viel erfreulicher ist dagegen die Ausstattung der Tonspuren: sowohl die englische (australische?) Originalfassung als auch die deutsche Synchro befinden sich in Dolby Digital 5.1 auf der DVD und lassen kaum Wünsche offen. Die Abmischung ist sehr kräftig und baßlastig, ohne dabei zu aggressiv zu wirken. Die Surroundkanäle werden hauptsächlich von Basil Poledouris' Musik eingesetzt, werden aber gelegentlich auch für Umgebungsgeräusche und ein paar direkte Effekte eingesetzt. Die Räumlichkeit ist trotzdem beachtlich und nutzt besonders die vordere Soundstage bis in die Ecken aus. Man bemerkt kaum, daß es sich fast schon um einen konventionellen Comedy-Mix handelt, weil Musik, Dialoge und Geräusche so gut ineinandergreifen.
Die deutsche Fassung ist in der Abmischung mit der englischen identisch, und sogar die Stimmen sind besser als üblich ins Klangbild integriert worden. Dazu gibt es optionale englische und deutsche Untertitel - einige DVD-Seiten haben behauptet, daß diese DVD Zwangsuntertitel hätte, aber das ist schlicht und einfach Unsinn.

Menü & Specials

Wahnsinnig aufregendes Bonusmaterial hat BMG dieser DVD nicht spendiert, aber wenigstens ist das Bißchen von der amerikanischen DVD übernommen wurden. Leider wurde hier nichts deutsch untertitelt, was bei einer deutschen DVD doch schon gemacht werden sollte.

Unter dem Menüpunkt Hinter den Kulissen sind zwei kurze Videoaufnahmen von den Dreharbeiten zu sehen. Auf dem Freeway (4:10) und Nächtlicher Überfall (3:10) sind aber so wackelig und undeutlich gefilmt, daß man schon fast den Verdacht hat es mit einem Fanvideo zu tun zu haben.

In den Cast & Crew-Übersichten sind dazu noch kurze Interviews mit Paul Hogan (3:04), Linda Koszlowski (1:44), Alex Wilson (1:39) und Regisseur Simon Wincer (2:49) als Statements verkleidet untergebracht. Das Ganze sieht verdächtig nach Teilen eines recycelten Pressekits aus, bei dem es sicht nicht besonders gut macht wenn die Leute mitten im Satz abgeschnitten werden.

Der Kinotrailer ist leider nur in deutscher Sprache, 4:3 und recht zweifelhafter Qualität vorhanden - schade, daß hier nicht auch gleich ein englischer Trailer dabei ist.

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