Innerspace
Cover

15.08.2002

Titel Innerspace
Studio Warner / Amblin (1987)
Hersteller Warner Home Video (2002)
DVD-Typ 9 (6,82 GB) Bitrate ø 7,58 max. 9,0
Laufzeit 120 Minuten Kapitel 34
Regionalcode 1,2,3,4 (USA) Case Snapper
Fernsehnorm NTSC Mastering WAMO
Bildformat 1.78:1 16:9 yes
Tonspuren Dolby Digital 5.1 Surround 448 kbit/s Englisch 2.0 Surround 192 kbit/s Englisch, Japanisch, Kommentar 1.0 Mono Französisch
Untertitel Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Japanisch, Chinesisch, Indonesisch, Thailändisch, Koreanisch
Freigabe MPAA PG / Canada G
Extras • Feature-Length Audio Commentary with Director Joe Dante, Producer Michael Finnell, Kevin McCarthy and Robert Picardo and Visual Effects Supervisor Dennis Muren
• Cast Film Highlights
• Theatrical Trailer

Allgemeines

Berufs-Hypochonder Jack Putter (Martin Short) fällt aus allen Wolken, als ihm jemand in einem Einkaufszentrum eine Spritze in den Hintern jagt. Dann beginnt der sowieso schon übernervöse Jack eine Stimme in seinem Kopf zu hören, und nach und nach stellt sich eine unglaubliche Geschichte heraus: der Berufspilot Tuck Pendelton (Dennis Quaid) sollte mit einer neu entwickelten Technik miniaturisiert und in ein Kaninchen befördert werden. Nachdem Tuck verkleinert wurde, ist aber das Labor von Bösewichten überfallen worden und einer der Wissenschaftler konnte mit dem miniaturisierten U-Boot in einer Spritze fliehen. Bevor er von einem Berufskiller erledigt wird, kann er die Spritze noch in den ahnungslosen Jack Putter entleeren.
Als Tuck Jack von der Wahrheit überzeugen kann, gehen die Probleme erst richtig los: Tuck hat nur noch 24 Stunden Luft und die Bösewichte unter der Führung von Megalomaniac Victor Scrimshaw (Kevin McCarthy) haben einen der beiden Chips gestohlen, mit der die Miniaturisierung rückwärts gemacht werden kann. Aber Tuck Pendelton nimmt sein Schicksal in die Hand - mit Hilfe seiner Ex-Freundin Lydia (Meg Ryan) begeben sich Tuck und Jack auf die Jagd nach dem verlorenen Chip.

Innerspace ist trotz des verwandten Themas kein Remake von Fantastic Voyage - aus der militärischen Forschungseinrichtung wurde eine verschluderte Privatfirma und die Bösen sind nicht mehr eine unidentifizierte Macht, sondern leicht übergeschnappte Halunken. Und natürlich wurde der ernste Ton durch eine Menge Komik aufgelockert - die Spezialeffekte sind natürlich auch eine Augenweide, stehen aber hier nicht mehr so stark im Vordergrund wie bei Fantastic Voyage. Dafür kommen die Schauspieler auf ihre Kosten - Dennis Quaid sitzt zwar die meiste Zeit völlig alleine in seiner Tauchkapsel, aber die Chemie zwischen ihm, Meg Ryan und Martin Short ist umwerfend. Auch die Nebencharaktere sind hervorragend besetzt worden und bieten bis auf die letzte kleine Rolle Leute, die im Gedächtnis haften bleiben. Innerspace ist eine perfekte Mischung aus ScienceFiction, Action und Komödie wie man sie nicht besser machen kann.

Lange hat man drauf warten müssen, im Sommer 2002 war es endlich soweit: Innerspace erscheint in den USA auf DVD, und auch die deutsche DVD ließ nicht mehr lange auf sich warten. Für einen angenehm niedrigen Preis bekommt man einen senastionellen Transfer, tollen Sound und eine bemerkenswerte Kommentarspur als Bonusmaterial. Erstaunlicherweise ist diese US-DVD auf Regionalcode 1,2,3 und 4 codiert und enthält jede Menge fernöstliche Untertitel und sogar eine japanische Tonspur - beinahe ein Indikator für ein Bootleg, aber es handelt sich hier tatsächlich um eine legitime Pressung. Warner experimentiert wohl nur mit gemeinsamen Pressungen für die USA, Kanada und Fernost, inzwischen gibt es auch noch andere DVDs dieser Art von Warner. Theoretisch kann man sich also auch die amerikanische DVD von Innerspace zulegen, wenn man einen nicht-codefree-Player hat - da es die DVD aber auch in gleicher Ausstattung in Deutschland gibt, spielt da nur noch der Faktor PAL-Speedup eine Rolle. Ich habe mich deswegen für die US-DVD entschieden, große Unterschiede zur R2-DVD im Preis gibt es da kaum.

Bild

Warner überrascht wieder einmal mit einer hervorragenden Aufbereitung. Innerspace hat immerhin schon fünfzehn Jahre auf dem Buckel und ist als nicht in Panavision gedrehter Film eigentlich ein Kandidat für schlechtes Bild - aber nicht in den Händen von Warner! Für diese DVD wurde eine Filmvorlage gefunden, die bemerkenswert frei von jeglichen Kratzern oder Fusseln ist. Die Grundkörnigkeit des Filmmaterials kommt in einigen Szenen stärker durch als in anderen, fällt aber nie wirklich negativ auf. Ein Rauschfilter kam hier nicht zum Einsatz, dafür glänzt der Transfer auch mit einer erstaunlichen guten Schärfe und einer hervorragenden Detailzeichnung, die einige früher verborgene Einzelheiten aufdeckt. Die Farben werden ebenfalls sauber und unverschmiert wiedergegeben. Sogar die oft dunklen und mit vielen Rottönen durchzogenen Special-Effects sind zum ersten Mal klar und deutlich erkennbar. Besser kann Innerspace eigentlich gar nicht mehr aussehen.
Die alten Videos von Innerspace wurden von einer Texttafel eingeleitet, die explizit darauf hinwiesen, daß dieser Film auf Wunsch des Regisseurs im Originalformat übertragen wurde. Auf diesen Hinweis hat man auf dieser DVD verzichtet, aber es handelt sich natürlich um das Originalformat - es wurde lediglich die Matte etwas auf 1.78:1 geöffnet, vom Bild fehlt hier nichts.

Ton

Auch der Ton wurde selbstverständlich komplett überarbeitet und kommt jetzt in Dolby Digital 5.1 daher. Schon 1987 hat Innerspace ein neues Kapitel in Sachen Surround-Ton aufgeschlagen - es war der erste Film im neuen Dolby-SR (Spectral Recording)-Verfahren, das gegenüber dem alten Dolby Stereo besseren Frequenzgang und Kanaltrennung bot. Der 5.1-Remix holt alles aus dem ursprünglichen Ton heraus, was herauszuholen ist - es gibt einfach nichts Negatives über die englische 5.1-Spur dieser DVD zu berichten. Obwohl Innerspace sehr dialoglastig ist, hat man es hier mit einer erstaunlich räumlichen Tonspur zu tun. Jerry Goldsmiths stimmungsvolle Musik und die Songs verteilen sich breit über alle Lautsprecher, aber das ist noch nicht alles: in den Szenen in Jacks Körper blubbert und gluckert es quer durch den Raum, und die Actionszenen machen auch ausführlichen Gebrauch von den Surroundkanälen. Trotz des beeindruckenden Klangfeuerwerks gehen die kristallklaren Dialoge nicht in der Abmischung unter.

Die ebenfalls vorhandene 2.0-Surroundspur ist offenbar nicht die frühere Abmischung, sondern ein direkter Downmix der 5.1-Spur. Wie so oft klingt die 2.0-Fassung auf meiner ProLogic-Anlage nur halb so gut wie der Hardware-Downmix des Players von der 5.1-Tonspur. Zusätzlich sind noch Französische und Japanische Tonspuren in Mono und Dolby Surround dabei, die überhaupt nicht nachbearbeitet wurden und klanglich weit hinter den englischen Spuren zurückbleiben.

Menü & Specials

Über die derzeitige Bonusmaterial-Politik von Warner kann man sich freuen: zwar bekommen nur die wirklich großen Blockbuster eine aufwendige Special-Edition-Ausstattung, aber die älteren Katalogtitel werden nicht völlig vernachlässigt. Innerspace bekam nur ein einziges Extra, das es aber in sich hat: ein Audiokommentar mit Regisseur Joe Dante, Produzent Michael Finnell, Visual Effects Supervisor Dennis Murren und den Schauspielern Kevin McCarthy und Robert Picardo. Trotz der vielen Beteiligten ist es nicht schwer zu wissen wer gerade spricht - und Robert Picardo kommt erst dazu, als auch sein Charakter im Film das erste mal Auftritt. Die Filmemacher und Schauspieler haben viel Spaß daran sich an die Dreharbeiten zu erinnern und erzählen viele lustige Anekdoten, aber auch eine Menge interessanter Fakten über die Filmproduktion. Die familiäre Atmosphäre und der lockere Umgangston macht diese Kommentarspur fast genauso spannend und lustig wie den Film selbst. Ein Making-Of oder anderes Bonusmaterial vermißt man kaum, wenn man diesen Kommentar gehört hat.

In den simpel gestalteten und nicht animierten Menüs befindet sich sonst nur noch der recht gut erhaltene Kinotrailer und eine kurze Cast&Crew-Übersicht - das übliche Pflichtprogramm halt.

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