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Titel | The Mummy (Die Mumie) | ||
| Studio | Universal Pictures (1999) | |||
| Hersteller | Columbia TriStar Home Video (1999) | |||
| DVD-Typ | 9 (single sided, dual layer) | Bitrate | ø 5,65 max. 9,5 | |
| Laufzeit | 120 Minuten | Kapitel | 18 | |
| Regionalcode | 2 (Deutschland, England) | Case | Scanavo | |
| Fernsehnorm | PAL | |||
| Bildformat | 2.35:1 | 16:9 |
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| Tonspuren |
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| Untertitel | Englisch, Deutsch, Holländisch, Schwedisch, Norwegisch, Finnisch, Dänisch, Griechisch, Hebräisch, Polnisch, Tschechisch | |||
| Freigabe | FSK 16 / BBFC 15 / IRL 12 | |||
| Extras |
Making Of "Die Mumie" Film-Kommentar mit Stephen Sommers (Regie) und Bob Ducsay (Schnitt) Visual & Special Effects Entfallene Szenen Fakten über das alte Ägypten Interaktive DVD Features (Bildschirmschoner, Spiel, Web-Postkarten) Musikalische Untermalung der animierten Menüs Produktionsnotitzen US Kinotrailer Filmografien: Besetzung, Regisseur |
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Allgemeines Zehn Jahre nach Indiana Jones and the Last Crusade kehrt der Mann mit dem Hut zurück auf die Leinwände... oder doch nicht? The Mummy hat das typische Indy-Look&Feel, aber der Held heißt nicht Jones, sondern O'Connell und wird von Brendan Fraser gespielt. Die Mumie ist eigentlich ein Remake des gleichnamigen Horrorfilms aus den dreißiger Jahren mit Boris Karloff, das Universal bei dem erfahrenen Action-Regisseur Stephen Sommers in Auftrag gegeben hatte. Als vom Studio geforderte Cashcow leistet der Film erstaunliches, denn Sommers entschied sich keinen reinen Horrorfilm zu machen, sondern eine Mischung aus Horror und Komödie. Das ist Dank eines witzigen Drehbuchs und guten Hauptdarstellern - neben Brendan Fraser sind Rachel Weisz, John Hannah und Arnold Vosloo als Imhotep zu sehen - wirklich gelungen. The Mummy ist brilliantes Popcornkino, bei dem man nicht einmal gezwungen ist das Gehirn abzuschalten um gut unterhalten zu werden.Universal hatte The Mummy schon 1999 als DVD veröffentlicht, im selben Jahr kam auch noch die von Columbia-Tristar vertriebene europäische Version heraus. Obwohl die Veröffentlichung mittlerweile schon zwei Jahre her ist, können die Bild- und Tonqualität und sogar das Bonusmaterial ohne Mühe mit neueren DVDs mithalten. Trotzdem hat Universal in einem leichten Anflug von Größenwahnsinn eine Ultimate Edition zusammengestellt, die aber nur zwei weitere Audiokommentare mit den Schauspielern und ein paar zusätzliche Extras enthält. Zudem ist die UE in Deutschland nur als 4-DVD-Set zusammen mit The Mummy Returns erhältlich. Erstaunlicherweise kosten diese alte Version von The Mummy und die Einzel-DVD vom zweiten Film zusammen immer noch weniger als das Viererpack, so daß man sich beim Kauf schon gut umschauen sollte. |
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Bild Über das Bild gibt es nichts Negatives zu berichten - hier handelt es sich um einen typischen Universal-Transfer. Die Filmvorlage ist fast makellos, aber auch nur fast: wenn man ganz genau hinschaut, kann man hier und da ein paar vereinzelte Staubkörnchen erkennen. Genauso offenbart sich bei genauerer Betrachtung eine ganz leichte Filmkörnigkeit, die aber so gering ist, daß sie kaum auffällt. Der Transfer ist trotz seines Alters beeindruckend, dazu muß auch gesagt werden, daß 1999 solch eine Qualität auch bei den Majors noch nicht die Regel war. Die Schärfe ist nicht ganz so optimal, wie man es sich vielleicht wünschen könnte, aber das liegt lediglich daran daß dieser Transfer nicht noch nachträglich durch einen Schärfefilter gejagtwurde. Trotzdem bietet das Bild eine erfreulich hohe Detailtreue. Das kommt natürlich den vielen Special-Effects besonders zugute, die so besonders gut aussehen, aber gleichzeitig nicht ihren digitalen Ursprung verraten. Die wundervollen Wüstenaufnahmen und die vielen dunklen Szenen werden durch das perfekte Farbtiming hervorragend wiedergegeben. Das Resultat ist ein durch und durch ordentlicher Transfer, der eigentlich nicht besser hätte sein können. |
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Ton Die Tonspuren sind genauso auf der Höhe der Zeit wie der Transfer, denn hier werden die Möglichkeiten des Digitaltons voll ausgereizt. Als Universal-Film war The Mummy im Kino natürlich mit DTS-Ton ausgestattet, aber diese DVD bietet "nur" 5.1-Ton in Dolby Digital. Die Ultimate Edition hat dagegen eine DTS-Spur, allerdings auch nur in der jeweiligen Landessprache.Ein echter Nachteil sind die Dolby-Digital-Abmischungen auf dieser DVD aber sicher nicht, denn hier wird eine sehr aktive und verspielte Soundtrack geboten, die Sound-Enthusiasten sehr gefallen wird. Hier wird gezeigt, was Raumklang wirklich bedeutet: es gibt kaum eine Szene, in der nicht alle Lautsprecher gleichzeitig aktiv sind. Die Surroundkanäle werden nicht nur von Soundeffekten verwendet, sondern die meiste Zeit über auch von der Musik, die so breit abgemischt wurde daß von ihr sogar auf meinem ProLogic-System der Center kaum verwendet wird. Geräusche sind immer sehr direktional und auch die Stimmen verstecken sich nicht ausschließlich im Center. Diese Tonspur wirkt sehr realistisch und macht eine ganze Menge Spaß, ganz so wie es bei einem Film dieses Kalibers sein sollte. |
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| Menü & Specials Die Menüs gehören eindeutig zu der besseren Sorte, die Universal 1999 hervorgebracht hat. Obwohl es auf den Screenshots nicht so aussieht, sind alle Menübildschirme animiert, mit Musik unterlegt und mit kurzen Übergängen ausgestattet. Wenn jetzt noch die schrecklichen Bonbonfarbenen Knöpfe gegen etwas anderes ersetzt worden wären, würden diese Menüs noch etwas schicker aussehen - aber im Grunde genommen ist das stimmungsvolle Design sehr gut gelungen.Die Extras beginnen mit einem szenenspezifischen Audiokommentar von Regisseur Stephen Sommers und Produzent-Strich-Cutter Bob Ducsay. Die beiden kennen sich offenbar schon seit einer Ewigkeit, wodurch sich der Kommentar anhört wie das Gespräch von zwei Bekannten über ihr gemeinsames Projekt. Natürlich dreht sich diese Kommentarspur hauptsächlich um die technischen Seiten des Filmemachens, aber es wird auch viel über die Schauspieler geredet. Kleine amüsante Geschichtchen und Anekdoten gehören natürlich auch dazu, was diesen Kommentar zu einer höchst amüsanten und interessanten Angelegenheit macht, die man nicht verpassen sollte. Die 48-minütige Dokumentation Building a Better Mummy von J.M. Kenny beginnt stilvoll mit einem Ausschnitt des 1932er-Vorbilds mit Boris Karloff und erzählt anfänglich die Ursprünge des Mummy-Remakes. Ein großer Teil der sehr professionell produzierten Doku dreht sich dann um die CGI-Effekte und läßt die Schauspieler leider etwas in der zweiten Reihe stehen. Die Erklärung der Effekte durch die sympathischen Leute von Industrial Lights and Magic ist dafür sehr anschaulich gemacht und auch für Laien sehr gut verständlich, ohne ins Belanglose abzudriften. Bis auf den verzeihbaren CGI-Schwerpunkt ist dies eine der besseren Dokumentationen, die mit ihrer Kompetenz und der hohen Laufzeit positiv überrascht. Unter dem Feature namens Visual & Special Effects Formation findet sich eine Aufdröselung der CGI-Animationen von insgesamt fünf Szenen, die in je vier Entwicklungsstadien zu sehen sind. Kommentiert und eingeleitet wird jeder der vier kurzen Ausschnitte von ILM-Mitarbeiter John Berton. Hier bekommt einen kleinen Einblick in die Mengen von Arbeit, die für die Fertigstellung der Effektszenen nötig waren. Es ist etwas verwunderlich, daß nur drei Deleted Scenes mit einer Laufzeit von insgesamt gerade einmal zwei Minuten dabei sind. Stephen Sommers erzählt auf der Kommentarspur ausführlich davon, wieviel überschüssiges Material gefilmt und was alles herausgeschnitten wurde - möglicherweise handelt es sich bei den drei hier gezeigten Szenen aber auch schon um die absoluten Highlights vom Boden des Schneideraums. Die Szenen sind leider nicht anamorph, aber im Originalformat und nur in wenig schlechterer Qualität als der Film selbst. Das letzte "bewegliche" Extra ist der Kinotrailer in anamorphem 1.78:1 und Mono-Ton (unglaublich, aber wahr). Wenn man genau hinschaut, kann man einen kurzen Ausschnitt aus der zensierten Version des Films entdecken - wie Stephen Sommers auf der Kommentarspur erzählt, wurde Imhoteps Freundin bei ihrem ersten Auftritt tatsächlich eine Art Bikini übergezogen! Auch bei den Texttafeln überrascht diese DVD. Neben den üblichen Cast&Crew-Biographien und neun Seiten Produktionsnotizen, die man auch im Booklet lesen kann, gibt es auch die virtuelle Vorlesung Egyptology 101. Statt einem drögen Glossar erwarten hier einen gut geschriebene und auf den Punkt gebrachte Erklärungen zu den wichtigsten Begriffen aus der Ägyptologie. Eine wirklich nett gemachte Sache, die an die Dinosaurier-Enzyklopädie auf den Jurassic-Park-DVDs erinnert. Auch nach über zwei Jahren braucht sich das Bonusmaterial dieser DVD nicht zu verstecken, hier wurde so ziemlich alles richtig gemacht. Universal hatte da ein gutes Gespür für die DVD-Ausstattung, etwas was sich bis zu The Mummy Returns leider noch geändert hat. |
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