Planet of the Apes
Cover

21.03.2002

Titel Planet of the Apes (Planet der Affen)
Studio 20th Century Fox (2001)
Hersteller 20th Century Fox Home Video (2002)
DVD-Typ 2x9 (7.03 & 6.93 GB) Bitrate ø 7,4 max. 8,0
Laufzeit 116 Minuten Kapitel 36
Regionalcode 2 (Deutschland) Case Amaray Doppel II
Fernsehnorm PAL
Bildformat 2.35:1 16:9 yes
Tonspuren Dolby Digital 5.1 Surround 384 kbit/s Englisch, Deutsch 2.0 Surround 192 & 96 kbit/s Kommentar 1+2
Dolby Digital 5.1 Surround 768 kbit/s Deutsch
Untertitel Englisch, Deutsch
Freigabe FSK 12
Extras Disc 1
• Audio-Kommentar von Danny Elfman und Tim Burton
• Darsteller- und Crew-Profile
Disc 2
• Multi-Angles
• Making-Of
• Featurettes
• Unveröffentlichte Szenen
• Galerie
• Musik-Videos
• Kino-Trailer & TV-Spots
• Trailer von Moulin Rouge & Dr. Dolittle 2

Allgemeines

Der Astronaut Leo Davidson arbeitet auf einem Forschungsraumschiff, das einen Schimpansen als Testpilot einer Raumkapsel in einen unbekannten Weltraum-Sturm schickt. Der arme Affe verschwindet und Leo jagt ihm in einer zweiten Kapsel nach - und stürzt durch die Turbulenzen auf einem unbekannten Planeten ab. Er begegnet dort zuerst Menschen, aber zu seiner großen Überraschung werden diese von sprechenden Affen gejagt...

Tim Burtons Planet of the Apes hat bis auf das Grundkonzept überhaupt nichts mit Franlin Schaffners 1968er Verfilmung von Pierre Boulles Roman zu tun und sollte auch nicht mit ihm verglichen werden. Wie Tim Burton selbst oft genug gesagt hat, handelt es sich um eine völlige Neuinterpretation des Stoffs. Wake up and smell the bananas! Wenn nicht ständig die Vergleiche zum "Original" gezogen würden, hätten die meisten Kritiker vielleicht auch festgestellt, daß Tim Burtons Version sich als Film sehr gut behaupten kann und nicht nur aus Ausstattung besteht. Die philosophischen Ansätze und die Sozialkritik wirkten früher schon sehr aufgesetzt, hier wurden sie anders eingearbeitet und modernisiert. Planet of the Apes 2001 ist durch und durch ein Tim Burton-Film: dunkel, unheimlich und intensiv. Die Rollenverteilung wurde nicht völlig umgekehrt, die Affen bewegen sich größtenteils immer noch wie Tiere und die gesellschaftliche und soziale Struktur ist ein geradezu satirisches Spiegelbild zur Gegenwart. Einige Parallelen zu der momentanen politischen Lage auf der Welt sind geradezu erschreckend. Themen wie Krieg und Rassismus kommen auch hier nicht zu kurz, auch wenn sie auf eine viel drastischere Weise als in der 1968er-Verfilmung dargestellt werden.

Planet of the Apes besticht natürlich durch die grandiose Optik, aber das ist entgegen der üblichen Meinung längst nicht alles. Die Story ansich ist nicht besonders wichtig, aber das Drehbuch ist trotzdem gut geschrieben und bietet viele intelligente Dialoge. Im Gegensatz zum Original lebt dieser Film aber nicht vom überraschenden Ende, sondern vom Film selbst. Mark Wahlberg als Totalausfall zu bezeichnen ist unfair, denn er ist für die Rolle des egoistischen Airforce-Piloten, der nur das Ziel hat so schnell wie möglich vom Planeten wegzukommen, bestens geeignet - der Charakter Leo Davidson ist nun mal kein sympatischer Superheld. Die Affen-Darsteller, allen voran Helena Bonham-Carter, Tim Roth, Michael Clarke Duncan und Paul Giamatti, sind natürlich die wirklichen Stars des Films und abgesehen von den Bösewichten auch die Sympathieträger. Was die Schauspieler durch die flexiblen Masken an Mimik und Körpersprache zum Ausdruck bringen können, ist eine erstaunliche Leistung. Zusammen mit Danny Elfmans fantastischer Musik und Tim Burtons solider Regiearbeit ist so ein handfester Science-Fiction-Film entstanden, der offenbar zu detailliert und zu intelligent zu sein scheint um beim Massenpublikum anzukommen - es wäre nicht der erste von Tim Burtons Filmen, dem das passiert.

20th Century Fox scheint das Potential des Films erkannt zu haben und hat trotz nur mäßigem Erfolg an den Kinokassen Planet of the Apes eine luxuriös ausgestattete 2-DVD-Special-Edition gegönnt. Hier bekommt man alles, was man über den Film wissen möchte: zwei Audiokommentare, exzellente Dokumentationen, Bildergallerien und noch mehr - schon jetzt eine der bestausgestattesten DVDs des Jahres. Die in Deutschland erschienene DVD ist mit der US-Version bis auf den fehlenden DVD-ROM-Teil und die deutschsprachige DTS-Spur identisch und so fast uneingeschränkt empfehlbar.

Bild

Praktisch alle Major-Studios haben inzwischen die Meßlatte für DVD-Transfer von neuen Filmen dermaßen hochgesetzt, daß schon kleinere Fehler unangenehm auffallen können. Fox hat hier jedoch alles richtig gemacht und einen aalglatten Transfer hingelegt, an dem es absolut nichts auszusetzen gibt. Die Filmvorlage ist völlig frei von Dropouts und die Körnigkeit auf einem kaum noch erkennbaren Minimum. Die Schärfe ist ausgezeichnet, obwohl keinerlei Nebenwirkungen von nachträglicher Aufschärfung zu sehen sind. Die düstere Farbpalette wird ausgezeichnet wiedergegeben, Kontrast und Helligkeit sind so gut ausbalanciert, daß man auch in den vielen dunklen Szenen noch alle Details erkennen kann. Dieser Transfer basiert natürlich auf dem gleichen Highdef-Master, das schon für die amerikanische THX-zertifizierte DVD verwendet wurde - was wieder einmal zeigt, daß man für eine ausgezeichnete Bildqualität nicht unbedingt an Lucasfilm Gebühren abdrücken muß.

Ton

Rein qualitätsmäßig wird man einer State-of-the-Art-Soundtrack eines neuen Kinofilms kaum etwas vorwerfen können, es sei denn die DVD wurde schlecht gemastert. Das ist hier natürlich nicht der Fall, und so bekommt man hier gleich mehrere technisch perfekte Tonspuren geboten. Neben dem englischen und deutschen Ton in Dolby Digital 5.1 (was ist eigentlich mit DD-Ex passiert?) ist hier nur der deutsche Ton in DTS 5.1 dabei. Wer den Originalton in DTS genießen möchte, wird diese DVD aus einem englischsprachigem Land importieren müssen, da sich Fox neben Universal und Columbia-Tristar dazu entschieden hat DTS-Ton nur in der jeweiligen Landessprache auf einer DVD anzubieten.
An der Abmischung der englischen 5.1-Tonspur ist im Grunde genommen nichts auszusetzen, allerdings ist der Mix deutlich frontlastig und verwendet die Surroundkanäle nur für punktuelle Effekte - wenn sie dann aber mal zu hören sind, gehts richtig zur Sache. Danny Elfmans Musik, die mindestens die Hälfte der Klangatmosphäre des Films ausmacht, beschränkt sich auch auf die vordere Soundstage, aber ist dort sehr breit abgemischt worden. Die Stimmen bleiben meistens in der Mitte, aber die Geräusche sind höchst direktional und werden auch schonmal quer über alle Lautsprecher geschickt. Nicht gerade Demomaterial, aber eigentlich sehr zufriedenstellend wenn man nicht zu anspruchsvoll ist.
Die Umschaltung der Tonspuren und Untertitel wurde aus einem guten Grund abgeschaltet und sollte auch auf Playern, auf denen das trotzdem möglich ist nur über die Menüs geschehen - zumindest auf meinem Player kam es bei manueller Umschaltung offenbar durch den Enhanced-Viewing-Modus zu merkwürdigen Resultaten, die manchmal ein Ton ohne Bild oder auch ein Bild ohne Ton waren.

Menü & Specials

20th Century Fox erstaunt in letzter Zeit immer wieder mit geradezu opulent ausgestatteten Doppel-DVDs, zu denen nun auch Planet of the Apes gehört, obwohl dieser Film an den Kinokassen kein wirklicher Erfolg war. Trotzdem hat DVD-Produzent David Prior eine Sammlung von Bonusmaterial zusammengestellt, die sich direkt neben Starwars Episode 1 und anderen DVDs sehen lassen kann.

Schon am düsteren, aber aufwendigen Menüdesign merkt man, daß man es hier nicht mit einer "Trailer, Making-Of, Tschüß!"-DVD zu tun hat. Manchmal ist die Navigation in diesen Menüs nicht ganz einfach, besonders auf der zweiten DVD muß man erst einmal ausprobieren, wie die Steuerung überhaupt funktioniert. Wenn man das aber einmal raushat, erwarten einen eine große Menge an Bonusmaterial, das auch im beigelegten Booklet in einer Baumstruktur detailliert aufgeschlüsselt wird. Positiv ist, daß sämtliches Bonusmaterial inklusive den Audiokommentaren mit deutschen Untertiteln ausgestattet wurde und damit Englisch-Unkundige nicht im Regen stehen läßt.

Das Bonusmaterial beginnt schon auf der ersten DVD mit gleich zwei Audiokommentaren von Tim Burton und Danny Elfman. Tim Burton war noch nie sonderlich begeistert von Kommentarspuren und hat so seinen ganz eigenen, etwas verworrenen Sprechstil, der seinen Kommentar etwas ungewöhnlich macht. Burton bezieht sich nur selten direkt auf das, was gerade im Film vor sich geht und erzählt mehr Allgemeines über die Probleme und Erfolge der Dreharbeiten und Vorbereitungen. Dabei ist er sehr ehrlich und spricht offen über den Zeitdruck während der Dreharbeite, durch die manche Sachen nicht hatten verwirklicht werden können. Tim Burton verzichtet vollständig auf technische Details und zeigt damit, daß er eigentlich ein Filmemacher der alten Schule mit enormen Wissen über die Filmgeschichte ist. Die wirklichen Rätsel des Films deckt er zwar nicht auf, aber trotzdem erzählt Burton sehr viel wissenswertes über den Film und bleibt dabei nicht nur beim Oberflächlichen. Trotz der manchmal etwas längeren Pausen ist dies ein äußerst interessanter Kommentar, der leider aus Platzgründen mit nur 96 kbit/s für zwei Kanäle fast zu Tode komprimiert wurde und dadurch Tim Burtons gelegentliche Nuschelei noch schwerer verständlich macht.

Die zweite Kommentarspur ist eigentlich eine isolierte Musik/Effektspur mit Kommentar von Danny Elfman. Für jeden Musiker, oder den der sich zumindest für Musik interessiert, ist diese Kommentarspur eine Fundgrube. Filmkomponist Danny Elfman, der schon für fast alle Filme von Tim Burton die Musik schrieb, erzählt während den Pausen und auch den leiseren Stellen über seine Arbeitsmethoden, seine Zusammenarbeit mit den Filmemachern und Musikern und noch viel mehr. Obwohl seine Kommentare sehr interessant sind, ist es schade daß nicht die komplette Filmmusik zu hören ist und auch noch ein großer Teil der Geräusche mit im Mix belassen wurde. Trotzdem ist diese Tonspur eine große Überraschung, denn die Angabe auf dem Cover ließ ehr auf einen Kommentar von Tim Burton und Danny Elfman zusammen schließen.

Ein Erstversuch für Fox ist die Enhanced Viewing Option, die ein Hybrid aus dem traditionellen Follow-the-Rabbitt-Feature und den Video-Kommentaren wie bei der Dogma SE ist. Wenn man diese Funktion aktiviert, wird im laufenden Film entweder ein Affensymbol zum aktivieren per Fernbedienung auffordern und in einen separaten Ausschnitt abzweigen, oder im laufenden Film werden kleine "Fenster" mit Interviews und ähnlichem eingeblendet. Wieviel Material da wirklich zu sehen ist, habe ich noch nicht herausgefunden, weil man sich dazu den gesamten Film noch einmal ansehen muß. Mit etwas tricksen kann man diese Featurettes wahrscheinlich auch manuell anspringen, aber einen speziellen Menüpunkt gibt es dafür leider nicht.

Die zweite DVD ist in sechs Bereiche strukturiert, von denen sich der sechste auf der deutschen DVD nicht anwählen läßt - dort befand sich nämlich auf der US-Version der Hinweis auf die DVD-ROM-Features, die bei den anderen Fassungen weggelassen wurden. Um die Leseproben aus verschiedenen Planet of the Apes-Büchern ist es nicht besonders schade, allerdings schon um das komplette Drehbuch inklusive vielen Storyboards. Das Drehbuch kann man allerdings auch auf einschlägigen Seiten im Internet bekommen.

1 - The Making of the Apes
In diesem Bereich sind sieben Featurettes untergebracht, die eigentlich zusammen eine lange 105-Minuten-Dokumentation bilden. Alles kommt ohne einen Voiceover-Kommentar aus und spricht in einer ganz ähnlichen Weise für sich selbst, wie das schon bei den Dokus der Starwars Episode 1-DVD der Fall war.


Die Simian Academy (24 Minuten) ist eigentlich eine vornehmere Umschreibung für die Affenschule, die alle Schauspieler und Stuntleute besuchen mußten, um zu lernen sich wie Affen zu bewegen und zu verhalten. Stuntcoordinator Terry Notary erzählt, wie er mit den Leuten gearbeitet hat und es sind auch viele Aufnahmen von den "Turnübungen" zu sehen - da ist sich keiner der Schauspieler inklusive Helena Bonham-Carter zu schade, um wahrsten Sinne des Wortes einen Affen aus sich zu machen. Auch zu sehen ist die Arbeit mit den richtigen Affen, die noch weitaus schwieriger war als mit den Menschen

Face like a Monkey
(30 Minuten) dreht sich natürlich um Rick Bakers faszinierende Masken, die den Film erst richtig zum Leben erweckt haben. 1968 waren die Affen-Makeups nur bessere Gummimasken, aber 2001 sind es komplexe Masken, die die Mimik der Schauspieler erstaunlich gut durchscheinen lassen. Gezeigt wird auch die eigentliche Herstellung der Masken und natürlich der aufwendige Makeup-Prozess, der drei bis vier Stunden dauerte - die Affen-Schauspieler mußten jeden Tag sehr früh aufstehen, um pünktlich zum Drehbeginn in vollem Kostüm auf dem Set zu erscheinen. Die Schauspieler nehmen es mit Humor und

Ape Coture (7 Minuten) ist mehr als nur eine Lobpreisung von Kostümdesignerin Coleen Atwood, die hier von ihrer Arbeit am Film erzählt. Dazu sind viele Behind-the-Scenes Aufnahmen vom Set, von den Vorbereitungen und einige Screen Tests mit Atwoods Kommentar zu sehen, die in der nächsten Abteilung in voller Länge zu sehen sind.

Die Screen Tests sind in die Gruppen Makeup (3:38), Group (2:32), Movement (1:44), Costume (1:31) und Stunts (4:14) eingeteilt und sind bis auf Stunts in anamorphem 2.35:1 abgelegt worden. Obwohl das hier nur reine Kameratests sind, handelt es sich um teils sehr lustige und interessante Szenen, in denen man sieht wieviel Spaß h die Schauspieler an ihren Rollen gehabt haben müssen. Die letzte Abteilung sind Videoaufnahmen aus einer Turnhalle, in der die waghalsigen Stunts geprobt wurden - das ist nur für schwindelfreie Gemüter zu empfehlen.

Chimp Symphony Op. 37 (10 Minuten) ist Danny Elfmans Featurette, die sich ausschließlich um die Filmmusik dreht und hauptsächlich aus einem Blick in die Aufnahmesessions und Interviews mit Elfman besteht. Wie schon auf seiner Kommentarspur erzählt er auf eine humorvolle und leicht verständliche Art über seine Zusammenarbeit mit Tim Burton und seine etwas unkonventionelle Arbeitsweise.

On Location: Lake Powell (12 Minuten) sind sehr interessante Behind-the-Scenes-Aufnahmen von den Dreharbeiten am Lake Powell, wo ein großer Teil des Films gedreht wurde. Dort hatte die Crew mit verschiedenen Problemen zu kämpfen, vor allen Dingen scheint aber die Kälte dem Team zugesetzt zu haben. Michael Duncan Clarke meldet sich auch hier kurz zu Wort, als er mit einer gehörigen Portion Sarkasmus und Ironie zwischen mehreren Takes einer Aufnahme ein paar Kommentare gibt.

In Swinging from the Trees (10 Minuten) kommen die Stuntleute Terry Notary und Chgarlie Croughwell und andere zu Wort, die eindrucksvoll schildern wie die springenden und hetzenden Affen realisiert wurden. Man denkt, daß vieles davon per CGI gemacht wurde, aber tatsächlich wurde vieles mit konventionellen Mitteln erledigt.

2 - Multi-Angle Featurettes
Insgesamt vier Szenerien, von denen zwei nochmal in vier Segmente unterteilt sind, kann man sich hier entweder als Aufnahmen vom Set mit zwei oder drei Kamerawinkeln und Tonspuren, Konzeptzeichnungen, fertiger Filmszene - und Drehbuchauszug anschauen. Eine sehr interessante Zusammenstellung, allerdings sind die Multiangle-Videoaufnahmen so wackelig aufgenommen, daß sie mir schnell Kopfschmerzen bereitet haben. Besonders lobenswert ist aber ein zusätzlicher Kamerawinkel, auf dem alle zusammen gleichzeitig zu sehen sind.

3 - Extended Scenes
Als Planet of the Apes kurz vor der Kinopremiere stand, kursierten im Internet Gerüchte, daß Regisseur Tim Burton mehr als ein Dutzend verschiedene Schlußszenen gedreht hätte - wer die in dieser Abteilung vermutet, wird enttäuscht sein, zumal Burton in der Kommentarspur auf das Gerücht anspricht und erzählt, daß doch nur eine einzige Fassung der Endszene gedreht wurde. Richtige Deleted Scenes im klassischen Sinn finden sich hier auch nicht, lediglich erweiterte Versionen von vorhandenen Sequenzen. Viel neues bringen diese fünf Szenen mit einer Laufzeit von zusammen gerade mal fünf Minuten kaum, außerdem scheinen es Arbeitskopien aus einem Avid-Schnittcomputer zu sein, die zwar im Originalformat vorliegen, aber halt nicht-anamorph sind und eine ziemlich matschige Bildqualität haben. Insgesamt nichts besonderes, aber ein gutes Beispiel welche subtilen Unterschiede durch den Schnitt entstehen können.

4 - Promotional Works
Lobenswerterweise streng getrennt von den Dokumentationen befindet sich hier das Werbematerial, das mit dem gar nicht so schlechten 27-minütigen HBO Special beginnt. Gehostet von Michael Clarke Duncan, der sich in den anderen Dokumentationen auch schon als sehr kooperativ herausgestellt hat, beginnt dieses Making-Of mit seinem Tagebuch als Schauspieler und dem ersten Weckruf. Die Behind-the-Scenes-Aufnahmen und Interviews überschneiden sich kaum mit dem restlichen Bonusmaterial. Die reine Werbenatur kommt dabei nie ganz durch, eigentlich gehört dieses Special mehr in die erste Abteilung.

Mehr in die Kategorie "überflüssig" fällt das Musikvideo Paul Oakenfield - "Rule the Planet Remix", das nicht mehr ist als fast drei Minuten lang aneinandergereihte Filmausschnitte, die mit einer grausam Technobeat-verunstalteten Soundtrack unterlegt sind. Auf sowas kann man doch verzichten.

Trailers & TV-Spots beherbergt zwei Kinotrailer und sechs TV-Trailer von diesem Film, einen Trailer für die Video-Veröffentlichung der alten Planet-of-the-Apes-Filme, und jeweils einen Trailer von Moulin Rouge und Dr. Doolittle 2. Erstaunlich ist nur, daß Fox es immer noch nicht gelernt hat auch die Trailer von nagelneuen Filmen in guter Qualität auf die DVDs zu bekommen - bei dieser Bildqualität meint man es mit Filmen aus den 70ern zu tun zu haben.

Posters & Press Kit sind 54 Bildschirmseiten mit Texttafeln, die von einigen Bildern der Posterkampagne eröffnet werden. Das dreißigsekündige Music Promo ist genauso überflüssig wie der gräßliche Remix, mit dem dieser Werbespot auch noch wirbt.

5 - Gallery
Die obligatorische Bildergallerie birgt viel mehr in sich, als man vermutet. In den zwei Kategorien Scenes und Props befinden sich mehr als 100 Konzeptzeichnungen und Storyboards, die bei so einem visuell beeindruckenden Film eine willkommenes Extra sind. Wer sich für die ausgezeichnete Produktionskunst interessiert, kann hier lange drin schwelgen. Kleiner Tip für besitzer von 4:3-Fernsehern und DVD-ROMs im Computer: wenn man den DVD-Player auf Pan&Scan stellt, werden die Bilder (wie die gesamten Menüs) auf 1.33:1 aufgezoomt, ohne daß etwas an den Rändern abgeschnitten wird. So kann man sich die Bilder in angenehmerer Größe anschauen.



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