Back to the Future
Cover

22.12.2002

Titel Back to the Future
Studio Universal / Amblin (1985)
Hersteller Universal Home Video (2002)
DVD-Typ 9 (7,80 GB) Bitrate ø 6,26 max. 9,5
Laufzeit 116 Minuten Kapitel 20
Regionalcode 1 (USA/Kanada) Case Dreifach-Alpha
Fernsehnorm NTSC Mastering Deluxe Digital
Bildformat 1.85:1 16:9 yes
Tonspuren Dolby Digital 5.1 Surround 448/384 kbit/s Englisch, Französisch 2.0 Surround 192 kbit/s Kommentar 1+2
Untertitel Englisch, Spanisch
Freigabe Canada PG
Extras • Michael J. Fox - Discusses his experience making the Back to the Future Trilogy
• Hilarious Outtakes - Flubs, bloopers and antics from the films
• Audio Commentaries - On all three films by writer/producer Bob Gale and producer Neil Canton
• Live Q&A-Session - On alln three films by director Robert Zemeckis and writer/producer Bob Gale
• Hoverboard Tests - Original "flying skateboards" on-location road tests
• Digitally Remastered - All three films have been completely remastered in 5.1 digital surround
• Making the Trilogy - A rare, behind-the-scenes look at the making of all three films, including original and new interviews with the cast and crew
• Animated Anecdotes - Hundreds of fun facts and interesting trivia you can choose to view while watching the films
• Music Videos - "Power of Love" by Huey Lewis & the News and "Doubleback" by ZZ Top
• Evolution of the Special Effects - Lucasfilm's Industrial Light and Magic shows how the films' special effects were developed
• Behind-the-Scenes Segments - Designing the DeLorean, Make-Up Tests, Time Travel, Storyboarding, Production Design and more!
• Production Archives - Interactive environment featuring production photos, original storyboards, conceptual art, props and theatrical marketing materials

Allgemeines

Marty McFly (Michael J. Fox) ist eigentlich ein ganz normaler amerikanischer Teenager, der so seinen Streß mit seinen Eltern (Lea Thompson und Cris Glover), mit der Schule und anderen Dingen hat, die sich mit dem Leben in der Kleinstadt Hill Valley so ergeben. Das einzig ungewöhnliche in Martys Leben ist die Bekannschaft zu dem verschrobenen Erfinder 'Doc' Emmet Brown (Christopher Lloyd). Mitten in der Nacht auf einem Parkplatz eröffnet Doc Brown Marty, daß er sein Lebenswerk fertiggestellt hat: eine Zeitmaschine, praktischerweise in Form eines schicken DeLorean-Sportwagens. Der fährt zwar mit normalem Benzin, aber der Fluxkompensator der Zeitmaschine braucht eine Ladung Plutonium für jeden Trip. Den strahlenden Sprit hat Doc Brown von Terroristen gestohlen, die sich von ihm eine Bombe bauen lassen wollten. Gerade als er sich auf eine Reise in die Zukunft machen will, kommen die Terroristen dazwischen, erschießen Doc Brown und sind auch hinter Marty her, dessen einzige Fluchtmöglichkeit der DeLorean ist. Während der Verfolgungsjagt aktiviert Marty versehentlich die Zeitmaschine, und als er auf 88 Meilen pro Stunde kommt, wird er dreißig Jahre in die Vergangenheit befördert. Marty stolpert durch seine Heimatstadt, wie er sie noch nie gesehen hat und läuft zufällig seiner zukünftigen Mutter über den Weg, die sich heftig in ihn verliebt - sehr zur Bestürzung des 1955er Doc Brown, der zuerst gar nicht glauben kann daß er wirklich eine Zeitmaschine bauen wird, aber schließlich Marty wieder zurück in die Zukunft bringen muß. Aber was ist schwieriger, die 1.21 Gigawatt für die Zeitmaschine zu generieren oder Martys Eltern miteinander zu verkuppeln?

Back to the Future ist neben The Time Machine der bekannteste Zeitreise-Film der Kinogeschichte und einer der erfolgreichsten Kinoüberraschungen der achtziger Jahre gewesen. Entstanden in den Köpfen von Robert Zemeckis und Bob Gale machte die Geschichte um den zeitreisenden Teenager mehrere Metarmorphosen durch, bis 1985 die Dreharbeiten unter der Schirmherrschaft von Universal und Steven Spielbergs neuer Produktionsfirma Amblin begannen. Obwohl unter großem Zeitdruck gearbeitet wurde und Hauptdarsteller Michael J. Fox gleichzeitig die TV-Serie Famliy Ties drehte, gelangen Robert Zemeckis und Bob Gale ein Geniestreich. Back to the Future wird oft als Science-Fiction-Film mit vielen Effekten bezeichnet, aber iin Wirklichkeit entsteht die Faszination des Films durch das clevere Drehbuch, die engagierten Schauspieler und den mit viel Liebe zum Detail gestalteten Kulissen. Die Geschichte verliert sich nicht in technischen Einzelheiten, sondern beschäftigt sich auf humorvolle Weise mit den Nebenwirkungen einer Zeitreise. Die Begegnung mit den eigenen Eltern in der Vergangenheit und der
kulturellen Unterschiede geben in Back to the Future Gelegenheit für viele kleine Anspielungen und Parodien auf den amerikanischen Way of Life. Obwohl der Film nun schon 17 Jahre alt ist, wirkt er ironischerweise bis auf wenige Ausnahmen fast zeitlos und nicht wie ein Relikt aus den achtziger Jahren. Back to the Future ist perfekte, intelligente Kinounterhaltung wie sie im Buche steht.

Eigentlich sollte die Back to the Future-Trilogie schon 1997 als eine der ersten DVDs erscheinen, aber dazu ist es nie gekommen. Fünf Jahre später - schon beinahe eine Zeitreise-Geschichte für sich - ist es nun so weit, aber ganz so einfach wie man sich das vorgestellt hat, ist die Veröffentlichung doch nicht geworden. Ursprünglich sollte es eine weltweit gleichzeitige Release im Sommer 2002 geben, aber Universal bekam angeblich zeitliche Probleme bei der Zusammenstellung des Bonusmaterials. Letzendlich wurde entschieden, die DVDs zuerst in Australien und Deutschland mit dem bisher vorhandenen Extras herauszubringen und die Veröffentlichung der amerikanischen und englischen DVDs auf Dezember zu verschieben, um mehr Bonusmaterial zusammenzustellen. Die deutschen DVD-Käufer sind also wieder einmal angeschmiert worden, und obwohl die deutsche Back to the Future-Trilogie-Box eine hervorragende Bild- und Tonqualität bietet, ist das Bonusmaterial sehr enttäuschend.

Dieses in den USA im Dezember veröffentlichte Boxset enthält dagegen alles, was auf der deutschen Version noch gefehlt hat - darunter Audiokommentare, Featurettes und mehr Deleted Scenes. Nur in einem Punkt enttäuscht die amerikanische DVD: der Verpackung. Kam die deutsche DVD noch in einem schicken schwarzen Digipack daher, bekommt man hier nur ein klapperiges Dreifach-Alphacase in einem dünnen Pappschuber, dessen Design gründlich danebengegangen ist. Aber alleine das zusätzliche Material macht aus der US-DVD das, was die anderen Fassungen schon vorher hätten sein sollen. Die kanadische Version des Boxsets ist mit der amerikanischen Ausgabe identisch, besitzt jedoch ein Wendecover, daß leider auf beiden Seiten bilingual ist. Die enthaltenen DVDs sind jedoch exakt die gleichen.

Diese Kritik bezieht sich nur auf Back to the Future, Back to the Future II und Back to the Future III sind in separaten Kritiken untergebracht.

Bild

Ausgestattet mit einem nagelneuen anamorphen Transfer im 1,85:1-Originalformat kann man Back to the Future auf dieser DVD endlich in optimaler Bildqualität genießen. Universal hat es geschafft, eine bemerkenswert intakte Filmvorlage aufzutreiben, die von fast allen Fusseln und Kratzern befreit wurde. Allerdings ist den ganzen Film hindurch eine gewisse Körnigkeit präsent, die aber am damals verwendeten Filmmaterial liegt und hier wegen der Gleichmäßigkeit überhaupt nicht negativ auffällt. Zum Glück wurde ein Rauschfilter hier auch nur äußerst sparsam und ohne Nebenwirkungen eingesetzt. Die Schärfe ist erstaunlich gut, kann aber durch das Quellmaterial bedingt nicht auf dem gleichen Level wie ein ganz neuer Film sein. Trotzdem lassen sich auf dieser DVD viele Details erkennen, die früher immer verborgen blieben - mit Hilfe der Pausenfunktion des Players kann man hier viele Sachen entdecken. Farblich sieht dieser Transfer wie neu aus, was man von den früheren Versionen nicht behaupten konnte: entweder waren die Farben zu blaß oder zu kräftig, aber hier ist erstmals die richtige Balance gefunden worden. Kontrast und Helligkeit sind ebenfalls gut ausgeglichen, was besonders den vielen dunklen Szenen zugute kommt, in denen man endlich alles erkennen kann. Die Kompression ist dank der sehr hoch angesetzten Bitrate völlig problemlos, Artefakte treten überhaupt nicht auf. Allerdings ist der Layerwechsel ungünstig positioniert und kann im ungünstugsten Fall zu einem kurzen Ton-Aussetzer führen.

Interessant ist, daß dieser Transfer gegenüber den früheren Widescreen-Videofassungen komplett neu geframet wurde und an vielen Stellen einen etwas anderen Bildausschnitt zeigt - meistens ist sogar an den Seiten mehr sichtbar. Insgesamt habe ich den rein subjektiven Eindruck, daß die Bildkomposition nun viel intakter und natürlicher wirkt.
Universal wandelt auf den Pfaden von Warner, die dieses Jahr schon ähnlich herrlich aussehende DVDs von Filmen wie Innerspace und Gremlins herausgebracht haben - besser könnte es mit Back to the Future gar nicht geklappt haben.

Ton

Akustisch wurde für die neuen Back to the Future-DVDs natürlich auch eine ganze Menge unternommen. Die ursprüngliche Dolby-Stereo-Fassung wurde selbstverständlich in einen Dolby-5.1-Mix "umgewandelt" - diese Neuabmischung einen Upmix zu nennen, wäre eine haushohe Untertreibung, denn die englische Fassung wurde komplett neu von den Original-Tonelementen aufgebaut. Dabei wurde vor allem die Musik inklusive der Songs viel breiter und raumfüllender abgemischt, aber auch viele Soundeffekte und die Dialoge wurden enorm verbessert. Obwohl Back to the Future ein recht dialoglastiger Film ist, wird von diesem neuen Mix in manchen Szenen ein realistischer Raumklang erzeugt, ohne wie in den Actionsequenzen mit direkten Effekten um sich zu werfen. Die Szenen in Lou's Cafe und beim Tanz in der Turnhalle bieten nicht nur durch die Musik eine bessere Atmosphäre als in den früheren Versionen. Der leichte Mangel im Baßbereich auf der RC2-Version ist hier nicht mehr so stark hörbar, aber das hat möglicherweise auch etwas mit dem fehlenden PAL-Speedup zu tun.

Die französische Fassung leidet erstaunlicherweise unter fast den gleichen Problemen wie die deutsche Tonspur auf der RC2-DVD: dumpfer Klang und kaum vorhandene Surroundeffekte. Auf DTS muß man bei der amerikanischen DVD verzichten, da dieses Format zugunsten zusätzlichem Bonusmaterial weggelassen wurde - aber das kann man verschmerzen, da die Dolby-Digital-Spuren nicht besser klingen könnten.

Die englische Tonspur wurde lobenswerterweise mit 448 kbit/s codiert, die französische hingegen nur mit 384 kbit/s. Wie bei der deutschen DVD ist die Umschaltung der Tonspuren und Untertitel über die Fernbedienung gesperrt worden. Die englischen Untertitel sind eigentlich für Gehörlose und setzen jedes Geräusch in Text um, während die deutschen Untertitel nicht zur Synchronfassung passen, sondern eine Übersetzung der englischen Version sind.

Bonusmaterial

Lange bevor die ersten Back to the Future-DVDs erschienen, kochte die Gerüchteküche auf Hochtouren und die Angaben über mögliches Bonusmaterial überschlugen sich. Mitte 2002 wurde die Situation etwas klarer: die deutschen und australischen DVDs erschienen zwar im September, bekommen aber gegenüber der im Dezember erschienenen amerikanischen DVDs weniger Extras. Hier gibt es nun endlich die vollständige Version, die

Das Menüdesign der US-DVDs wurde etwas erweitert, insbesondere das Hauptmenü wurde gegenüber den anderen Fassungen komplett überarbeitet und sieht nun weitaus professioneller aus. Die restlichen Menüs sind immer noch nicht animiert, wurden aber auch erweitert und sehen nicht mehr so billig aus. Außerdem wurden in der Kapitelübersicht den einzelnen Kapiteln Namen gegeben.

Das Q&A with Director Robert Zemeckis and Producer Bob Gale wurde auf der deutschen DVD noch als "Audiokommentar" bezeichnet, ist aber hier unter seiner Wahren Bezeichnung aufgeführt. Hierbei handelt es sich um eine Art Interview mit Robert Zemeckis und Bob Gale, das nach einer Aufführung des Films in der Universität von Südkalifornien von DVD-Produzent Laurent Bouzereau veranstaltet wurde. Die "beiden Bobs" sind nicht mit besonderer Begeisterung bei der Sache und beantworten die Fragen immer sehr ungenau, und wirklich neues was man noch nie woanders gehört hat, erfährt man hier überhaupt nicht. Worin Zemeckis und Gale aber Meister sind, ist über das niedrige Budget und einige Darsteller zu jammern. Gerade deswegen hinterläßt dieses Interview einen sehr zwiespältigen und unbefriedigenden Eindruck. Auch enttäuschend ist, daß nach 98 Minuten Schluß ist und die letzte Viertelstunde ungenutzt bleibt. Praktisch alles, was hier erwähnt wird, ist auch in der einen oder anderen Form in den Dokumentationen drin, so daß sich hier ungewöhnlich viel überschneidet.

Viel informativer und interessanter gibt sich dagegen der szenenspezifische Audiokommentar mit Bob Gale und Neil Canton. Beim ersten reinhören wirkt dieser Kommentar etwas trocken, aber die beiden Produzenten erwähnen eine Menge Details, die sonst nirgendwo auf dieser DVD zur Sprache kommen. Bob Gale ist derjenige, der am meisten aus dem Nähkästchen plaudert und dabei mehr auf die technischen Aspekte eingeht - wahrscheinlich mit Absicht, weil der Rest schon im Q&A besprochen wurde. Dadurch ergeben sich auch kaum Überschneidungen mit dem Rest des Bonusmaterials. Gegen Ende des Films wird es etwas stiller auf der Kommentarspur, aber es schafft halt nicht jeder Filmemacher fast zwei Stunden lang ununterbrochen zu reden. Zudem bemerkt man, daß die beiden Produzenten noch keine große Erfahrung mit Audiokommentaren haben und sich zu Beginn noch etwas schwer tun, aber im Laufe des Films langsam auftauen. Es ist nicht die perfekteste Kommentarspur die es gibt, aber doch sehr zufriedenstellend.

Die Animated Anecdotes sind eine einfache Untertitelspur, die mit animierten Grafiken ergänzte Fakten über den Film enthält. Diese bewegen sich zwischen völlig offensichtlichen Dingen über direkte Auszüge aus dem Trivia-Eintrag in der IMDB bis zu ständigen "XXX was played by YYY who also starred in ZZZ"-Anmerkungen. Für Neulinge ist das bestimmt ganz interessant, aber echte Fans dürften da nur Langeweile bekommen. In Kombination mit dem Audiokommentar ist dieses Feature aber doch ganz gut genießbar.

Enhanced Conversation with Michael J. Fox ist eine Implementation von dem, was seit The Matrix als "White Rabbitt Feature" bekannt ist. Einmal aktiviert erscheint ab und zu ein Symbol auf dem Bildschirm, und wenn man dann die Return-Taste drückt wird ein kurzer Interviewausschnitt mit Michael J. Fox aufgerufen.

Das Making of Back to the Future (14:24) ist eine TV-Produktion von 1985, die eigentlich nur zu Werbezwecken diente, aber sich gegenüber dem, was sich heute so Making-Of nennen darf positiv abhebt. Die Interviews mit Robert Zemeckis, Bob Gale, vielen Schauspielern, Crewmitgliedern und sogar Steven Spielberg werden von einer Menge von Behind-the-Scenes-Aufnahmen ergänzt. Darunter sind auch einige sehr seltene Sachen zu sehen, unter anderem auch der Beginn eines im Film überhaupt nicht vorhandenen alternativen Gitarrensolos zu Johnny B Goode und mehr von Huey Lewis Cameo.

Making the Trilogy Chapter I
(15:29) ist der erste Teil einer neuen, von Laurent Bouzereau speziell für die DVDs produzierten Dokumentation. Robert Zemeckis, Bob Gale und Michael J. Fox erzählen in neuen Interviews vom Ursprung der Idee, den ersten Anfängen und den schwierigen Beginn der Dreharbeiten. Leider sind weder Christopher Lloyd noch Lea Thompson dabei, und inhaltlich wird auch nur an der Oberfläche gekratzt. Gegenüber dem Making-Of ist hier nicht viel neues zu erfahren, und für eine richtige Retrospektive ist die Laufzeit viel zu kurz. Dazu werden auch noch viel zu viele Filmausschnitte gezeigt und alles andere Bildmaterial vom Set wurde dem Making Of entnommen.

Die Outtakes (2:44) sind eigentlich ein Gag-Reel, das aus einigen verpatzten, aber auch alternativen Szenen besteht deren Inhalt ich hier jetzt nicht näher erwähnen werde um die Überraschung nicht zu verderben.

Die Deleted Scenes (8:49) dürften teilweise noch aus dem Featurette Secrets of the BTTF Trilogy bekannt sein, sind hier aber in voller Länge und wie die Outtakes auch ins richtige Format gemattet zu sehen:

• Peanut Brittle (0:51)
• "Pinch Me" (0:34)
• Doc's Personal Belongings (1:39)
• "She's Cheating" (1:03)
• Darth Vader Extended Version (3:01)
• "Hit me, George" (0:25)
• "You got a Permit?" (1:53)
• The Phone Booth (1:10)

Gegenüber der RC2-DVDs ist hier nur die erste Szene neu dazugekommen, aber die wirkliche Neuerung ist der Audiokommentar von Bob Gale zu allen Szenen, der endlich erklärt warum die Szenen geschnitten wurden und wie die Entscheidung zustande kam. Außerdem sind einige Sequenzen durch Material aus dem fertigen Film ergänzt worden, um den Kontext besser erkennen zu lassen - das bringt natürlich einen deutlichen Sprung in der Bildqualität mit sich, denn die Deleted Scenes stammen offenbar von VHS-Kopien eines angekratzten Workprints und sind daher auch nicht anamorph. Das Aussehen ist hier aber nicht so wichtig, denn Spaß machen diese Szenen auf jeden Fall. Auf der US-DVD kann man sich nun auch alle Szenen direkt hintereinander anschauen.

Original Makeup-Tests (2:17) sind Testaufnahmen von Christopher Lloyd, Thomas F. Wilson und Lea Thompson in einer frühen Makeup-Version, die besonders bei Doc Brown stark von dem im Fim verwendeten abweicht.

Die Production Archives wirken in den Menüs recht unscheinbar, aber dahinter verbirgt sich eine erfreulich große Sammlung von Fotos, Bildern und Konzeptzeichnungen. Marty McFly Photo Album besteht aus 78 Bildern nicht nur von Michael J. Fox, sondern auch von Christopher Lloyd, Lea Thompson, Crispin Glover und vielen anderen Nebendarstellern. Dabei handelt es sich nicht nur um einfache Standbilder, die aus dem Film entnommen wurden, sondern um richtige Fotos vom Set. Behind-the-Scenes Photographs enthält 24 Bilder von dem, was hinter der Kamera so vor sich ging, während die 35 Konzeptzeichnungen in The Delorean Designs alle Autofans besonders begeistern dürfte. Time Travel Designs zeigt in 19 Bildern, wie sich die Zeichner die Effekte der Zeitreise vorgestellt haben.
Die Bilder sind alle selbstablaufend und wechseln alle zehn Sekunden, man kann sie aber auch mit der Skip-Taste selbst weiterschalten. Wem die Bildergallerien auf einem 4:3-Fernseher zu klein erscheinen, der kann seinen DVD-Player in den Pan&Scan-Modus schalten, dadurch werden die Bilder ohne Verlust an den Seiten vergrößert.


Excerpts from the Original Screenplay ist genau das, was draufsteht - Teile des Drehbuchs, allerdings in einer unmöglichen Schrift auf Texttafeln untergebracht. Allerdings befindet sich im DVD-ROM-Bereich im Verzeichnis common/win/screenplay/txt/ sogar eine vollständige, einteilige ASCII-Version einer frühen Drehbuchversion - die ist zwar schon seit Jahren im Internet verfügbar, aber es ist trotzdem bemerkenswert, daß Universal die mit auf die DVD gepackt hat.

Zu guter letzt wurde natürlich auch der Trailer (1:19) nicht vergessen, der hier in 1.33:1 und Mono-Ton abgelegt wurde. Bemerkenswert ist, daß diese Trailer keine Szenen des Films enthält, sondern völlig separat gedreht wurde - eigentlich handelt es sich auch nicht um einen Trailer, denn es gab nur diesen Teaser und kein anderes Promotionmaterial.

Im Menü Cast & Filmmakers sind recht ausführliche Filmographien von jeweils fünf Schauspielern und Crewmitgliedern untergebracht, während Production Notes dreizehn Bildschirmseiten mit interessanten Produktionsnotizen bietet.

DVD-ROM Features Including Total Axess (0:47) ist ein kurzer Werbetrailer für das neue Total-Axess-Portal von Universal, das ich mir jedoch noch nicht angeschaut habe und deshalb nichts über den Umfang der online bereitgestellten Extras sagen kann.
Unter Recommendations sind ein paar Empfehlungen von weiteren Universal-DVDs untergebracht.

Special Announcements Parkinsons Disease Michael J Fox Foundation 1:02 Fox & Muhammed Ali







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