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| Studios | DVDs | Bild | Ton | Bonusmaterial | Dokus | Kommentarspuren | Restauration | Cover | ||||||
| Schon wieder ist ein Jahr rum,
und schon wieder wurden Filmliebhaber reichlich mit DVDs beschenkt. 2002
markierte nicht nur den offiziellen fünften Geburtstag der DVD, sondern
sah auch die Veröffentlichung von einer ganzen Menge von Klassikern,
mit denen niemand so richtig gerechnet hat. Dieses Jahr war trotz vieler
neuer Filme besonders ein Jahr der Katalogtitel, der Fernsehserien und der
Dokumentationen - für jeden war etwas dabei. Diese Übersicht ist eine Sammlung meiner persönlichen DVD-Favoriten des Jahres. Natürlich fehlen hier einige Sachen, denn manches habe ich bewußt weggelassen weil die Filme mich maßlos enttäuscht haben (Starwars und Lord of the Rings zum Beispiel), und anderes hat mich ganz einfach nicht interessiert. Auch dieses Jahr habe ich die DVDs wieder in verschiedene Kategorien aufgeteilt und immer alphabetisch sortiert - auf eine Rangfolge habe ich verzichtet, genauso wie auf eine Benennung einer einzelnen besten DVD des Jahres. |
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| Studios | ||||||||||||||
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Columbia-Tristar
... war dieses Jahr so wenig wie noch nie in den DVD-Regalen der Händler präsent. Wirkliche Knaller hat das Studio in keiner Region veröffentlicht, wenigstens in R2/4 wurden endlich Monty Python and the Holy Grail und Jabberwocky herausgebracht, deren Rechtelage in Europa so verworren war daß eigentlich niemand mehr mit einer Veröffentlichung gerechnet hat. Besonderen Lob verdient Columbia für Holy Grail, da sämtliches Bonusmaterial der US-DVD auf die europäische Version portiert wurden - daran sollten sich die anderen Studios mal ein Beispiel nehmen. Im Dezember holte Columbia in den USA jedoch noch einen Joker aus der Tasche - Men in Black II erschien dort als eine der besten Special-Editions des Jahres, aber in Region 2 hat Columbia das Weihnachtsgeschäft verpaßt und die Veröffentlichung auf Januar verschoben. Universal
... hat in der ersten Jahreshälfte zum Teil enttäuscht und zum Teil überrascht. Positiv war vor allen Dingen die Lowprice-Aktionen, bei der eine Auswahl von teilweise auch neuen DVDs für Preise unter €15 in die Läden kamen - daß diese DVDs dann auch nur einen Trailer als Bonusmaterial besaßen, konnte man durchaus verschmerzen zumal die technische Ausstattung hervorragend war. Der einzige Blockbuster im ersten Halbjahr war dann auch nur Jurassic Park III, danach herrschte weitgehend Funkstille um Universal. Reichlich ärgerlich war dann im Mai und Juni das Wirrwar um die Back to the Future-Trilogie. Nach einer Gerüchteschlacht hoch zehn kristallisierte sich heraus, daß die europäischen DVDs im September erscheinen, aber die US-DVDs mit mehr Bonusmaterial erst im Dezember. Universals erstes DVD-Jahr außerhalb Region 1 (der Vertrieb über Columbia-Tristar Dreamworks
... hat bis auf das für mich weniger interessante Zeichentrick-Etwas Spirit - Stallion of the Cimarron in diesem Jahr gar nichts neues veröffentlicht. Die CGI-Animationshits des Jahres stammen von Disney und Fox, und wirklich interessante Realfilme hatte Dreamworks auch nicht im Programm. Lediglich in Deutschland hat sich etwas getan: im Dezember erschien die "Oscar-Edition" von Shrek, die nun wie die US-Vorlage aus zwei DVDs besteht und das restliche fehlende Bonusmaterial enthält. 20th Century Fox
... hat sich als großes Hollywood-Studio und TV-Kanal auf dem DVD-Markt diesmal besonders breitgemacht. Als erste große Blockbuster-Release kam in Deutschland im März Tim Burtons Planet of the Apes heraus, der in puncto Bonusmaterial und Qualität locker Starwars-DVDs in die Tasche stecken kann. Davor erschien schon im Februar die erste Futurama-Staffel, der trotz der Region 2-Exklusivität Kommentarspuren für jede Episode und weitere überraschende Extras spendiert wurden. Im Mai ging es dann mit der zweiten Staffel der Simpsons weiter, die gegenüber der ersten Box noch ein wenig mehr mit Qualität und Ausstattung begeistern konnte. Auch die im November erschienene zweite Futurama-Box ließ keine Wünsche offen, und im Herbst setzte Fox mit dem Kassenschlager Ice Age wieder einmal neue Maßstäbe auf dem DVD-Markt. Starwars Episode 2 erwähne ich hier nur im Nebensatz, da auch eine vollbepackte DVD diesen unterdurchschnittlichen Film nicht mehr retten kann. MGM
... konnte im letzten Jahr durch die gesammelten James-Bond-Filme kräftig punkten, aber 2002 war nicht viel von diesem Studio auf dem DVD-Markt zu sehen. Bis auf die extralose, aber sonst technisch einwandfreie Veröffentlichung von The Russia House gibt es da nicht viel positives zu berichten. Negativ zeigt sich weiterhin die Strategie die R2/4-DVDs mit weniger Bonusmaterial auszustatten als deren R1-Vorbilder: so wurde It's a mad, mad, mad, mad World in den USA als 2-DVD-Set herausgebracht, aber in Deutschland fehlte die zweite DVD mit den Deleted Scenes und noch viel mehr. Wenigstens brachte MGM in Europa die James-Bond-DVDs nochmals zu Schleuderpreisen auf den Markt und überraschte im Dezember in den USA mit einer Special-Edition von Mel Brooks Filmdebüt The Producers. Paramount
... hat sich für das Jahr 2002 das Ziel gesetzt, alle Staffeln von Star Trek - The Next Generation weltweit auf DVD in Form von Seasonboxen zu veröffentlichen. Die Erwartungen waren hoch, konnten aber erfüllt werden - bis Ende Dezember erschienen pünktlich alle sieben Staffeln der Serie das verdient schon jetzt ein großes Lob. In Deutschland wurde außerdem auch die Special-Edition des ersten Startrek-Kinofilms veröffentlicht, in den USA gabs im August und Oktober die Special-Editions von Star Trek II und Star Trek III, von denen die erste im Herbst auch in Deutschland erschien. Auch außerhalb des Startrek-Franchise hat sich Paramount besonders in Deutschland angestrengt: neben Kenneth Branaghs Frühwerk Dead Again wurden gleich mehrere Westernklassiker mit ausgezeichneten Transfern , darunter El Dorado, The Sons of Katie Elder und Paint your Wagon herausgebracht. Sogar die Preise hat Paramount in Deutschland inzwischen etwas gedrosselt, einige DVDs waren zum Ende des Jahres schon für unter €20 zu haben. Warner
... hatte im Frühjahr diesmal mit Harry Potter die Lizenz zum Gelddrucken in der Tasche, hat es aber trotzdem geschafft die deutsche DVD technisch so zu verkorksen daß eine Nachpressung notwendig war. Das wirkliche cineastische Highlight von Warner war aber nicht der Zauberlehrling, sondern die Veröffentlichung von zwei Blake-Edwards-Klassikern, auf die Filmliebhaber lange gewartet haben: The Great Race und Victor/Victoria, die in der gleichen Art und Weise digital restauriert wurden wie North by Northwest und einfach fantastisch aussehen. So oder so aber eine beeindruckende Leistung von Warner, von der man in der nächsten Zeit noch mehr zu sehen bekommen wird - wie zum Beispiel die hervorragende neue Restauration von Singin' in the Rain, die es sogar in den USA und Europa gibt. Außerdem Griff Warner bei Neuauflagen und Neuveröffentlichungen in die vollen und lieferte Überraschungen am laufenden Band wie kein anderes Studio: Gremlins 1 und 2 gibt es nun als Special-Editions und mit Innerspace und My Favorite Year erschienen wieder zwei meiner Lieblingsfilme. Weitere Special-Editions waren der Director's Cut von Milos Formans Amadeus und Oliver Stone's JFK, die auch schon in Deutschland zu haben sind. Kinowelt
... steckt durch die Insolvenz-Krise der Muttergesellschaft in heftigen finanziellen Schwierigkeiten. Es wird zwar immer beteuert, daß sich das nicht auf Kinowelt Home Entertainmeht auswirken wird, aber inzwischen bemerkt man es schon an den DVD-Veröffentlichungen daß da einiges im Argen liegt. Bis auf die drei Agatha-Christie-Filme Death on the Nile, The Mirror Crack'd und Evil under the Sun hat Kinowelt nichts nennenswertes in diesem halben Jahr herausgebracht. Durch den Verlust des Deals mit NewLine wird im August die erste DVD von Lord of the Rings in Deutschland nicht von Kinowelt, sondern von Warner erscheinen, und auch andere Filme sind davon betroffen. Besonders ärgerlich ist die Veröffentlichung der zweiten Asterix-Box, die in Pan&Scan und ohne Originalton erschienen - ganz klar ein Opfer der Finanzmisere. Diese Veröffentlichung wird Kinowelt auch nicht mehr helfen, vermutlich wird sogar 2002 das letzte Jahr des Konzerns sein. |
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| DVDs | ||||||||||||||
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Amadeus Director's Cut - Warner (R1/R2)
Austin Powers in Goldmember - NewLine (R1 USA/Kanada)
Back to the Future Trilogy - Universal (R1/R2/R4)
Casino Royale - MGM (R1 USA/Kanada)
The Dish - Village Roadshow (R4 Australien) Felidae - Mediacs (R2 Deutschland) From the Earth to the Moon - Mediacs (R2 Deutschland)
Futurama Season 1+2- 20th Century Fox (R2 Deutschland) The Great Race - Warner (R1 USA/Kanada) Gremlins 1+2 - Warner (R1 USA/Kanada)
A Hard Day's Night - Miramax (R1 USA/Kanada)
The Hitchhiker's Guide to the Galaxy - BBC (R2 England) Hopscotch - Criterion (R1 USA/Kanada)
Ice Age - Fox (R1/R2)
Innerspace - Warner (R1/R2)
Jay & Silent Bob strike back - Dimension Home Video (R1 USA/Kanada) Men In Black II - Columbia-Tristar (R1 USA/Kanada)
Monsters, Inc - Disney (R1/R2)
The Nightmare before Christmas- Buena Vista (R2 Deutschland)
Planet of the Apes 2001 - 20th Century Fox (R2 Deutschland) The Producers - MGM (R1 USA/Kanada)
Red Dwarf Season One - BBC (R2 England)
Simpsons Season 2 - 20th Century Fox (R2 Deutschland) Singin' in the Rain Special Edition - Warner (R1/R2) Star Trek 1-3 Special Editions - Paramount (R1/R2) Star Trek The Next Generation Season 1-7 - Paramount (R1/R2) TRON - Disney (R1/R2)
Victor/Victoria - Warner (R1/R2) Wallace & Gromit's Cracking Contraptions - Aardman (R2 England)
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| Bild | ||||||||||||||
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The Great Race - Warner (R1 USA/Kanada) Lowry Digital Images hat eine ausgezeichnete Methode, um sich eine teure filmbasierte Restauration zu sparen, wenn nur das Ziel besteht einen Film ausschließlich auf DVD zu veröffentlichen: eine komplett computerbasierte Aufbereitung des Original-Negativs oder einer Kopie, die möglichst Nahe am Kameranegativ dran ist. Auf diese Weise wurde schon vor zwei Jahren mit blendendem Resultat Alfred Hitchcocks North by Northwest bearbeitet, und in zwischenzeit wurden damit auch noch ein paar andere Filme behandelt. Der neueste Streich ist Blake Edwards The Great Race, dem Warner einen fantastisch aussehenden Transfer gegönnt hat. Ausgezeichnete Schärfe, absolut keine Dropouts und kräftige Farben lassen kaum vermuten, daß es sich dabei um einen Film von 1965 handelt. Ice Age - 20th Century Fox (R1/R2) Anfänglich erschreckt Ice Age mit einem von
Fusseln und Kratzern überlagerten Fox-Logo, aber danach gehts aber
sofort ab in die digitale Welt - frei von jeglichen Dropouts kommt die
CGI-Animation des Films auf dieser DVD voll zur Geltung. Geboten wird
ein faszinierend weißes Bild - nicht nur einfach weiß, sondern
wirklich realistisches schneeweiß mit allen kleinen Abstufungen
und Nuancen. Obwohl sich ein großer Teil des Films im Schnee abspielt,
kommen andere Farben auch äußerst kräftig zur Geltung
und werden perfekt und stabil wiedergegeben. Die Schärfe ist exemplarisch
gut und läßt keinerlei Wünsche übrig. Lediglich eine
handvoll Einstellungen wirkt etwas unschärfer als der Rest, das scheint
jedoch schon in der Animation so eingebaut worden zu sein. Die hervorragende
Detailzeichnung läßt eine Unmenge von Einzelheiten erkennen
- wieder einmal ein Digitaler Transfer, der sich sehen lassen kann. Jay & Silent Bob strike back - Dimension Home Video (R1 USA/Kanada) Super35 auf DVD ist immer ein kleines Problem und ist meistens durch geringere Bildschärfe und stärkere Körnigkeit zu erkennen, wie man das auch bei der vorletzten Kevin-Smith-DVD Dogma beobachten konnte. Gut zwei Jahre später hat die Technik aber Fortschritte gemacht und nun ist Kevin Smiths neuester Film auf DVD optisch auch nicht mehr von anderen großen Blockbustern zu unterscheiden. Miramax hat einen hervorragenden Transfer hingelegt, dem man allerhöchstens noch eine manchmal durchscheinende Filmkörnigkeit vorwerfen kann - aber nur wenn man besonders nickelig ist. Men in Black II - Columbia (R1 USA/Kanada) Praktisch von der Kinoleinwand direkt frisch auf die DVD, das geht auch heute manchmal noch schief, wie man am Beispiel von Spiderman sehen konnte. Dafür hat Columbia-Tristar aber alles in den Transfer von Men in Black II gesteckt, der mit ein paar kleinen Ausnahmen nicht besser hätte gelingen können. Begeistern kann dieser Transfer vor allen Dingen durch die hohe Schärfe, die eine Detailtreue ermöglicht die man bei "flat" gedrehten Filmen auch heute noch nicht sehr oft zu sehen bekommt. Insgesamt kann man diesem Transfer nur Referenzqualität in seiner Klasse bescheinigen, da hier eine perfekte, möglichst filmähnliche Präsentation gegeben ist. So muß ein nagelneuer Film als DVD aussehen. Monsters, Inc. - Disney (R1/R2) Volldigitale Transfer direkt aus dem Animationscomputer
ins DVD-Authoring sind mittlerweile etwas fast alltägliches geworden,
aber trotzdem kann man sich jedes Mal wieder aufs neue über ein kristallklares
Bild freuen, das aus der Bildröhre zu springen scheint. Monsters,
Inc. ist wieder so ein Transfer, der die Kinnladen herunterklappen läßt
- Schärfe, Farben und Details sind alle auf einem absoluten Maximum.
Aber diese DVD hat gegenüber Toy Story und A Bug's Life
einen entscheidenden Vorteil: sah das Bild bei den früheren Pixar-Filmen
noch zu digital und aalglatt aus, hat man hier ein wunderbar filmähnliches
und realistisches Aussehen erreicht, das Dreamworks/PDI schon voriges
Jahr mit Shrek geschafft hat. Planet of the Apes - 20th Century Fox (R2 Deutschland) Das optische Highlight schlechthin ist Fox' Planet of the Apes - genauso wie vor zwei Jahren X-Men steht dieser Transfer besonders dadurch heraus, daß er wie aus einem Guß gemacht aussieht. Kein Rauschen, kein Flackern, keine Dropouts, einfach gar nicht, so etwas sieht man auch heute nicht besonders oft. Singin' in the Rain - Warner (R1/R2) Noch eine brilliante Warner-DVD ist die neue Special-Edition von Singin' in the Rain, deren Bildqualität es locker mit vierzig Jahre jüngeren Filmen aufnehmen kann. Das von Lowry Digital Imaging speziell für Singin' in the Rain neu entwickelte Restaurationsverfahren |
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| Ton | ||||||||||||||
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Austin Powers in Goldmember - New Line (R1 USA/Kanada) Bildtechnisch konnte der neue Austin Powers nicht so ganz überzeugen, aber dafür machte der Ton umso mehr her. Geboten wird nicht nur eine Dolby-Digital-EX-Tonspur, sondern auch DTS-ES und liegt damit voll im Trend. Reine Makulatur sind diese Tonspuren nicht, denn da geht es ganz schön zur Sache: wie die anderen beiden Austin Powers-Filme setzt auch dieser wieder die Meßlatte in Sachen Surroundton ein Stück weiter nach oben. Gleich in der Anfangssequenz dröhnt es aus allen Lautsprechern gleichzeitig, aber es sind nicht nur die Holzhammer-Effekte im Film dabei, sondern auch manche subtile Umgebungsgeräusche und vor allen Dingen die Musik, die einen großen Teil des Raumklangs Ice Age - 20th Century Fox (R1/R2) Ice Age ist mit einer äußerst aktiven Surroundabmischung ausgestattet, die ständig diskrete Effekte einsetzt und eine wunderbare Rundum-Klangkulisse schafft. Auch im Baßbereich tut sich da eine Menge, denn sogar noch als ProLogic-Downmix produziert diese Tonspur im unteren Bereich fast schon ungewohnte Tiefen. Die Effektlastigkeit bedeutet aber nicht, daß sich der Ton künstlich anhört - im Gegenteil, den Sound-Designern ist hier eine sehr lebendige, ausgewogene Tonspur gelungen. Hier wird nicht so viel mit Geräuschen um sich geschmissen wie bei Pixar-Filmen, aber manchmal ist halt weniger mehr und so bekommt man hier eine Klangkulisse zu hören, die nicht vom Film ablenkt. Jurassic Park III - Universal (R2 Deutschland) Der erste Jurassic Park hatte vor fast zehn Jahren den Beginn der Digitaltonära mit eingeleitet und stark geholfen, das vor allem von Universal und Steven Spielberg unterstützte DTS-Tonsystem zu etablieren. Die DVDs von den ersten beiden Jurassic-Park-Filmen bekamen aber außerhalb der USA nur Dolby-Digital-Tonspuren, aber jetzt hat Universal den Vertrieb selbst in die Hand genommen und hat den dritten Teil weitwelt auch mit DTS ausgestattet. Leider ist die DTS-Tonspur nur in der jeweiligen Landessprache - wenn man DTS auf englisch haben möchte, muß man sich wohl oder übel einen Import aus England, Australien oder den USA anschaffen. Der Dolby-Digital-Ton ist aber auf allen DVDs in der Originalsprache dabei und auch nicht zu verachten - traditionsgemäß läßt auch damit Jurassic Park III die Lautsprecher wackeln. Der Film ist ja nicht gerade ein Meisterwerk, aber mit so einer Tonspur kann man doch eine ganze Menge Spaß dran haben. Men in Black II - Columbia (R1) Men in Black II zeigt was in den heutigen digitalen Soundsystemen
drinsteckt - tiefer Baß, brilliante Höhen und eine lustig-verspielte
Surroundabmischung bringen eine Menge Spaß beim zuhören. Die
Integration von Musik, Geräuschen und Dialogen ist äußerst
gut gelungen und bietet einen nahtlosen, umfassenden Raumklang. Dabei
wird der vorderen Soundstage fast genausoviel Aufmerksamkeit geschenkt
wie den Surroundkanälen, ein Gag ergibt sich sogar aus einem gut
plazierten Effekt auf der hinteren Soundstage. Danny Elfmans Filmmusik
macht auch ausführlichen Gebrauch von allen Lautsprechern und wird
sehr kräftig, aber nicht zu laut wiedergegeben. Die gesamte Abmischung
ist sehr gut ausbalanciert und läßt auch sonst keine Wünsche
offen. Monsters, Inc. - Disney (R1/R2) Wie bei Ice Age kann man dem Ton von Monsters, Inc auch nur viel Lob zusprechen: die Dolby Digital EX-Abmischung ist hervorragend gelungen. Das faszinierende Sounddesign von Gary Rydstrom, Randy Newmans jazzige Filmmusik und die kristallklaren Stimmen sind perfekt aufeinander abgestimmt und lassen überhaupt nicht erahnen, daß all dies völlig künstlich zusammengebaut wurde. Die Stimmen beschränken sich nicht nur auf den Center-Kanal, sondern wandern oft auf der vorderen Soundstage und manchmal auch auf den Surroundkanälen umher. Das ist zuerst etwas irriterend weil man es heutzutage kaum noch gewöhnt ist, aber durch die perfekte Integrierung in die Klangkulisse gewöhnt man sich schnell daran und hält es bald für selbstverständlich. Die Musik ist ebenfalls sehr raumfüllend abgemischt worden und klingt sehr voll und kräftig, ohne dabei die Dialoge und die Musik zu überdecken. Planet of the Apes - 20th Century Fox (R2 Deutschland) Rein qualitätsmäßig wird man einer State-of-the-Art-Soundtrack eines neuen Kinofilms kaum etwas vorwerfen können, es sei denn die DVD wurde schlecht gemastert. Das ist beim neuen Planet of the Apes-Film natürlich nicht der Fall, und so bekommt man gleich mehrere technisch perfekte Tonspuren geboten. Neben dem englischen und deutschen Ton in Dolby Digital 5.1 (was ist eigentlich mit DD-Ex passiert?) ist hier nur der deutsche Ton in DTS 5.1 dabei. Wer den Originalton in DTS genießen möchte, wird diese DVD aus einem englischsprachigem Land importieren müssen, da sich Fox neben Universal und Columbia-Tristar dazu entschieden hat DTS-Ton nur in der jeweiligen Landessprache auf einer DVD anzubieten. An der Abmischung der Dolby-5.1-Tonspuren ist aber keinesfalls etwas auszusetzen. Star Trek The Motion Picture - Paramount (R2 Deutschland) In der Abteilung "Aufbereitung einer älteren Tonspur" kann die neue DVD des ersten Startrek-Films voll und ganz überzeugen, besonders wenn man die neue Tonspur mit den alten Laserdiscs und Videos vergleicht. Hier wurde nicht nur ein einfacher Upmix der Dolby-Stereo-Fassung gemacht, sondern die Tonspur komplett auseinandergenommen und neu zusammengemischt. Dabei wurden auch Geräusche ersetzt und verbessert und die Musik von den Originalbändern eingespielt. Das Ergebnis klingt erstaunlich gut, lediglich die Stimmen klingen noch etwas harsch - aber dies ist ein Bestandteil der Soundtrack, den man nicht so einfach verbessern kann. Lobenswerterweise hat Paramount auch die deutsche Tonspur komplett remastert, die bis auf die Dialoge hundertprozentig der englischen Fassung gleicht. Eigentlich gar nicht erwähnen braucht man an dieser Stelle die Special-Editions der anderen Star Trek-Filme, die mit den gleichen hervorragenden Tonspuren ausgestattet sind, die schon auf den früheren extralosen DVDs dabei waren. Star Trek The Next Generation Season 1-7 - Paramount (R2 Deutschland) Von einer fünfzehn Jahre alten Fernsehserie kann man normalerweise keine großartigen Tonspuren mehr erwarten - normalerweise. Star Trek TNG ist aber alles andere als normal, und deshalb wartet Paramount schon bei den ersten beiden Staffeln der Serie mit einer sauber neu abgemischen Dolby 5.1-Tonspur auf. Mit den neuesten Kino-Blockbustern kann der Ton zwar nicht konkurrieren, aber es ist sicher der beste Ton, den man je von einer Fernsehserie auf DVD zu hören bekommen wird. Einen kleinen Wermutstropfen hat das Vergnügen jedoch: es beschränkt sich auf die englische Originaltonspur, die deutsche Fassung ist in den ersten Staffeln noch in Mono. Aber wer will schon TNG auf deutsch schauen, wenn die bessere englische Fassung nur einen Tastendruck auf der Fernbedienung weit weg ist? |
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| Bonusmaterial | ||||||||||||||
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Austin Powers in Goldmember - New Line (R1 USA/Kanada) Der dritte Austin Powers kommt diesmal nicht als Platinum Edition von New Line, sondern als Infinifilm-Release. Das hat zwar den Vorteil, daß man auf das Bonusmaterial durch das Infinifilm-Feature auch im Film selbst zugreifen kann, aber dadurch muß auch alles auf einer einzigen DVD untergebracht werden. Im Fall von Goldmember hat das dank des relativ kurzen Hauptfilms hervorragend geklappt, und so kann man sich eine Reihe von Featurettes, die zusammen eine ausführliche Dokumentation bilden, eine traditionell ausführliche Sammlung von Deleted Scenes und noch viel mehr ansehen. Eine bemerkenswerte DVD, die auch als 2-Disc-Set nicht besser hätte sein können. Leider wird davon in Deutschland nicht mehr viel übrig bleiben: Warner, die nun die New Line-Titel in Deutschland herausbrungen, hat sich dazu entschlossen außer den Musikvideos und ein paar anderen Kleinigkeiten fast alles andere wegzulassen. The Dish - Village Roadshow (R4 Australien) Wer sich nichtsahnend die amerikanische DVD von The Dish
gekauft hat, wird feststellen daß der Grundsatz "US-DVDs sind
am besten ausgestattet" auch Ausnahmen haben kann. The Dish
ist so eine - der Film wurde in Australien von Village Roadshow Entertainment
vor der US-DVD veröffentlicht. Warum die Amerikaner danach kein Bonusmaterial
bekamen ist angesichts des Themas völlig unverständlich, denn
gerade diese DVD zelebriert einen der größten amerikanischen
Träume: die Mondlandung, allerdings aus einer ungewohnten Perspektive.
Die Australische DVD bietet neben zwei hervorragenden Kommentarspuren,
einem kleinen Featurette, großen Bildergallerien und Storyboards
eine siebzigminütige Zusammenstellung von Archivmaterial, das extra
für The Dish herausgesucht wurde - und das mit einem optionalen
Kommentar der Filmemacher. Darunter befinden sich nicht nur die allgemein
bekannten Aufnahmen von der Mondlandung, sondern auch seltenes Material,
was man sonst nie zu Gesicht bekommt. Eingebunden in ein Apollo 11-Tagebuch
sind auch noch gut zwanzig Minuten vom Original-Funkverkehr zwischen Houston
und der Raumkapsel zu hören - ein gefundenes Fressen für Kenner. Felidae - Mediacs (R2 Deutschland) Mediacs hat es als rein deutsches DVD-Unternehmen geschafft, aus der Felidae-DVD etwas ganz tolles zu machen. Im Bereich Bonusmaterial wurde ordentlich geklotzt - so ist zwar keine ausführliche Dokumentation dabei, aber es gibt doch zwei sehr informative Featurettes und natürlich die Kommentarspur mit den beiden Regisseuren des Films. Die große Bildergallerie mit Konzeptzeichnungen und Storyboards erinnert sofort and die Special-Editions der Bond-Filme von MGM, aber mit einer Sache hat Mediacs den Vogel vollends abgeschossen: es ist nicht nur der Nachfolgeroman Francis in der Box der Limitierten Auflage dabei, sondern auf der DVD auch ein über siebenstündiges Felidae-Hörbuch. Eine bessere Nutzung der technischen Möglichkeiten einer DVD findet man nur selten. Ice Age - 20th Century Fox (R1/R2) Die Extras der Ice Age-DVD müssen sich gegen die Ausstattungen der Pixar- und PDI-DVDs bewähren - und man kann nur behaupten, daß Fox auf diesem Sektor der Konkurrenz auch ordentlich Paroli geboten hat. Zwei Kurzfilme, viele Deleted Scenes, solide Dokumentationen und noch viel mehr gehören mit zum Programm, das den Zuschauer einige Zeit beschäftigen wird. Ice Age ist mit Sicherheit eine der besten Special-Editions des Jahres. Jay & Silent Bob strike back - Dimension Home Video (R1 USA/Kanada) Eine Kevin-Smith-DVD, was muß man dazu noch mehr sagen? Selbstverständlich gehören dazu viele Deleted Scenes (hier über anderthalb Stunden!) mit den berühmten Einleitungen von Kevin Smith und seinen Kollegen, Featurettes, Musikvideos und noch einige Überraschungen mehr. Die amerikanische Collector's Edition vom Abschluß der fünfteiligen New-Jersey-"Trilogie" steht den DVDs der anderen Filme um nichts nach. Men in Black II - Columbia (R1 USA/Kanada) Die MIB2-DVD hat ein schweres Erbe anzutreten, denn die des ersten Films war schon sehr vielfältig ausgestattet. Diesmal hat Columbia aber nicht den Fehler gemacht eine "Limited Edition" und eine normale DVD herauszubringen - in den USA gibt es nur getrennte Widescreen- und Pan&Scan-Versionen, die beide gleich ausgestattet sind. Am meisten beeindrucken die Dokumentationen, aber auch die sonstige Ausstattung ist um einiges über dem Standard. Monsters, Inc. - Disney (R1 USA/Kanada) Obwohl das Bonusmaterial der Monsters, Inc.-DVD mengenmäßig schwer beeindruckt, muß man sich doch die Rosinen herauspicken um wirkliche Informationen zu bekommen. Dabei sind nicht die übertriebenen, fast kindergerecht gehaltenen "Dokumentationen" der beste Teil des Bonusmaterials, sondern die Kurzfilme und das ausführliche und liebevoll zusammengestellte Bildmaterial. Über vierhundert Zeichnungen, Bilder und anderes sind auf dieser DVD in Galerien untergebracht und dokumentieren die verschiedenen Entwicklungsphasen des Films in allen Einzelheiten. Planet of the Apes 2001 - 20th Century Fox (R2 Deutschland) 20th Century Fox erstaunt in letzter Zeit immer wieder mit geradezu opulent ausgestatteten Doppel-DVDs, zu denen nun auch Planet of the Apes gehört, obwohl dieser Film an den Kinokassen kein wirklicher Erfolg war. Trotzdem hat DVD-Produzent David Prior eine Sammlung von Bonusmaterial zusammengestellt, die sich direkt neben anderen reichhaltig ausgestatteten DVDs sehen lassen kann. Zwei Audiokommentare, eine Infinifilm-ähnliche "Enhanced Viewing Option", und über zweieinhalb Stunden an Dokumentationen und anderem Filmmaterial machen das Bonusmaterial dieser DVD zu einem echten Erlebnis. Singin' in the Rain - Warner (R1/R2) "Warner" und "Special-Edition" waren lange Zeit zwei Worte, die nicht gut zusammengepaßt haben. Aber spätestens seit diesem Jahr zeigt Warner den anderen Studios, wo es in Sachen Bonusmaterial und Ausstattung hergeht. Singin in the Rain ist nur eins von vielen Beispielen und zeigt wie großzügig Warner mit älteren Filmen umgeht: Kommentarspur, Dokumentationen, Filmausschnitte und noch viel mehr sind Bestandteil der neuen DVD dieses Hollywood-Klassikers und lassen andere Veröffentlichungen dagegen regelrecht verblassen. Star Trek 1-3 Special Editions - Paramount (R1/R2) Schon 1998 mit dem erscheinen der ersten Startrek-DVD First Contact muß Paramount den "Grand Plan" gefaßt haben, sich in umgekehrter Reihenfolge durchzuarbeiten, beim ersten Teil angekommen die allererste Special-Edition eines Startrek-Films zu produzieren und dann in die entgegengesetzte Richtung weiterzumachen. Nun sind die ersten drei neuen DVDs fertig und enttäuschen in keiner Weise. Ausgestattet mit jeweils einer Kommentarspur, einem Textkommentar und einer zweiten DVD mit ausführlichen Dokumentationen und anderem Material sind diese DVDs nicht unbedingt der Traum jedes Trekkies, aber zumindest der Traum jedes ernsthaften Filmliebhabers. TRON - Disney (R1/R2) Noch eine der bestausgestattetsten DVDs des Jahres ist die eines Films, der schon älteren Datums ist - und sogar das Bonusmaterial der neuen Tron-DVD ist schon ein paar Jahre alt. Bis auf die neue, anderthalbstündige Dokumentation stammen die Extras ausschließlich von der 1995 veröffentlichten Laserdisc. Dazu gehören der Audiokommentar und verschiedenes Bildmaterial wie Testaufnahmen, Deleted Scenes und kleine Featurettes - und hunderte von Konzeptzeichnungen und Fotos, die in übersichtlichen Bildergalerien untergebracht wurden. Eine so ausführliche Sammlung von Bildmaterial hat es bisher noch auf keiner anderen DVD gegeben. |
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| Dokumentationen | ||||||||||||||
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Amadeus - Warner (R1/R2) Als einziges Extra außer der Kommentarspur bietet der Director's Cut von Amadeus auf der zweiten DVD eine zuerst unscheinbare Dokumentation, die sich aber bei näherer Betrachtung als Goldgrube herausstellt. Das einstündige "Making Of" von Bill Jersey bietet einen umfassenden Einblick in die Filmproduktion und deren Hintergründe. A Hard Day's Night - Miramax (R1 USA/Kanada) Miramax hat für die neue DVD des ersten Beatles-Films zwar keine "echte" Dokumentation produziert, aber dafür ganz schlichte, aber umso informativere Interviews mit den Filmemachern und Darstellern gemacht. In über zweieinhalb Stunden erzählen alle möglichen Leute, die irgendetwas mit dem Film zu tun gehabt haben über ihre Erlebnisse bei den Dreharbeiten - da bemerkt man kaum, daß da die Beatles selbst gar nicht zu Wort kommen. Ice Age - 20th Century Fox (R1 USA/Kanada) Das "Making Of" auf der Ice Age-DVD ist insgesamt nur etwa eine halbe Stunde lang und in verschiedene Featurettes zerlegt worden. Dahinter verbirgt sich aber ein äußerst informativer Blick hinter die Kulissen der Produktion, der sich wohltuend vom Presskit-Allerlei auf anderen DVDs abhebt. Ergänzt wird das durch ein viertelstündiges HBO-Special, das zwar mehr zur Kategorie Werbungt gehört, aber sich kaum mit dem Rest überschneidet und damit eine gelungene Mischung bietet. Men in Black II - Columbia (R1 USA/Kanada) Auch die Dokumentation der Men in Black II-DVD wurde in kleinere Featurettes zerlegt, die sich aber auch nacheinander abspielen lassen und ein sehr solides und speziell für die DVD produziertes Making-Of bilden. Dabei werden auch Sachen angesprochen, die man sonst nur äußerst selten in Dokumentationen zu sehen bekommt - wie zum Beispiel der Nachsynchronisation oder der Erstellung der Geräusche. Gut ausbalanciert zwischen Schauspielern und Effekt-Crew wird dieses Making-Of noch durch die Creature Featurettes ergänzt, die sich näher mit den einzelnen Aliens des Films beschäftigen. Planet of the Apes 2001 - 20th Century Fox (R2 Deutschland) 20th Century Fox hatte sich mit Tim Burtons Planet of the Apes besondere Mühe gegeben und über hundert Minuten an Dokumentationen in die luxuriös ausgestattete Special-Edition integriert. Vom Training der Schauspieler, die sich wie Affen bewegen mußten über Rick Bakers faszinierende Masken bis zu den Kostümen, Stunts, Danny Elfmans Musik und noch viel mehr ist hier alles dabei und bietet eine der ausführlichsten Making-Ofs in diesem Jahr. Singin' in the Rain - Warner (R1/R2) Das halbstündige Making-Of What a Glorious Feeling ist nur ein Teil der Dokumentationen auf der neuen Special-Edition von Singin' in the Rain, denn Warner hat sich nicht lumpen lassen und auch gleich noch die 85-minütige Dokumentation Musicals Great Musicals - The Arthur Freed Unit at MGM mit auf die DVD gepackt. Während das eigentliche Making-Of von der öfter von Warner beauftragten Firma Fitzfilm produziert wurde, ist die zweite Doku eine Co-Produktion von Turner, MGM, dem japanischen Sender NHK und ARTE - und war deshalb mit Sicherheit schonmal im deutschen Fernsehen zu sehen, was aber nichts daran änder daß diese Dokumentation auf der DVD einen festen Platz hat. Star Trek 1-3 Special Editions - Paramount (R1/R2) Die Dokumentationen des ersten Startrek-Films beschäftigen sich hauptsächlich mit der Metamorphose von der Serie zum Film, der eigentlichen Filmproduktion und der neuen Director's Edition. Produziert von Regisseur Robert Wises eigener Firma machen diese Dokumentationen einen gut durchdachten und professionellen Eindruck. Leider kann man das nicht von den Dokus der zweiten und dritten Filme behaupten, die von Marc Rance produziert wurden - schlechte Kameraführung und mieserable Beleuchtung machen bei den Interviews keinen besonders guten Eindruck. Am Inhalt gibt es jedoch nichts auszusetzen, denn die Interviews mit vielen der Beteiligten - allen voran natürlich die Regisseure, Produzenten und die Hauptdarsteller William Shatner und Leonard Nimoy - sind ausnahmslos interessant und manchmal auch äußerst amüsant und enthüllend. Viele zusätzliche Featurettes kümmern sich außerdem um die anderen wichtigen Aspekte der Filme, wie zum Beispiel den Special-Effects oder die Kostüme. Obwohl es an der technische Ausführung ziemlich hapert, kann man diesen Dokumentationen eigentlich nur die volle Punktzahl geben. TRON - Disney (R1/R2) Obwohl das meiste Bonusmaterial der neuen TRON-DVD von der Laserdisc übernommen wurde, hat es sich Disney nicht nehmen lassen eine neue Dokumentation zu produzieren. Fast anderthalb Stunden ist sie lang - die Vorgeschichte wird so ausführlich behandelt, daß sich Schauspieler erst nach etwa einer halben Stunde das erste Mal zu Wort melden, dann aber von den diversen Schwierigkeiten vor einem pechschwarzen Hintergrund zu agieren mit einer wohldosierten Portion Humor und auch etwas Sarkasmus erzählen. Auch die unglaublich komplizierte Animation mit all ihren Problemen wird hier in aller Breite erzählt - es gibt nichts, was in dieser Dokumentation auch nur ansatzweise fehlen könnte. Eine absolut faszinierende Sache, die zusammen mit dem Audiokommentar Tron in einem völlig neuen Licht dastehen läßt. |
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| Kommentarspuren | ||||||||||||||
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The Dish - Village Roadshow (R4 Australien) Statt eine einzige Kommentarspur zu Viert aufzunehmen, hat sich das Working-Dog-Produktionsteam, dazu entschlossen sich aufzuteilen und zwei Audiokommentare mit ganz bestimmten Themen zu machen. Rob Sitch und Santo Cilauro reden über die Regie, übers Filmemachen und über die Schauspieler, während Jane Kennedy und Tom Gleisner sich auf das Casting, die Musik und andere Sachen, die hinter den Kulissen passieren, konzentrieren. Das erstaunliche an diesen beiden Kommentaren ist, daß sie sich so gut wie gar nicht überschneiden - und wenn, dann nur um eine Anekdote aus zwei verschiedenen Perspektiven zu erzählen. Die lockere, ungezwungene Atmosphäre macht diese Kommentarspuren zu einem hörenswerten Ereignis, das einen tiefen Einblick in die Hintergründe des Films bietet. Ohne Frage zwei der besten Kommentare, die es gibt. Felidae - Mediacs (R2 Deutschland) Audiokommentare von deutschen Regisseuren sind keine Seltenheit (siehe Roland Emmerich), aber daß ein deutscher Regisseur eine Kommentarspur auf Deutsch spricht - das hat man dann doch nicht so oft. Michael Schaack und Veit Vollmer, die Regisseure von Felidae, haben genau das getan und einen deutschen Audiokommentar aufgenommen - ist ja auch ganz klar, denn es handelt sich um eine deutsche Filmproduktion. Die beiden (Trick)-Filmemacher geben sich anfangs noch etwa hölzern und unerfahren, aber nach etwa einer Viertelstunden wird viel aus dem Nähkästchen geplaudert und vor allen Dingen an die gute, alte Zeit erinnert, in der Trickfilme noch ohne Computer gemacht wurden. Futurama Season 1+2 - 20th Century Fox (R2 Deutschland) Matt Groening und David X. Cohen, das kreative Team hinter Futurama, gibt sich hier zusammen mit wechselnden Gästen - den Regisseuren und Autoren der jeweiligen Folge und bei vielen Folgen auch den Sprechern Billy West und John DiMaggio - die Ehre. Die Kommentarspuren der insgesamt 32 Folgen haben besonders bei der ersten Staffel manchmal Durchhänger und längere Pausen, aber Gremlins 1+2 - Warner (R1 USA/Kanada) Für die Kommentarspuren der beiden neuen Gremlins-DVDs haben sich die Filmemacher und Schauspieler über ein Jahrzehnt nach den Dreharbeiten zusammengesetzt und mit viel Spaß und guter Laune über die Filme unterhalten. Bemerkenswert macht diese drei Kommentarspuren nicht nur das Engagement von Regisseur Joe Dante, der ein hervorragender Erzähler ist, sondern auch die Anwesenheit der beiden Hauptdarsteller Zach Galligan und Phoebe Cates. Jay & Silent Bob strike Back - Dimension Home Video (R1 USA/Kanada) Als Kevin Smith und seine View-Askew-Truppe den Audiokommentar zu Dogma aufnahm, artete der Erstversuch durch die vielen Mitwirkenden - es waren auch einige der Schauspieler dabei - fast in Chaos aus, und zusätzlich wurde noch ein "technischer" Kommentar mit etwas nüchternen Informationen aufgenommen. Für Jay & Silent Bob hat sich Kevin Smith deshalb nur mit einem kleinen Kreis seiner Freunde hingesetzt, um einen Kommentar aufzunehmen, der aber auch nicht weniger informativ und witzig als die anderen View-Askew-Kommentare ist. Men in Black II - Columbia (R1 USA/Kanada) Mit den Men in Black ist auch Barry Sonnenfeld zurück, der schon beim ersten Film mit äußerst viel Engagement und Spaß beim Audiokommentar dabei war. Seine Energie war sogar so groß, daß dem ebenfalls anwesenden Tommy Lee Jones ständig die Spucke wegblieb - wahrscheinlich deshalb hat Barry Sonnenfeld sich entschieden, den Kommentar zu Men in Black II im Alleingang aufzunehmen. Und er schafft es, den Zuhörer anderthalb Stunden lang ausnahmslos gut zu unterhalten und macht dabei nicht einmal den Fehler zu oft über technische Details zu reden. My Favorite Year - Warner (R1 USA/Kanada) Diese kleine Komödie mit Peter O'Toole war das Regiedebüt von Richard Benjamin, der auch einen äußerst unterhaltsamen, informativen Audiokommentar für die neue DVD aufgenommen hat, der voll von lustigen Anekdoten und Geschichten rund um die Dreharbeiten ist. Ein großer Teil dreht sich natürlich um Peter O'Toole, der ursprünglich auch mit auf diesem Kommentar zu hören sein sollte, aber wegen Termingründen nicht dabei sein konnte. Da My Favorite Year Benjamin's erste Regiearbeit war, erzählt er natürlich auch viel von seinen anfänglichen Problemen und den schnell beseitigten Schwierigkeiten, als Jungregisseur mit einem Star wie Peter O'Toole zusammenzuarbeiten. Obwohl Richard Benjamin diese Kommentarspur völlig alleine bestreitet, kommt dank seines sympathischen Redestils nie Langeweile auf - so müßte jeder Kommentar sein. Simpsons Season 2 - 20th Century Fox (R2 Deutschland) Mit (fast) schonungsloser Ehrlichkeit blicken Matt Groening und seine Mittäter auf die Jugendsünden der Simpsons zurück und plaudern dabei so einiges aus dem Nähkästchen. Manchmal sind ein paar Pausen dabei, die aber durchaus verständlich sind wenn für 22 Folgen mit über acht Stunden Laufzeit Kommentare aufgenommen werden. Insgesamt lassen Matt Groening und sein Team aber keine Langeweile aufkommen, so daß es sich wirklich lohnt alle Folgen noch ein zweites Mal mit der Kommentarspur zu schauen. Star Trek 1-3 Special Editions - Paramount (R1/R2) Interessant sind die neuen Special-Editions der Star Trek-Filme nicht nur wegen der Dokumentationen, sondern auch wegen der Kommentarspuren. Der Kommentar des ersten Films besteht aus zusammengeschnittenen Einzelaufnahmen von Regisseur Robert Wise, Special-Effects-Magier Douglas Trumbull und John Dykstra, Komponist Jerry Goldsmith und Schauspieler Stephen Collins, die aber gut zusammengeschnitten wurden und immer szenenspezifisch sind. Das kann man von Nicholas Meyers Solo-Kommentar zu Star Trek II nicht behaupten, denn obwohl sich der Regisseur den Film dabei angeschaut hat, haben seine Kommentare kaum einen Bezug zum laufenden Bild. Normalerweise wäre das ein schlechtes Zeichen, aber bei Nicholas Meyer macht das überhaupt keinen Unterschied, denn er versteht es seine Zuhörer trotzdem bei der Stange zu halten. Mehr als bemerkenswert ist auch Leonard Nimoys Kommentar zu Star Trek III ausgefallen, denn der Spock-Darsteller und Regisseur ist unerwartet gesprächig und humorvoll - so einen Kommentar hat ihm wohl niemand so richtig zugetraut. TRON - Disney (R1/R2) Regisseur Steven Lisberger, Produzent er Donald Kushner, Associate Producer Harrison Ellenshaw und Visual Effects Supervisor Richard Taylor sind auf dem Audiokommentar von TRON zu hören, der eigentlich für die inzwischen sieben Jahre alte Laserdisc aufgenommen wurde, aber um einiges flotter und interessanter als manche neuere Kommentare ist. Natürlich geht es hier hauptsächlich um die Effekte, aber das Phänomen Tron, die Hintergründe und die Philosophie kommen dabei auch nicht zu kurz. Lisberger und seine Kollegen sind äußerst gesprächig und lassen nie Langweile aufkommen, in dieser Beziehung können sich so manche andere Kommentare von diesem eine gehörige Portion abschneiden. Victor/Victoria - Warner (R1/R2) Julie Andrews und Blake Edwards haben sich zusammengesetzt und eine szenenspezifische Kommentarspur extra für diese DVD aufgenommen. Es dürfte das erste Mal in der Geschichte der DVD sein, daß ein Schauspieler-Regisseur-Ehepaar zusammen einen Audiokommentar macht - hier ist dann auch etwas ganz einzigartiges dabei herausgekommen. Blake Edwards und Julie Andrews schwelgen in ihren gemeinsamen Erinnerungen an die Dreharbeiten des Films, der beiden offenbar besonders viel bedeutet. Julie Andrews spricht dabei die meiste Zeit, während Blake Edwards sich etwas langsamer und bedächtiger anhört. Trotz der manchmal entstehenden Pausen ist dies eine sehr persönliche und mit interessanten Anekdoten durchsetzte Kommentarspur, die äußerst hörenswert ist. |
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| Restauration & Remastering | ||||||||||||||
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Back to the Future Trilogy - Universal (R1/R2) Viele haben über die angeblich schlechte Bildqualität der Back to the Future-Trilogie geschimpft, aber tatsächlich sind diese Transfer eine fast perfekte, äußerst filmähnliche Repräsentation. Also gut, besonders der erste und zweite Film sind sehr körnig, aber das ist einzig und allein auf das damals verwendete Filmmaterial zurückzuführen, was in den achtziger Jahren generell eine recht hohe Grundkörnigkeit hatte. Dafür hat sich Universal erfolgreich bemüht alle Kratzer und Fussel zu entfernen, hat aber die Körnigkeit als Bestandteil des Films nicht angetastet. The Great Race - Warner (R1 USA/Kanada) Im Gegensatz zu Back to the Future überhaupt nicht körnig, aber dafür mit einer dem Filmmaterial von 1965 gut entsprechenden Qualität hat Lowry Digital Imaging eine wundervolle Quasi-Restauration von Blake Edwards Klassiker The Great Race geschaffen. Die Filmvorlage wurde von sämtlichen Kratzern und Fusseln vollständig befreit und auch die Körnigkeit auf ein absolutes Minimum zurückgeschraubt, ohne ein durchgefiltertes, matschiges Bild zu hinterlassen. Die Schärfe ist für einen so alten Film absolut erstaunlich und bietet eine Detailtreue, die man sogar bei neueren Filmen oft vermißt - allerdings wurde hier digital nachgeholfen und dadurch an ein paar Stellen leichtes Zeilenflimmern verursacht, das aber kaum auffällt. Die knallige Farbpalette des Films springt geradezu vom Bildschirm und sorgt zusammen mit der exzellenten Schärfe für ein realistisches, fast dreidimensional aussehendes Bild. Dies ist einfach ein wundervoller Transfer, der in die Kategorie "Haut-einen-vom-Hocker" gehört. A Hard Day's Night - Miramax (R1 USA/Kanada) Anfang der neunziger Jahre wurde Filmrestaurator Paul Rutan von Produzent Walter Shenson angesprochen, der auf der Suche nach einem vernünftigem Filmelement des zweiten Beatles-Films Help! war. Paul Rutan restaurierte Help! fast im Alleingang nur mit Walter Shenson als Geldgeber, der auch gleich A Hard Day's Night als Restaurationsprojekt vorschlug. Für die Restauration konnten außer dem ersten und dem letzten Akt das komplette Kameranegativ im Pacific Title Film Archive gefunden werden. Das Negativ wurde repariert, Kratzer und Laufstreifen wurden entfernt und davon dann ein neues Positiv-Master kopiert. Die fehlenden zwei Reels wurden einer gefundenen Fine-Grain-Kopie entnommen und an das neue Master angepaßt. Als die Restauration schon zu drei Vierteln fortgeschritten war, verkaufte Walter Shenson die Fernsehrechte an den Sender American Movie Classics. Dort wurde unter der Anleitung von Paul Rutan ein Telecine-Transfer erstellt, der die Basis für die 1997 erschienene MPI- DVD war. Einige Jahre später wurde Rutan von Miramax' Präsident Jeffrey Weinberg gefragt, ob es möglich sei neue Kinokopien des Films herzustellen - so wurde die ursprüngliche Restauration von Paul Rutan weiter aufbereitet, um ein vernünftiges Internegativ zu bekommen von dem die Kinokopien gezogen wurden. Die neue Miramax-DVD macht in Sachen Bildformat einen Kompromiß: statt wie die MPI-DVD das gesamte Filmnegativ in 1.33:1 zu zeigen, wurde ein anamorpher Transfer in 1.66:1 gemacht, der die Bildkomposition gerade noch intakt läßt, aber den Vorzug der höheren Auflösung bietet. Die Bildqualität ist deutlich besser als bei der ohnehin schon gutaussehenden MPI-DVD, kann aber jetzt durch die bessere Transfertechnik einiges mehr zeigen. El Dorado, The Sons of Katie Elder & Paint your Wagon - (R2 Deutschland) Diese drei Western wurden von Paramount ohne jeden Hinweis auf eine Restauration veröffentlicht - aber so gut, wie diese DVDs aussehen muß doch einiges an Arbeit in die Transfer gesteckt worden sein. Kräftige, unverfälsche Farben, hohe Schärfe und ein ordentlich filmähnlicher Look lassen diese drei Western so gut aussehen wie noch nie zuvor - die früheren Video- und Fernsehfassungen sind dagegen ein Verbrechen. Wer schon immer mal seine Lieblingswestern in guter Qualität und in der Originalfassung sehen wollte, kann bei diesen DVDs ohne Bedenken zugreifen. Singin' in the Rain - Warner (R1/R2) Eine weitere brilliante Restauration von Lowry Digital Imaging ist Singin' in the Rain, für die ein ganz neues Verfahren ausprobiert wurde. Da das Original-Negativ in einem Lagerbrand in den siebziger Jahren zerstört wurde, nahm LDI die Separations-Master, in denen die drei Grundfarben auf drei einzelnen Filmstreifen kopiert wurden. Da diese Master auch nicht mehr im allerbesten Zustand waren und dadurch Deckungsungleichheiten entstanden wären, wurden die drei Filmstreifen Bild für Bild digital abgetastet und mit Computerhilfe wieder zusammengebracht. Eine weitere technische Neuerung machte es zudem möglich, die Körnigkeit stark zu reduzieren ohne die Bildschärfe zu beeinträchtigen. Restaurationsexperten waren aufgrund der starken digitalen Manipulation skeptisch, aber letztendlich mußten doch alle zugeben, daß die Bearbeitung von Singing in the Rain hervorragend gelungen ist. |
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| Cover & Verpackung | ||||||||||||||
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